Abschaffen der Maskenpflicht!

Franz Bergmüller (AfD) verurteilt Landtags-Auftritt von Stefan Löw, fordert jedoch eine Abkehr von der Maskenpflicht

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Im Rahmen der vergangenen Plenarwoche kam es bei einem Redebeitrag des AfD-Abgeordneten Stefan Löw zu einem Eklat. Franz Bergmüller (Foto) distanziert sich öffentlich von dessen Verhalten. Nichtsdestotrotz ist die Maskenpflicht im Bayerischen Landtag und ganz Bayern für den wirtschaftspolitischen Sprecher der bayerischen AfD-Fraktion nicht hinnehmbar.

Als der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Löw vergangenen Woche im Rahmen der 51.
Plenarsitzung im Bayerischen Landtag zur Problematik der Gedenksteine und Denkmäler verurteilter NS-Hauptkriegsverbrecher auf Friedhöfen sprechen sollte, missbrauchte der Politiker seine Redezeit für einen höchst unangemessenen Auftritt. MdL Stefan Löw trat mit einer Gasmaske ans Rednerpult und weigerte sich auch nach mehrmaliger Aufforderung durch Sitzungspräsidenten Alexander Hold, die Maske abzusetzen. Nachdem ihm zunächst eine Rüge erteilt wurde, wurde dem Abgeordneten schließlich die Redezeit entzogen. Prof. Dr. Jörg Meuthen, Bundessprecher der AfD, verurteilt den Auftritt Löws als „unangemessen und höchst peinlich“.

Dazu das Statement von Franz Bergmüller, wirtschaftspolitischem Sprecher der bayerischen AfD-Fraktion:

„Ich schließe mich in dieser Sache der Stellungnahme von Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen an und distanziere mich in aller Deutlichkeit von diesem untragbaren und geschmacklosen Auftritt Stefan Löws. Gerade im Zusammenhang mit NS-Kriegsverbrechen ist das Verhalten des Abgeordneten in keiner Weise zu rechtfertigen.
Die Maskenpflicht in Bayern und auch im Maximilianeum ist jedoch auch für mich nicht
akzeptabel. Anstatt die Infektionszahlen in Relation zur Gesamtbevölkerung realistisch
einzuschätzen und ‚die Kirche im Dorf zu lassen‘, wird in Bayern weiterhin auf Panikmache und einschneidende Maßnahmen gesetzt. Die Maskenpflicht wurde im Bayerischen Landtag erst kürzlich weiter verschärft. Während die Landtagspräsidentin Ilse Aigner sich noch Ende April gegen eine solche Regelung aussprach, drohen bei Nichtbeachtung der Maskenpflicht Mitarbeitern und Abgeordneten jetzt hohe Strafen.

Dabei ist der Nutzen des Tragens einer Maske hochumstritten und wird von vielfältigen
Gefahren begleitet. So können gerade diese Masken bei falscher Benutzung zu einer
Sammelstätte an Viren und Bakterien werden und auch das alleinige Tragen des
Mundschutzes kann, gerade bei vorbelasteten Menschen, zu gesundheitlichen Problemen führen.
Die enormen Auswirkungen derartiger Regelungen zeigen sich auch in der Wirtschaft. Laut dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel könnte sich der Rückgang der privaten Kaufkraft von 13 Prozent im zweiten Quartal 2020 alleine durch eine Lockerung der Maßnahmen erholen. Das wäre auch dringend nötig. In einer aktuellen ifo-Studie gaben 21 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland an, die Auswirkungen der Coronakrise als für sich „existenzgefährdend“ einzustufen. Fakt ist, dass die Maskenpflicht weder aus gesundheitlichen, noch aus wirtschaftlichen Aspekten weiterhin tragbar ist. Die Regierung muss hier endlich einlenken und die Gefahren, sowie die Infektionszahlen, realistisch einschätzen. Wir brauchen keine Panikmache und keine unnötigen Einschränkungen! Die Maskenpflicht muss zum Wohle der Bevölkerung und
der Wirtschaft endlich fallen!“

Pressemitteilung Franz Bergmüller

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2 Kommentare zu “Abschaffen der Maskenpflicht!

