Im Zug zwei Jugendliche belästigt

Mutmaßlichen Sexualstraftäter gestern in Rosenheim festgenommen

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Einen mutmaßlichen Sexualstraftäter hat die Bundespolizei am gestrigen Mittwoch in Rosenheim festgenommen. Der Tatverdächtige aus Kroatien wird beschuldigt, in einem Zug zwischen Kufstein und Rosenheim eine 17- und eine 19-Jährige sexuell belästigt zu haben. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 40-Jährige am heutigen Donnerstag in Untersuchungshaft genommen, meldet die Polizei am Nachmittag.

Die Notfallleitstelle der Bahn informierte gestern die Rosenheimer Bundespolizei über mögliche exhibitionistische Handlungen eines Mannes, der gerade in einem Regionalzug in Richtung Rosenheim fahre. Am Rosenheimer Bahnhof gelang es den verständigten Bundespolizisten, den mutmaßlichen Exhibitionisten festzunehmen.

Die beiden jungen Frauen, die von dem Mann während der Zugfahrt offenkundig sexuell belästigt worden waren, wurden zum Tathergang befragt. Ihren Schilderungen zufolge soll sich der Fremde auf höchst unangenehme Weise aufdringlich verhalten haben. Er habe sie an den Oberschenkel gefasst und an der Wade berührt. Die Minderjährige sei von ihm sogar regelrecht bedrängt worden. Gleichzeitig habe er seinen Hosenbund samt Unterwäsche angehoben und sich mit der Hand an die Genitalien gefasst.

Recherchen der Bundespolizei in Rosenheim zufolge war der kroatische Staatsangehörige nur wenige Stunden vor seiner Festnahme von der österreichischen Polizei wegen eines Sexualdelikts angezeigt und anschließend des Landes verwiesen worden. Auch die Bundespolizei in Augsburg hatte den Mann in den letzten zwei Tagen in mehreren Fällen wegen sexueller Belästigung und Leistungserschleichung angezeigt. Außerdem ermittelt die Münchner Polizei gegen den polizeibekannten Kroaten, der offenbar schon im April und Anfang Juli wegen möglicher Gewalttaten mehrfach auffällig geworden war.

Die Staatsanwaltschaft beantragte beim Amtsgericht in Rosenheim heute, den Beschuldigten in Untersuchungshaft zu nehmen. Der zuständige Ermittlungsrichter hat diesem Antrag entsprochen.

Bundespolizisten brachten den mutmaßlichen Sexualstraftäter in eine Justizvollzugsanstalt.

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