Der bange Blick auf die Zahlen …

Stadt und Landkreis Rosenheim droht Rücknahme der Lockerungen - Pro Woche nur 50 Fälle pro 100.000 Einwohner „erlaubt"

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Die Corona-Regeln wurden – wie berichtet – ab dem heutigen Mittwoch erneut gelockert. Doch die Lockerungen sollen offenbar dann zurückgenommen werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einem Landkreis binnen sieben Tagen die Zahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner (siehe die Grafik für den Landkreis Rosenheim) übersteigt. Das ist aktuell in der Stadt Rosenheim der Fall! In ihrem Beschluss haben Bund und Länder diese Art der Sicherung eingebaut, es müsse dann „sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden“, die eben auch sofort umgesetzt werden müssten …

Als wichtigsten Teil der Beschlüsse bewertet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder diese Vereinbarung, dass bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen in einem bestimmten Gebiet wieder verschärfte Einschränkungen greifen sollen. Diese Notbremse, das sei sozusagen die Notfall-Police, sagte Söder am Nachmittag. Da müsse man dann einschreiten.

Wenig Begeisterung dürfte darüber gerade in der Stadt Rosenheim herrschen – wie ein Regierungssprecher betonte, sei die kreisfreie Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Greiz in Thüringen aktuell nämlich die beiden einzigen Bereiche ganz Deutschlands, die in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner hatten. Das gehe aus Zahlen des Robert-Koch-Institutes hervor, hieß es.

Wie genau die Rücknahme von den Lockerungen nun ausschaue, das konnte bei der Stadt Rosenheim am Nachmittag nun auch niemand sagen. Man werde sich informieren und noch heute dazu eine Presseerklärung herausgeben, sagte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage der Wasserburger Stimme am Nachmittag.

Mit diesen regionalen Pandemie-Plänen wolle man eine zweite Corona-Welle, eine erneute Ausbreitung und einen damit verbundenen erneuten Lockdown fürs ganze Deutschland verhindern, so die Bundesregierung.

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