Ein Ort des Friedens

Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren bei uns stark verändert. Die herkömmliche Erdbestattung rückt immer mehr in den Hintergrund, die Urnenbegräbnisse nehmen stetig zu. Diesem Wandel trägt die Gemeinde Bad Feilnbach Rechnung, deshalb wurde im vergangenen Jahr beschlossen, am Gemeindefriedhof in Au einen Gedenkwaldgarten zu errichten, in dem vielfältige Urnenbestattungen möglich sind. Die ersten Bauarbeiten der Firma Hofer starteten im vergangenen September, seit Ende Mai ist die parkähnliche Anlage nun fertig gestellt.

Foto: Bürgermeister Anton Wallner bei der Eröffnung

Am Samstag, den 27. Juni, gab es nun die offizielle Eröffnung vor geladenen Gästen. Neben Michael Hartl und Stephan Rüttenauer von der Gedenkwald GmbH dankte auch Bürgermeister Anton Wallner in seiner Ansprache allen Beteiligten und wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die ausführende Gedenkwald GmbH diesen Bau ausschließlich auf eigene Rechnung getätigt hat. „Trotzdem ist der Gedenkwald auch offen für andere Bestattungsdienstleister“, merkte er an. Ein großes Herzensanliegen für das Gemeindeoberhaupt war es auch, dass hier keine anonymen Bestattungen möglich sind. Wallner: „Die Menschen sollen auch über den Tod hinaus ihr Gesicht wahren können.“ Er wies auch auf die Lage der Parkanlage hin, in der Besucher einerseits den Blick in die Berge haben und andererseits auch den Kirchturm der Auer Kirche sehen könnten. „Das symbolisiert den Bezug zu unserer christlichen Kultur.“ Abschließend wünschte er, dass „dieser Friedhof den Trauernden den Frieden bringen möge, den sie hier suchen.“

Im Anschluss an Wallners Rede gab es den ökumenischen Segen von Pfarrerin Katharina Rigo (ev.) und Pfarrer Ernst Kögler (kath.).