Hinter den Kulissen in der Krise

Kurzinterview mit Aibvision-Macher Robert Siersch

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Wie die Gastronomen und Veranstalter sind auch die Kinobetreiber hart von dem Shutdown getroffen worden. Derzeit gibt es in keinem Lichtspieltheater eine Vorstellung. Sehnsüchtig warten die Verantwortlichen auf ein „Go” der Regierung, das diesem Spuk ein Ende bereitet. Wie gehen die Kinomacher mit der Situation um? Andrea Hailer von „Soulkino” sprach mit Robert Siersch (im Foto r. mit Gerhard Polt), der die Bad Aiblinger Kinos leitet.



Was fehlt Dir am meisten, seit Dein Kino zu ist?
 Die Routine in den anfallenden Arbeiten.

Dein Lieblingsplatz in Deinem Kino? Einlass und zum Filmbeginn an der Saaltüre… nicht nur zur Kontrolle, sondern auch für den magischen Moment, wenn der Vorhang aufgeht, die Vorstellung beginnt und das Publikum auf die ersten Trailer reagiert.

Wie gehst Du mit Deiner Angst um: Ich versuche das jetzt vor allem auch als Chance zu begreifen, dass wir im zukünftigen Betrieb von einigen Dingen wegkommen, die unsere Branche schon länger belasten und die krisenbedingt vielleicht doch mehr Beachtung und Dringlichkeit erfahren.

Auf was freust Du Dich am meisten, wenn wir die Kinos wieder öffnen:
Unsere Stammkundschaft endlich und hoffentlich auch gesund wiederzutreffen.

Gibt es etwas Positives an dieser Krise?
Vielleicht eben manche Prioritäten zu verschieben oder Prozesse entsprechend zu verändern.

Was ist das Besondere an der bayrischen Kinofamilie?
Die Wertschätzung bayrischer Filme und Inhalte, sowohl von unserer Kinoseite als auch vom Publikum. Es muß nicht immer Hollywood sein, was uns zutiefst bewegen oder begeistern kann.

Zur Person:
Name:
Robert Siersch
Jahrgang: 1974
Kinomacher seit: 1996
Übernahme Kino: Lindenkino 1996
Erster Film: Zu lange her…
Wenn Du kein Kino hättest, dann: … wäre ich sicherlich zumindest regelmäßiger Kinogänger.
Lieblingsszene in Deinem Kino: Wenn Besucher sichtbar begeistert nach einer Vorstellung aus dem Saal kommen.
Lieblingsmontagsspruch:
„Ach, das ist jetzt tatsächlich so durchgegangen, wie gedacht.“  (Heißt: Vom Programm her so geworden, wie beabsichtigt – Kommt jetzt leider nicht sooo häufig vor, aber ich habe die Betonung mal darauf belassen, was mir am liebsten ist.)

 

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