Sind zum Glück noch nicht am Limit!

Im absoluten Kapazitäten-Notfall eine Verlegung des Patienten innerhalb Bayerns geplant

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Ja, es gebe Regionen im Landkreis Rosenheim – einzelne Gemeinden, die stärker betroffen seien als andere. Aber, wie Dr. Wolfgang Hierl (Foto) heute in der Corona-Pressekonferenz (wir berichteten bereits) betonte, werde man sich hüten, hier Namen zu nennen. Wichtig sei, dass gute Beatmungsgeräte sozusagen des ersten Ranges aktuell ausreichend da seien in den RoMed-Kliniken – 39 Plätze. Belegt seien derzeit 23. Anstreben würde man 85 maximal mögliche Plätze zur besten Behandlung. Aber noch sei man da nur angemeldet zur Aufstockung und wann geliefert werde, wisse man noch nicht. So der Geschäftsführer der RoMed-Kliniken, Dr. Jens Deerberg-Wittram, heute.

In ganz Bayern sei die Zahl der Corona-Fälle äußerst ungleich verteilt, das heißt, an anderen Krankenhäusern anderswo gebe es länger Kapazitäten und dann müsse man eigene Patienten bei einer Zuspitzung der Situation verlegen.

Denn bevor in der äußerst anspruchsvollen Corona-Beatmung eventuell schlecht geschultes Personal an auch noch mangelhaften Geräten hantiere, müsse dieser Schritt der Verlegung gegangen werden, sagte Deerberg-Wittram. Je nach Schwere der Erkrankung.

Selbstverständlich verfüge jede Klinik auch über Narkose-Beatmungsgeräte (20 Plätze) oder auch Beatmungsgeräte für Zuhause (15 Stück). Aber im schweren Fall sei eine Verlegung dann der richtige Schritt.

Auch eine Kooperation mit der Schön-Klinik in Vogtareuth laufe.

Wichtig sei, so Dr. Jens Deerberg-Wittram, dass der Bürger wisse, dass das so genannte ‘normale’ Notfall-Geschehen auf jeden Fall weiterlaufe – dringende OPs zum Beispiel seien selbstverständlich weiterhin. Da brauche sich kein Bürger Sorgen machen …

Und Dr. Wolfgang Hierl vom Gesundheitsamt ergänzte: Diese Exit-Debatte – wann alles wieder normal laufe – das könne jetzt in einer Region wie dem Landkreis Rosenheim wirklich absolut noch kein Thema sein. Erst frühestens nächste Woche könne man überhaupt eventuell eine beginnende Unterbrechung der Infektionskette durch die Ausgangsbeschränkungen ablesen. Es sei absolut wichtig, dass die Bürger die Regeln jetzt auch weiterhin strikt einhalten. Es habe gerade erst begonnen, er könne nur davor warnen, die Situation zu früh zu lockern!

Richard Schrank hatte diese dringende Bitte an die Bürger – wohl mit Blick aus dem Fenster in die schöne Frühjahrs-Sonne: Machen Sie keine Ausflüge – auch nicht zu unseren Seen – bitte bleiben Sie Zuhause!

rd

Weitere Berichte zur Pressekonferenz folgen.

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