Trotz Abstand den Kindern nah

Kreativ in Corona Zeiten: Einblicke in das AWO Haus für Kinder in Heufeld

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Normalerweise kümmert sich das Team der AWO Haus für Kinder HEUFELD um rund hundert Krippen- und Kindergartenkinder. Derzeit ist es nur eine kleine Gruppe von Kindern durch eine Notgruppe besetzt. Seit der Schließung teilen sich die Pädagogen  in Gruppen und Schichten auf, um diese Notgruppe zu gewährleisten. Kinder, welche derzeit den Kindergarten besuchen haben trotz allen Umständen eine schöne, zauberhafte und entspannte Zeit.

Foto: In der Kistenbücherei stehen jeden Tag Bücher zum Abholen bereit

Alle anderen Pädagogen, die nicht im Dienst sind arbeiten von Zuhause an Konzepten, Standards und Aufgaben. Durch tägliche Videokonferenzen wird der Kontakt gehalten und sich ausgetauscht. Alle sind jederzeit auf Abruf einsatzbereit.

Besonders für Kinder und deren Familien, aber auch für die Pädagogen stellt diese besondere Situation vor neue Herausforderungen. Aber alles Schlechte hat auch sein Gutes. Die Leute vom AWO-Haus sind überrascht, wie schnell sie sich umorganisiert haben und durch neue entdeckte Ressourcen Wege gefunden haben, um aktiv weiter arbeiten zu können. Auch der bisher unbekannten Technik wie, Telkos oder virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten haben sie getrotzt.

Im Team sind sich alle einig, dass es das Wichtigste ist, mit den Kindern und Eltern in Kontakt zu bleiben. Die Mitarbeiter wollen weiterhin ein Teil im Leben der Kinder sein und ihnen das Gefühl geben, dass sie da sind. Daher sind alle sehr bemüht, sich immer wieder etwas Außergewöhnliches einfallen zu lassen. Dabei verlassen sie auch gerne ihre Komfortzonen. Ostergrüße per Post deren Inhalt Experimente, Kurzgeschichten, Fingerspiel usw. waren, sind erst der Anfang.

Die vielen tollen Rückmeldungen der Eltern haben alle motiviert. Vor kurzem wurde eine Cloud an alle Eltern geschickt. Die Inhalte waren virtuelle Falt – und Gestaltungsanleitungen, eine Geschichte und ein Fingerpuppenspiel, alles live von Pädagogen aufgenommen. Trotz Kontaktverbot will das Team das „wir gehören zusammen“ nicht verlieren. Darum hängt vor der Haustür ein Ast, auf den Kinder und Eltern ihre Wünsche, Mutmach-Sprüche oder Botschaften anbinden können. Darüber freuen sich auch fremde Spaziergänger. In einem Fotobuch können Kinder ihr gemaltes Kunstwerk einkleben und die der anderen betrachten, quasi in Erinnerungen schwelgen.

Ein neues Highlight ist die Kistenbücherei. Bücher sind zum Anfassen da. Darum können die Kitakinder eine Bücherbestellung am Postkasten aufgeben. Die Mitarbeiter stellen die Bestellung zusammen und am nächsten Tag kann diese während der Öffnungszeit vor der Haustür abgeholt werden.

Auch den Eltern versuchen sie etwas Gutes zu tun. Durch Telefonate versuchen die Pädagogen zu unterstützen, zuzuhören oder die ein oder andere Anregung zu geben. Auch Einladungen zu einem digitalen Elternstammtisch gibt es. Virtuelles Ratschen mit anderen Eltern zusammen mit Pädagogen, bei einem Glas Wein in gemütlicher Runde hilft für kurzzeitige Abwechslung. Ideen um präsent zu bleiben sind in Arbeit.

Wöchentlich verändern sich die Rahmenbedingungen und die unterschiedlichsten Informationen machen die Runde. Alle sitzen im gleichen Boot und wenn alle gemeinsam in eine Richtung rudern, erreichen sie das Ziel ganz sicher.

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