Im nächsten Jahr ganz anders

Wegen Corona: Internationale Grüne Woche 2021 findet nur als Branchentreff statt - Ohne Publikum

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Ein Bild von heuer – noch vor Corona: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf der Grünen Woche 2020. Kaniber bedauert am heutigen Donnerstagnachmittag nun die Absage der weltweiten Leitmesse der Agrarbranche für 2021 sehr:  „Die Internationale Grüne Woche in Berlin war für Bayerns Ernährungs- und Landwirtschaft immer eine willkommene und erfolgreiche Gelegenheit, sich einem internationalem Publikum zu präsentieren.” So taten es stets auch eine Reihe Unternehmen aus dem Landkreis …

Im kommenden Jahr hätte sich die bayerische  Agrar- und Ernährungsbranche zum zehnten Mal mit einer eigenen Bayernhalle auf der IGW präsentiert. Die Planungen für die Messe 2021 liefen bereits erfolgreich; die Halle wäre ausgebucht gewesen.

Die Internationale Grüne Woche findet im Januar 2021 nun als reine Branchentreff-Veranstaltung statt – quasi ohne Publikum. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. „Angesichts der aktuellen Situation werden wir das Konzept für die Internationale Grüne Woche im kommenden Jahr anpassen und uns auf das Angebot für das Fachpublikum konzentrieren“, sagt Grüne-Woche-Chef Lars Jaeger.

Seit 1926 ist die Internationale Grüne Woche ein fester Bestandteil in den Kalendern der Branche. Und gerade in Zeiten wie diesen sei der Wunsch nach Austausch größer denn je, so Lars Jaeger. „Als systemrelevante Branche steht die Land- und Ernährungswirtschaft vor neuen Herausforderungen. Hier gilt es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und die Zukunft zu gestalten. Mit der Internationalen Grünen Woche 2021 wollen wir dafür die entsprechende agrar-politische Dialogplattform bieten.“

Die Internationale Grüne Woche hat seit jeher einen hohen Stellenwert als Branchentreff, der hochkarätige Akteure aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft zusammenbringt – sei es im Rahmen der zahlreichen Symposien, Fachseminare, Kongresse und Diskussionsforen oder beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), bei dem sich vor allem internationale Minister, Institutionen und NGO zu den drängenden Fragen der Welternährung austauschen.

Geplant ist 2021 ein reiner Branchentreff, die Publikumsveranstaltung wird hingegen nicht stattfinden.

„Für unsere Besucherinnen und Besucher hat die Internationale Grüne Woche einen besonderen Erlebnischarakter: Ob Spezialitäten aus aller Welt probieren oder Innovationen aus der modernen Landwirtschaft hautnah erleben – all dies können wir angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygiene- und Sicherheitsauflagen nicht in gewohnter Weise anbieten“, so Lars Jaeger.

Das Konzept und die konkreten Themen für die 86. Ausgabe der Internationalen Grünen Woche werden zurzeit zusammen mit den ideellen Partnern, dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), sowie dem Bundeslandwirtschaftsministerium erarbeitet. Darüber hinaus erstellt die Messe Berlin ein auf die dynamische Lage angepasstes Hygiene- und Sicherheitskonzept, das mit den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt wird.

2022 soll die Internationale Grüne Woche dann vom 21. – 30. Januar stattfinden. Wie auch immer …

Foto: Regierung / Astrid Schmidhuber

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