„Polizisten haben keine Rechte“

Audifahrer aus Großkarolinenfeld rastet bei Kontrolle in Rosenheim aus

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Beamte der Rosenheimer Polizei stellten gestern um 17 Uhr im Bereich der Innsbrucker Straße einen Audi fest, der in der Feuerwehranfahrtszone parkte und das auch noch mitten auf einem Gehweg. Am Fahrzeug konnten die Beamten dann sofort technische Veränderungen feststellen, so waren die Heckleuchten mit schwarzer Folie überklebt und zur Beweisführung sollten Fotos vom Auto eines 31-jährigen Mannes aus Großkarolinenfeld gefertigt werden.

Noch während der Aufnahme des Sachverhaltes kamen plötzlich drei weitere Personen zum Audi, offensichtlich Bekannte oder Freunde des Audi-Fahrers. Sofort wurden die Beamten aus der Gruppe heraus bedrängt und aggressiv angegangen, eine Person tat sich besonders hervor, er schrie die Beamten mit den Worten an: „Polizisten haben keine Rechte“. Der Mann wurde gebeten, die Maßnahmen der Polizei nicht zu stören und einfach weiterzugehen. Doch dies tat er nicht, er ging zu seinem Bekannten aus Großkarolinenfeld, sagte zu ihm, dass die Polizei nichts machen kann und er jetzt weiterfahren könne.

Der Aggressor, wie sich später herausstellte, ein 32-jähriger Hamburger, wurde nochmals eindringlich gebeten, zu gehen. Er baute sich vor den Beamten auf und wiederholte, dass die Polizei nichts zu sagen hätte. Der Mann sollte dann zur Seite geschoben werden und plötzlich ließ er sich zu Boden fallen, und schrie herum, dass er von der Polizei geschlagen wird. Als er sich wieder beruhigt hatte, wurde ihm von der Streife aufgeholfen und nun endlich ging der Mann weiter. Die Polizei prüft in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Rosenheim ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Während dieser Handlung versuchte der Fahrer aus Großkarolinenfeld, in aller Schnelle noch, die Rücklichter am Audi auszubauen. Doch die Beamten stellten auch dieses Vorhaben recht schnell fest. Gegen den Audi-Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet.

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