Rückholaktion endet für 24-Jährigen beinahe im Gefängnis

Bundespolizei überprüft über 300 Deutsche am Grenzübergang Mittenwald

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Gestern hat die Bundespolizei die Insassen von acht Reisebussen und über 100 Fahrzeugen am Grenzübergang bei Mittenwald kontrolliert. Die etwa 300 deutschen Staatsangehörigen durften auf Initiative der deutschen Botschaft in Wien aus den österreichischen Quarantänegebieten in ihre Heimatorte zurückkehren. Dort müssen sie sich bei den zuständigen Gesundheitsämtern melden und eine 14-tägige Heimquarantäne einhalten. Für einen 24-Jährigen endete die Rückholaktion jedoch beinahe für über vier Monate im Gefängnis.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Bundespolizisten fest, dass die Staatsanwaltschaft in Regensburg gleich in drei Fällen nach dem jungen Mann suchte. Sie war aufgrund eines aktuellen Ermittlungsverfahrens wegen Drogendelikten an seinem Aufenthaltsort interessiert. Zudem hatte das Amtsgericht Cham den gebürtigen Oberpfälzer wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bereits zweimal zu Geldstrafen verurteilt. Die geforderte Summe in Höhe von insgesamt rund 1.500 Euro hatte er jedoch bisher nicht bezahlt. Mangels finanzieller Möglichkeiten drohte ihm nun ersatzweise eine 130-tägige Haft. Zu seinem Glück zahlte sein Vater den vierstelligen Betrag bei der Polizeiinspektion Cham und bewahrte seinen Sohn vor dem Gang ins Gefängnis.

 

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