SPD und ÜWG kommen aus der Deckung

In Bad Aibling: Wahlempfehlungen für Martina Thalmayr (Grüne) von beiden Parteien

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Das musste erst einmal verdaut werden: Nach dem ersten Wahlgang in der Bürgermeisterwahl am 15. März mussten sich Petra Keitz-Dimpflmeier (SPD) und Rudi Gebhart (ÜWG) mit jeweils 16 Prozent der abgegebenen Stimmen begnügen. Keine Chance, um am kommenden Sonntag in der Stichwahl mit dabei zu sein. Der Kampf um den Platz im Rathaus wird also zwischen Stephan Schlier (CSU) und Martina Thalmayr (Grüne) ausgetragen. Nun, nachdem die Wunden geleckt sind, bekennen Aiblings SPD und die ÜWG Farbe: Beide drücken bei der Stichwahl am Sonntag Martina Thalmayr die Daumen.

Foto: Bürgermeisterkandidatin Martina Thalmayer (l.) bekommt  bei der Stichwahl Unterstützung von Rudi Gebhart (r.) und weiten Teilen der ÜWG und SPD

Seitens der SPD heißt das offiziell so: „Der Vorstand der SPD Bad Aibling hat hinsichtlich der Stichwahl vom 29.03.20 mehrheitlich den Beschluss gefasst, eine Wahlempfehlung zugunsten von Martina Thalmayr abzugeben. Wir bitten daher alle, die unserer Bürgermeistermeisterkandidatin Petra Keitz-Dimpflmeier ihr Vertrauen ausgesprochen haben, ihre Stimme in der Stichwahl Martina Thalmayr zu geben.”

Während die SPD-Empfehlung keine allzugroße Überraschung ist, war die Unterstützung aus weiten Teilen der ÜWG für die Grünen-Kandidatin im Vorfeld eher unklar, da die ÜWG keine Partei ist, sondern ein Verein, in den jeder die unterschiedlichsten politischen Auffassungen einbringen kann. Dieser breite Support spornt Thalmayr noch mehr dazu an, als erste Bürgermeisterin der Kurstadt Geschichte zu schreiben. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt sie:

„Ich freue mich, dass Rudi Gebhart und große Teile der ÜWG-Stadtratsfraktion mir ihre Unterstützung für die Stichwahl zugesagt haben. Wir haben in den letzten Jahren im Stadtrat in vielen Bereichen gut zusammengearbeitet, und das soll auch weiterhin so bleiben. Weil wir alle hier leben!
In vielen Gesprächen habe ich während der letzten Wochen den Wunsch nach einer Veränderung gespürt. Bei der Stichwahl am 29. März besteht nun die Chance, diese Veränderung Wirklichkeit werden zu lassen.
Ich kann privat und beruflich auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen. Ich bin Diplom Betriebswirtin (FH), habe meine ersten beruflichen Erfahrungen im Angestelltenverhältnis gesammelt, und bin inzwischen selbständige Unternehmerin. Ich bin Enkelin, Tochter, Mutter und auch schon Oma und kenne alle Lebenslagen von der Kinderbetreuung bis zur Pflege. Ich habe mich in verschiedensten Vereinen engagiert. Aktuell bin ich Vorsitzende vom Kunstverein. Mit meiner Lebenserfahrung möchte ich unsere liebens- und lebenswerte Heimatstadt erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln.”

 

 

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