Zwei Drittel der Pflegeheime sind Corona-frei

Landkreis investierte bisher 1,2 Millionen Euro in Schutzausrüstung

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In etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell keine Fälle von COVID-19. Das ist das Ergebnis einer Sichtung aller Einrichtungen, die von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim und der Örtlichen Einsatzleitung beauftragt und begleitet wurde.

Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen und Hilfe anzubieten und zu leisten. Von den Verantwortlichen im Gesundheits- sowie im Katastrophenschutz waren die Pflegeheime schon früh als mögliche Hotspots erkannt worden. So wurde beschlossen, alle Häuser zu besuchen um den Status bezüglich Personal, Patienten- bzw. Bewohnerklientel und Material festzustellen.

Neben den gut 40 Covidfreien Häusern gibt es 18, in denen das neuartige Corona-Virus bei Bewohnern, zum Teil aber auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgewiesen wurde. Die Erkundungsteams stießen auf ganz unterschiedliche Probleme. Fachpersonal wurde gebraucht, aber auch Schutzausrüstung. Wobei der Einsatz von externem Personal nicht immer ohne weiteres möglich ist, weil beispielsweise Gebärdensprache beherrscht werden muss.

Bei der Schutzausrüstung bemühte sich der Landkreis Rosenheim massiv, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen. 1,2 Millionen Euro wurden bisher ausgegeben. In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesucht, um infizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, um Infizierte von negativ Getesteten zu trennen. Für die Pandemiebeauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert.

Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung waren fünf Erkundungsteams im Einsatz. Jedem gehörte jeweils ein Arzt mit rettungsdienstlicher Erfahrung, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen an.

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