Den selbst erzeugten Strom im Blick

Bad Feilnbach nutzt als erste Gemeinde im Landkreis EnergieMonitor – Bayernwerk Natur stellt Online-Tool im Rathaus vor – Energiebilanz transparent gemacht

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Grün und regional: Künftig soll auch der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen. Wie es um die Eigenversorgung in der Gemeinde Bad Feilnbach heute bestellt ist, zeigt künftig der EnergieMonitor der Bayernwerk Natur GmbH (Bayernwerk). Energieerzeugung und -verbrauch vor Ort bleiben mit dem innovativen Online-Tool des Bayernwerks immer fest im Blick – mit klarem Kurs auf die Energiewende vor Ort.

 Foto v.l.: Tatjana Mahr (Bauverwaltung Bad Feilnbach), Anton Wallner (1. Bürgermeister Bad Feilnbach), Michael Wittmann und Alexander Usselmann (Bayernwerk AG)

Michael Wittmann, Produktverantwortlicher bei der Bayernwerk Natur GmbH, und Alexander Usselmann, Kommunalbetreuer bei der Bayernwerk Netz GmbH, präsentierten das Online-Tool am Montag im Rathaus. „Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wer auf Kurs bleiben will, braucht vor allem eines: Transparenz. Der Monitor gibt detaillierten Aufschluss über die eigene Produktion und den Verbrauch von Strom“, erklärte Michael Wittmann. Erster Bürgermeister Anton Wallner ergänzte: „Wir in Bad Feilnbach sind stolz darauf, die erste Gemeinde im Landkreis Rosenheim zu sein, die dieses Instrument nutzt. Damit motivieren wir die Bürgerinnen und Bürger, sich mit eigenen Projekten an der Energiewende zu beteiligen und unsere Ökobilanz weiter zu verbessern. Die Stromeinsparung bzw. die intelligente Nutzung des regional erzeugten Stroms ist uns sehr wichtig“.

Wie grün war der heutige Tag?
Klimafreundliche Energie dort zu produzieren wo sie auch gebraucht wird spielt eine immer größere Rolle bei der Energiewende. „Die Energiezukunft ist dezentral. Städte und Gemeinden spielen deshalb eine immer größere Rolle in der Versorgung“, betonte Alexander Usselmann. Bürgermeister Wallner hat den Bürgerinnen und Bürgern den EnergieMonitor bereits über die kommunale Internetseite unter https://www.bad-feilnbach.de  zugänglich gemacht: „Möglichst viele Bürger sollen von diesen Informationen profitieren. Dieses Tool wirkt sich langfristig positiv auf den Klimaschutz aus: Mit einem einzigen Zugang wird eine ganze Kommune dazu motiviert, sich mit der Energiewende zu befassen und eigene Maßnahmen dazu beizutragen“, sagte Bürgermeister Wallner.

 

Der EnergieMonitor zeigt auf einer online einsehbaren Plattform, dem so genannten Dashboard, wie viel Strom vor Ort in einer Kommune aktuell erzeugt und verbraucht wird. So sehen die Betrachter auf einen Blick, wie hoch der Grad der Eigenversorgung zu welcher Jahres- und Tageszeit ist. Auch aus welchen Quellen die elektrische Energie innerhalb der Gemeindegrenzen produziert wird, ist transparent ersichtlich. Privathaushalte und Gewerbebetriebe können so aktiv am Klimaschutz mitarbeiten, indem sie aufgrund des EnergieMonitors die Geräte mit dem höchsten Energieverbrauch vorwiegend in Zeiten betreiben, in denen die Einspeisung aus kommunalen regenerativen Energiequellen am höchsten ist.

 

Vergleichswerte aus anderen Tagen und Monaten ermöglichen zudem Rückschlüsse, wie sich die Energieversorgung in der Kommune entwickelt. Die Daten aktualisieren sich im Viertelstundentakt. Am Ende jeden Tages kann die Kommune Bilanz ziehen: Wie grün war der örtliche Energiemix heute?

 

Der Bürgermeister sieht im Energiemonitor darüber hinaus wichtige Erkenntnisse für die Ausrichtung der örtlichen Energiepolitik sowie das Nutzungsverhalten der Bürger.

Wo liegen Stärken und Schwächen in Bad Feilnbach? Wie können wir besser werden? Beispielsweise durch einen Ausbau der Energiespeicherung oder der intelligenten Nutzung des Energiemixes.

 

Der EnergieMonitor steht allen Kommunen und Landkreisen im Bayernwerk-Netzgebiet offen. Nähere Informationen finden Interessierte unter www.bayernwerk.de/energiemonitor

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