Corona-Sorge in der Stadt Rosenheim

Reiseländer der Neu-Erkrankten sind vor allem Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Serbien, Kosovo

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Bei der Sieben-Tage-Inzidenz hat Oberbayern unter den bayerischen Bezirken den höchsten Wert. Unter allen oberbayerischen Städten und Landkreisen hat die Stadt Rosenheim aktuell weiterhin (wir berichteten) bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert mit nun 31,58 (gestern 30). Der Grenzwert in Bayern liegt bei 35. Das hatte das bayerische Kabinett im vergangenen Mai beschlossen. Ein solches Frühwarnsystem sei ein probates Mittel, um …

… einen erneuten Corona-Ausbruch schnell zu erkennen, hieß es vor drei Monaten aus der Regierung. Es sei wichtig, neue Hotspots frühzeitig zu erkennen.

Jetzt hat sich heute das Gesundheitsamt in Rosenheim dazu gemeldet:

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind.

Vom 1. bis zum 18. August wurden für die Stadt Rosenheim 29 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 24 Personen Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf nun über 30 angestiegen ist.

Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert:

Alle positiv Getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.

Bei den Reiseländern der Erkrankten handelte es sich insbesondere um das Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Rumänien und Serbien. Somit stammen die Infektionen nicht nur aus den durch das Robert Koch-Institut definierten Risikoländern.

„Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es derzeit noch zu früh. Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereitet uns jedoch Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause, als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Hierl.

 

 

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