Die Masken-Produktion ist angelaufen

Vlies ist da - viel Arbeit für 350 freiwillige Näherinnen und Näher im Landkreis

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Rund 350 freiwillige Näherinnen und Näher hatten sehnsüchtig auf die zweite Lieferung des sogenannten „Aiwanger-Vlies“ gewartet. Daraus kann Nasen-Mundschutz genäht werden und der wird in allen Bereichen dringend benötigt. Inzwischen ist die Lieferung da. Insgesamt 16 Rollen des Vlieses haben Stadt und Landkreis Rosenheim erhalten. Komplett ausgerollt ergibt sich eine Länge von 6,4 Kilometern. Daraus können rund 41.000 Masken genäht werden.

Die Rollen wurden von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerkes abgeholt und dann direkt an die Firma Sefar GmbH in Edling übergeben. Das Unternehmen übernahm den Zuschnitt mit Hilfe eines Lasers. Im Anschluss wurden die zugeschnittenen Teile in 50er-Bündel gepackt und an die rund 350 freiwilligen Näherinnen und Näher ausgeliefert, die sich in den vergangenen Wochen über die E-Mail-Adresse maskenhilfe@kfv-rosenheim.de gemeldet hatten.

Einsatzkräfte von Feuerwehren und Wasserwacht brachten die Bündel zu den vielen Freiwilligen nach Hause. Die haben dann zwei bis drei Tage Zeit die 50 Masken zu nähen, bevor sie wieder abgeholt werden. Im Anschluss werden die fertigen Masken, auf Empfehlung des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, drei Tage in einer Turnhalle zwischengelagert. Das ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, denn länger können Coronaviren nicht auf Oberflächen überleben.

Im Anschluss sind die Masken bereit für die Fahrt in die Vergabestellen der Stadt und des Landkreises Rosenheim. Von dort werden sie dann weiterverteilt an Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Ärzte, Rettungsdienste und Pflegedienste. Dass der Ablauf so reibungslos funktioniert, liegt vor allem an Kreisbrandmeister Stefan Pliegl, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

Das alles ist ein großer logistischer, organisatorischer und arbeitsintensiver Aufwand, der ohne die vielen Einsatzkräfte und freiwilligen Näherinnen und Näher überhaupt nicht möglich wäre, lobten der stellvertretende Landrat Josef Huber und Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Maskenproduktion. „Diese großartige Aktion zeigt den starken Zusammenhalt in der Bevölkerung. Jeder hilft, wo er kann, damit die Corona-Pandemie in der Region gemeistert werden kann“, waren sich beide einig.

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