Die verflixte 50: Rosenheim nimmt’s gelassen

Weit und breit höchster Wert: Die Stadt sieht keine Veranlassung für Konsequenzen - Appell des Migrationskreises

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Die Stadt Rosenheim kommt aus den Corona-Schlagzeilen nicht heraus: Laut der Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei der Siegen-Tage Inzidenz liegt die Stadt erneut über der bundesweiten Obergrenze 50 pro 100.000 Einwohner: Nämlich bei nun 53,69. Zudem steht am Wochenende die nächste Demo vor der Türe …

Die Rosenheimer Behörden sehen die 50er-Marke gelassen, solange nicht in der Allgemeinbevölkerung vermehrt Neuinfektionen auftreten würden. Das liege halt an den in den Asylunterkünften regelmäßig durchgeführten Reihen-Testungen, hieß es jetzt von der Stadtverwaltung in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Der Migrationskreis Rosenheim fordert unterdessen „eine menschenwürdige Unterbringung und ein Ende der krankmachenden Zustände”. Die beengten Bedingungen in den Unterkünften hätten zur Folge, dass die Corona-Infektionen ansteigen. Das Mindeste seien Einzelzimmer sowie die Auflösung der Lagerunterbringung und eine dezentrale Unterbringung, so der Migrationskreis.

Wie berichtet, wurden aus einer Asylbewerberunterkunft in der Oberaustraße, die aus zwei Gebäuden besteht – eingezäunt per Bauzaun – 58 Bewohner in einen anderen Landkreis verlegt, darunter 21 Infizierte. Die Behörden gehen aber davon aus, dass sich diese Verlegung in der Statistik erst ab dem morgigen Samstag, 16. Mai, widerspiegeln werde, heißt es.

Rosenheims neuer Oberbürgermeister Andreas März hatte diese Woche in der Rundschau des Bayerischen Fernsehens erklärt, seine Stadt habe kein wirkliches Problem mit den Fallzahlen. Wenn man die Infektionen in Asylbewerber-Unterkünften, die man ja lokalisieren könne, herausrechne, liege die Sieben-Tage-Inzidenz in Rosenheim um ein Vielfaches niedriger. Deshalb sehe man derzeit keine Veranlassung, die Stadt unter Quarantäne zu stellen.

Quelle Bayerischer Rundfunk

 

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