Gestern acht positive Fälle

Von 2193 Getesteten in Kiefersfelden: Keiner der Infizierten kam aus einem Risikogebiet - „Überall auf der Hut sein"

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Von 2.193 Einreisenden, die sich im Testzentrum an der A93 in Kiefersfelden auf das Coronavirus bislang testen ließen, liegen inzwischen die Befunde vor. Wie der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl heute mitteilt, wurden gestern acht positive Fälle durch das Labor übermittelt.

„Das entspricht einer Positivrate von 0,4 Prozent. Sechs der Urlauber stammen aus Bayern, einer aus Hamburg und einer aus Nordrhein-Westfalen.“ Nach Angaben von Dr. Hierl, hielt sich keiner der positiv Getesteten in einem Risikogebiet auf. „Die Reiseländer waren Österreich, Italien und Frankreich.“

Das Staatliche Gesundheitsamt übermittelte die positiven Ergebnisse umgehend an die betroffenen Personen und ordnete eine häusliche Quarantäne an. Zudem wurde das für den Wohnort zuständige Gesundheitsamt informiert.

Trotz der niedrigen Positivrate rät Dr. Wolfgang Hierl zur Vorsicht: „Die Testergebnisse zeigen uns einerseits, dass bislang erfreulicherweise nur ein geringer Teil der Reiserückkehrer das Virus mitbringt, allerdings erfolgten die Ansteckungen vermutlich in Nicht-Risikoländern. Das zeigt, dass man überall auf der Hut sein muss und zuverlässig die Abstands- und Hygieneregeln einhalten muss.“

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das Testzentrum an der Inntalautobahn bei Kiefersfelden seine Arbeit aufgenommen. „Der Beginn der Testungen verlief aufgrund der sehr kurzen Vorlaufzeit etwas holprig, aber mittlerweile hat sich das Verfahren mit Probenahme vor Ort, Labordiagnostik und Übermittlung der Befunde an die Getesteten gut eingespielt. Bislang müssen noch alle Testergebnisse – auch die negativen – durch das Gesundheitsamt übermittelt werden. Das bedeutet eine enorme zusätzliche Belastung für unser Personal.“

Entlastung sei aber in Sicht, wie Dr. Hierl anfügte, denn zukünftig solle die Aufgabe der Ergebnisübermittlung durch das Labor übernommen werden.

Mit Beschluss des Bayerischen Kabinetts waren am 30. Juli an den Autobahnrastanlagen Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) sowie Inntal-Ost (dies wird zu einem späteren Zeitpunkt abgelöst durch Heuberg – A93) jeweils Testzentren für die Abstrichnahme zur Untersuchung auf SARS-CoV-2 eingerichtet worden (wie berichtet).

Der Betrieb in Kiefersfelden erfolgt durch ehrenamtliche Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, der DLRG Bad Aibling, der Johanniter Unfallhilfe Wasserburg, dem Malteser Hilfsdienst Rosenheim und dem Technischen Hilfswerk Rosenheim rund um die Uhr.

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