Verfolgungsfahrt auf der Autobahn

Der Fahrer eines Kleintransporters hat am Mittwoch für eine kurze Verfolgungsfahrt auf der Inntalautobahn gesorgt. Offenbar hatte er kein Interesse an einer grenzpolizeilichen Kontrolle durch die Bundespolizei und missachtete die unmissverständlichen Signale der Beamten. Dies kann für den Polen nun richtig teuer werden.

Der 24-Jährige wurde auf Höhe Kiefersfelden von der A93 in das Kontrollzelt gewunken. Zuvor hatte ihm ein Beamter beim Sichtungshalt auf der Fahrbahn sogar erklärt, dass er sich für eine weitergehende Überprüfung in die Kontrollstelle zu begeben hätte. Der Fahrzeugführer nickte und tat so, als ob er der Anweisung folgen wollte. Dann gab er jedoch Gas und fuhr an der Kontrollstelle vorbei. Ein Streifenwagen nahm sogleich die Verfolgung auf. Rasch konnte der Transporter eingeholt und an der Anschlussstelle Oberaudorf aus dem Verkehr gezogen werden. Der Fahrer zeigte sich nicht gerade kooperativ und wollte keine Angaben zu seinem „Durchbruch“ machen. Bei der anschließenden Kontrolle wurde dann klar, weshalb er eine eingehende Überprüfung meiden wollte: Er hatte keine Papiere dabei.

 

Die Rosenheimer Bundespolizei leitete gegen den polnischen Staatsangehörigen daher gleich zwei Bußgeldverfahren ein: Eines wegen des Nicht-Mitführens eines Passes bei der Einreise und eines wegen des Sich-Nicht-Unterziehens der Kontrolle beim Grenzübertritt. Den gesetzlichen Bestimmungen zufolge kann die erstgenannte Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 3.000 und die zweitgenannte mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.