Zwei zusätzliche Rettungsfahrzeuge und mehr Dienstzeiten

Neuer Standort Bad Feilnbach soll Versorgung der Menschen in den Bereichen Bad Aibling und Flintsbach stärken

image_pdfimage_print

Um die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Rosenheim weiter zu verbessern, sollen zwei neue Standorte für Rettungsfahrzeuge geschaffen, sowie ein bereits vorhandener Standort weiter ausgebaut werden. Das ist in der gestrigen Sitzung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim einstimmig beschlossen worden.

Vorlage für die Maßnahmen war eine Detailanalyse, die für die vier rettungsdienstlichen Versorgungsbereiche Bad Endorf, Bad Aibling, Flintsbach am Inn und Agatharied erarbeitete wurde. Die Untersuchung wurde für den Zeitraum von 01. August 2018 bis 31. Juli 2019 vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (kurz INM) durchgeführt.

Ergebnis der Studie ist, dass in den Bereichen Bad Endorf, Bad Aibling und Flintsbach die Zeit von zwölf Minuten, bis zum Eintreffen des Rettungsfahrzeuges, nicht eingehalten werden kann. Vorgeschrieben ist hier, dass dies in 80 Prozent der Fälle gewährleistet sein muss. Im Bereich Bad Endorf lag der Wert im Untersuchungszeitraum bei 73,9 Prozent, in Bad Aibling bei 78,1 Prozent und in Flintsbach am Inn bei 78,9 Prozent. Im Rettungsdienstbereich Agatharied erreichten 80,9 Prozent der Rettungsfahrzeuge den Patienten innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Minuten.

Um die Standorte Bad Endorf, Bad Aibling und Flintsbach zu stärken, wurden von den Mitgliedern des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung verschiedenen Maßnahmen beschlossen. In Bad Feilnbach und im Norden von Eggstätt sollen zwei neue Stellplätze für einen Rettungswagen geschaffen werden. Die Bereitschaft des Standortes in Feldkirchen-Westerham soll zeitlich ausgebaut werden. Für Agatharied sind aktuell keine Maßnahmen vorgesehen.

Der geplante neue Standort im Norden von Eggstätt soll vor allem den Versorgungsbereich Bad Endorf entlasten. Wie die Studie gezeigt hat, kam es vor allem zu Engpässen, wenn es zeitgleich mehrere Einsätze in den Gemeinden Amerang, Bad Endorf oder Halfing gegeben hat. Auch Fahrten nach Gstadt am Chiemsee waren von Bad Endorf aus aufgrund der Entfernung in der Regel nicht in zwölf Minuten zu schaffen. Der neue Standort soll dieses Problem beheben. Das Fahrzeug soll hier täglich von 9 bis 21 Uhr bereitstehen – insgesamt 84 Stunden pro Woche.

Der zusätzliche Standort in Bad Feilnbach soll die Versorgung der Menschen in den Versorgungsbereichen Bad Aibling und Flintsbach stärken. In Bad Aibling kam es vor allem zu Fristüberschreitungen bei Fahrten nach Tuntenhausen oder Bruckmühl sowie bei zeitgleichen Einsätzen in Bad Feilnbach. In Flintsbach am Inn war der Hauptgrund für die Überschreitung der 12-Minuten-Frist Einsätze im benachbarten Versorgungsbereich Bad Aibling. Insgesamt 310 Mal fuhr der Rettungswagen in den benachbarten Versorgungsbereich. Der neue Standort in Bad Feilnbach soll täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt sein – insgesamt ebenfalls 84 Wochenstunden.

Außerdem wird die Bereitschaftszeit des Rettungswagens am Standort in Feldkirchen-Westerham um 26 Stunden pro Woche erhöht. Er ist dann täglich von 6 bis 24 Uhr sowie an den Wochenenden durchgängig einsetzbar. Dies soll den Versorgungsbereich Bad Aibling zusätzlich stärken.

Die entsprechenden Verträge mit dem Bayerischen Roten Kreuz für den Standort Feldkirchen-Westerham sollen dementsprechend angepasst werden. Für die neuen Standorte in Eggstätt und Bad Feilnbach wird es eine öffentliche Ausschreibung geben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren