„Oktoberfest-Absage ist ein wirtschaftliches Desaster”

MdL Franz Bergmüller (AfD) kritisiert Entscheidung und fordert, dass wenigstens das Rosenheimer Herbstfest stattfindet

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Es ist fix: Das Oktoberfest wird aufgrund der Corona-Situation in diesem Jahr nicht stattfinden. Franz Bergmüller, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im
Bayerischen Landtag, kritisiert diese Entscheidung scharf. Damit sei ein „wirtschaftlicher Schaden ungeahnten Ausmaßes“ beschlossen worden, teilt er in einer Pressemitteilung mit.

„Von der Durchführung der Wiesn hängen unzählige Existenzen und ganze Branchen ab“,
sagt der Landtagsabgeordnete Franz Bergmüller, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, „es ist wirtschaftlich unverantwortlich, ein für unsere bayerischen Betriebe so elementares Ereignis einfach abzusagen.“ Den Grund der Absage, die nötigen hygienischen Sicherheitsmaßnahmen seien auf dem Oktoberfest nicht durchführbar, kann der Politiker so nicht akzeptieren. „Es ist natürlich klar, dass Senioren und generell Risikogruppen die Wiesn in diesem Jahr nicht besuchen hätten können“, so Bergmüller, „für junge, gesunde Menschen wäre eine eventuelle Infektion mit dem Coronavirus jedoch hinnehmbar! Nur so können wir die Herdenimmunität erreichen und zeitnah in einen Normalzustand zurückkehren.“

Ein Impfstoff gegen den Erreger wird derzeit nach Expertenmeinung erst ab Mitte 2021 erwartet. Die jetzigen Maßnahmen bis zu diesem Zeitpunkt weiterzuführen, ist für den wirtschaftspolitischen Sprecher untragbar. Er befürchtet weitreichende Konsequenzen für die bayerische und gesamtdeutsche Wirtschaft. „Wir steuern momentan auf einen wirtschaftlichen Schaden ungeahnten Ausmaßes hin. Wenn das Oktoberfest ausfällt, werden viele Gastronomen, aber auch touristische Betriebe und Schausteller in diesem Jahr vor dem Aus stehen“, prophezeit Bergmüller, „sämtliche staatlichen Hilfen und Zuschüsse sind dann nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Der Landtagsabgeordnete hatte schon von Beginn an den schwedischen Weg im
Kampf gegen die Verbreitung des Virus gefordert. „Schweden setzt ganz klar auf
Durchseuchung und Herdenimmunität“, so der Politiker, „dieses Land schafft es so,
selbstverständlich bei gleichzeitigem Schutz der Risikogruppen, gegen das Coronavirus
vorzugehen, ohne die Wirtschaft zu ruinieren. Leider hat sich Deutschland, und dabei auch besonders Bayern, für den falschen Weg entschieden.“

Dass das Oktoberfest auch in Ausnahmesituationen durchführbar ist, zeigen nicht zuletzt die Jahre während des Irakkrieges. „Wie auch jetzt waren zu dieser Zeit viele Menschen besorgt. Damals fürchtete man sich vor möglichen Anschlägen, heute vor einer Virusinfektion“, weiß Bergmüller, „Fakt ist, dass dadurch wesentlich weniger Besucher auf die Theresienwiese kommen, was so schon per se die Ansteckungswahrscheinlichkeit verringert.“

Auch in Hinsicht auf die sozialen Effekte kritisiert MdL Franz Bergmüller die Absage des
Oktoberfestes scharf. „Die Nebenwirkungen der Maßnahmen übertreffen die
Hauptwirkungen des Virus schon seit langem“, so der Politiker, „die Verbote,
Einschränkungen und Pflichten stehen nichtmehr in Relation zu der Gefahr, die von Corona ausgeht. Wir müssen jetzt handeln und in die Normalität zurückkehren. Anderenfalls stehen wir schon bald vor einer wirtschaftlichen, aber auch sozialen und gesundheitlichen Katastrophe.“

Herbstfest ist möglich

Als örtlicher Stimmkreisabgeordneter, wirtschaftspolitischer Sprecher der bayerischen AfDFraktion und ehemaliger jahrzehntelanger Wirtesprecher hält Franz Bergmüller auch eine Durchführung des Rosenheimer Herbstfestes für möglich. „Der Vorlauf für die Planungen kann dafür bis zu zwei Monate hinausgezögert werden“, so der Politiker, „derzeit kann niemand sicher vorhersagen, ob sich die Infektionsrate in den Sommermonaten nicht doch sehr abflacht.“

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Ein Kommentar zu “„Oktoberfest-Absage ist ein wirtschaftliches Desaster”

  1. Da könnten wir doch dann das Pfingstfest an Allerheiligen machen, die Sommerfeste im Advent und den Totensonntag einmal im Monat im kompletten neuen Jahr. Was sich der Aiblinger AfD´ler an widerwärtigen Post8ings gegenüber der Bundeskanzlerin erlaubt hat, toppt der Unterlauser “Retter der Gastronomie” jetzt noch einmal mit einem gemeingefährlichen Vorschlag! Ein Volksfest für all diejenigen, die schon beim nicht rechtzeitig abgesagten Starkbierfest als Pandemiebeschleuniger unterwegs waren, übersteigt meine reale Vorstellungskraft. Fehlt nur noch der Vorschlag, als Bedienungen die armen Tiroler KollegInnen aus Ischgl, Sölden und dem Zillertal einzusetzen …..

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