Zum Aufruhr in seiner Heimat angestiftet?

Serbe (42) wurde seit drei Tagen gesucht und gestern bei Kiefersfelden festgenommen

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat gestern einen Serben auf richterliche Anordnung hin in München in eine Haftanstalt eingeliefert. Der Mann wurde von der serbischen Justiz mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Ihm drohen in seiner Heimat bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug.

Der serbische Pkw-Fahrer wurde im Rahmen der Grenzkontrollen im Landkreis nahe Kiefersfelden festgenommen. Bei der Überprüfung seiner Personalien fanden die Bundespolizisten mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass er seit drei Tagen auf Veranlassung des Obersten Gerichtshofs in Belgrad über die serbischen Landesgrenzen hinaus gesucht wurde.

Dem 42-Jährigen wird vorgeworfen, im April dieses Jahres auf mehreren Internet-Plattformen zum Aufruhr in seiner Heimat angestiftet und somit zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in Serbien beigetragen zu haben. Nach serbischem Recht ist für dieses Vergehen eine fünfjährige Haft als Höchststrafe vorgesehen.

Entsprechend der Anordnung der verständigten Generalstaatsanwaltschaft in München wurde der verhaftete Serbe beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Anschließend brachten ihn die Beamten gemäß der richterlichen Entscheidung in eine Münchner Justizvollzugsanstalt. Dort muss er vorerst auf seine Auslieferung nach Serbien warten

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