  1. Der Sinn der Maskenpflicht im bayerischen Landtag und ebenso in Geschäften erschliesst sich mir nicht. Im bayerischen Landtag verkehren erwachsene aufgeklärte Menschen, die wissen, wie man Abstand hält. Indem sie sich selbst die Maskenpflicht aufzwingen, reduzieren sie sich auf unmündige Bürger, die anscheinend nicht wissen, wie man mit Eigenverantwortung miteinander umgeht. So signalisiert man den Bürgern, ‚selbst wir Politiker schaffen es nicht, Abstand zu halten, und deswegen müssen wir uns selbst zu den Masken zwingen‘. Was für ein irrsinniges Vorbild! Im Handel gehören die Masken längstens abgeschafft, zumindest in den Bundesländern, die extrem niedrige Neu-Infektionen bis hin zu Null haben, wie z.B. Mecklenburg-Vorpommern, oder auch Rheinland-Pfalz. Dort, wo man kaum noch jemandem begegnen kann, der einen anstecken kann, kann man natürlich auf die Schutzwirkung der Masken verzichten. Oder ist ein Fall bekannt, wo sich jemand in einem Laden angesteckt hat? Das Virus wird vermutlich für immer irgendwo mal wieder ausbrechen, deshalb ist es sinnlos, auf eine Impfung zu warten, die vielleicht nie in der erhofften Form kommt, bevor man den Maskenzwang abschafft. Das hiesse, die Maske eventuell für immer zu tragen.. Alle bisherigen Ziele wurden erreicht, die Verdopplungszeit, der R-Faktor, die Rückverfolgbarkeit durch die Gesundheitsämter, keine überlasteten Kliniken. Welches Ziel gilt jetzt? Ausrottung des Virus? Wird nicht gelingen. Ohne dass man ein Ziel benennt und den Bürgern eine Perspektive bietet, wird das Maskentragen immer wieder verlängert. Bis wann denn bitteschön?

    Antworten
    1. Alexander Wolff

      Grundsätzlich kann man vieles aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Sicher kann man im Landtag auf die Abstandsregeln persönlich achten. Aber welches Bild würde dies nach außen geben. Ihr das Volk, müsst die Masken tragen und wir nicht….ich finde es gut, dass auch unsere Bayerischen Politiker hier als Vorbild vorangehen.

      Wir haben dank, der Maßnahmen alles das geschafft was Sie aufgezählt haben. In anderen Regionen/Ländern sieht die Situation anders aus. Also der Beweis, dass die Maßnahmen Ihre Wirkung haben. Ähnlich wie bei Anschnallen im Auto, hier starben früher auch mehrere Menschen, weil es keine Gurtpflicht gibt. Seit die Gurtpflicht eingeführt wurde, sinken die Toten im Straßenverkehr, und unsere Autos werden immer sicherer. Keiner Verlangt, da jetzt ja so wenige im Straßenverkehr sterben, die Gurtpflicht abzuschaffen.

      Warum sollen wir das jetzt bei den Masken und Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten machen? So lange es keine wirksame Therapie gegen und zur Vorbeugung gibt, finde ich eine Abschaffung für Kontra produktiv um nicht zu sagen falsch. Das Problem bei dem Virus ist, dass man es haben kann ohne zu wissen, und ich somit Überträger sein, kann ohne es zu wissen. Deshalb sollten jeder auch jeden Schützen. In Brasilien und England, wurde so gar eine der best geschütztesten Personen des Landes mit dem Virus angesteckt, da Sie die Maßnahmen für falsch gesehen haben. Selbst der unbeirrbare Donald Trump, ein absoluter Maskengegner, sieht auf Grund der aktuellen Entwicklung keine andere Chance. Denn weltweit, wo Masken und Abstand eingehalten werden sind die Zahlen top, in den anderen Ländern nicht.

      Zum Komfort: Es geht um unsere Einstellung, ich möchte dies mal an einem anderen Beispiel erklären.

      Am Samstag, waren die Temperaturen niedriger als die Tage davor und viele haben gesagt es ist, kalt haben Jacken angezogen und drinnen gesessen. Welche Temperatur hatten wir? Um die 17°C. Ist es im Frühjahr das erste mal über 12°C warm, setzen sich die Menschen raus und genießen das tolle Wetter, da es sonst kühler oder Eiskalt war. Also das Empfinden einer Sache, hängt stark von den Umständen und der Einstellung ab. Denn 15°C sind immer 15°C ob es im Winter oder Sommer ist. Nur unsere Empfindung da wir anders gewöhnt sind, lassen uns frieren oder nicht…

      So kann man dies auch mit den Masken machen, einfach es als positiven Beitrag für mich und alle sehen. Denn wenn meinem Beispiel alle folgen, schütze auch ich mich dadurch. (Das Problem mit dem Atmen hat man im Winter nicht, hier werden Schals vor den Mund und Nase gewickelt und sogar Sport (Skifahren/Eislaufen/….damit betrieben) oder haben Sie auf der Skialm, schon von einem Gast den Satz gehört, als er zur Tür rein ist, und den Schal abgelegt hat. …..ohhh, tut das gut endlich frei Atmen. 😉

      Es sind besondere Zeiten, in denen es helfen würde wenn wir alle an einem Strang ziehen. Denn ich glaube hier sind wir uns alle einig, eine 2. Welle mit Lockdown, etc will keiner. Also lassen wir es nicht so weit kommen.

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