Offene Jugendarbeit in geschlossenen Zeiten

Kleinkunsttage im Jugendzentrum Bad Aibling sind in diesem Jahr online in drei Teile gegliedert

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Auch das Jugendzentrum Bad Aibling unter der Trägerschaft des BRK-Kreisverband Rosenheim ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Seit dem 1. Januar 2020 ist das Bayerische Rote Kreuz der neue Träger des Jugendzentrums Bad Aibling (vormals Mosaik). Die ersten Monate im Jahr 2020 im Jugendzentrum Bad Aibling waren geprägt von der Inbetriebnahme, pädagogischer und konzeptioneller Planung über die zukünftige Ausrichtung und Gestaltung des Jugendzentrums.

„Wir haben die Zeit intensiv genutzt, um als Team strukturell und konzeptionell zusammen zu wachsen und einen gemeinsamen Fahrplan für die Angebote und Projekte im Jugendzentrum zu entwickeln”, sagt Amelie Guggenberger, Teamleitung „Kinder, Jugend & Familie” beim BRK-Kreisverband Rosenheim. Mit dem Projekt #createyourjuz ging in der ersten Märzwoche eine umfängliche Beteiligungsplattform an den Start, bei der Jugendliche in verschiedenen kleineren Projekten die Möglichkeit bekommen sollten, durch das Einbringen ihrer Ideen und Wünsche eine Vision ihres Jugendzentrums der Zukunft zu entwerfen.

Ziel der Maßnahme ist, diese Vorstellungen der Heranwachsenden umfänglich in die konkrete Arbeit einfließen zu lassen. Doch durch die Covid19 bedingte Schließung ist derzeit an eine Weiterführung des Projektes vor Ort im Jugendzentrum nicht zu denken. Um eine Weiterführung dieses Angebotes und anderer Formate zu ermöglichen, bietet das Jugendzentrum Projekte online in digitaler Form an. Gebündelt werden diese in einem virtuellen Jugendzentrum. „In den verschiedenen Kanälen sollen möglichst viele Angebote für und mit den Jugendlichen realisiert werden. Zusammenfassend geht es zunächst um Beratung, Information und vor allem digitale kreative Beteiligungsprojekte für junge Menschen“, erläutert Mira Struckmeier, Leitung des Jugendzentrums den digitalen Treff.

Aktuell kann keine persönliche Beratung in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums stattfinden, die hauptamtlichen Mitarbeiter_innen bieten ihre Beratungstätigkeit  telefonisch und per E-Mail an. Jedoch gibt es keine Beratungstätigkeit in den sozialen Medien, da bei der Begleitung, Unterstützung oder Austausch von persönlichen Problemen/Problemlagen der Jugendlichen eine gesicherte private Atmosphäre herrschen soll.

Parallel zum Aufbau des virtuellen Jugendzentrums konnten eine Reihe digitaler
kreativer Projekte entwickelt werden, die unter verschiedenen Hashtags, wie #hiphop, in den kommenden Wochen realisiert werden sollen.
Mit den Kleinkunsttagen startet das Jugendzentrum Anfang Mai – dieses Mal in
einer dreiteiligen Online-Ausgabe. Unter dem Hashtag #kijuzo sind alle Informationen zu bekommen, um bei diesem „jugendlichen kreativen Wahnsinn“ mitzumachen. Mit Teil I vom 8.Mai – 10. Mai 2020 geht es um kreatives Schreiben, Fotografie und Musikvideo. Anschließend im Teil II werden Mikroprojekte als tägliche kreative Anregung geboten und Teil III bringt die konkrete Umsetzung der Ideen der beteiligten Jugendlichen bzw. Abschluss des Projektes. Konkrete Informationen zu Anmeldung und Ablauf sind ab heute auf der Homepage www.juz-aibling.de, bei Facebook, discord oder Instagram zu finden.

Weiterhin laufen die weitere Planung und Vorbereitung von Veranstaltungen vor Ort, wenn auch eine Realisierung durch die Covid19 bedingten notwendigen Auflagen in diesem Jahr im Jugendzentrum wohl schwer möglich sein wird. Auch an einen regulären Offenen Betrieb ist aktuell nicht zu denken.
Herausforderungen bleiben – mit den digitalen Angeboten neue Zielgruppen für
die Offene Jugendarbeit in Bad Aibling zu gewinnen. Dazu sollen die aktuellen
Bedarfe der Jugendlichen erfasst und die digitale Angebotsstruktur im virtuellen
Jugendzentrum schrittweise weiterentwickelt werden. Parallel laufen die
vorbereitenden Maßnahmen, die Räumlichkeiten wieder für Jugendliche öffnen
zu können, sobald dies möglich ist.

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