Studieren mal anders

Die rund 6000 Studierenden der TH Rosenheim erwartet ein „hybrides“ Wintersemester 2020/21. Gemeint ist damit ein Mix aus Präsenz-Veranstaltungen und Online-Lehre, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Vor allem die Erstsemester sollen so viele Vorlesungen und Seminare wie möglich an der Hochschule besuchen. Abgesehen davon bietet das Wintersemester, das am 1. Oktober beginnt, wieder neue Studienangebote.

Im Wintersemester sollen die Studierenden wieder öfter an der Hochschule sein, aber unter strengen Hygieneauflagen. Der Start ist wie geplant nächste Woche – Donnerstag, 1. Oktober!

Im Vergleich zum Sommersemester, das weitgehend mit digitalen Lehrformaten stattfand, wird der Anteil der Präsenzveranstaltungen deutlich erhöht. „Uns ist wichtig, dass insbesondere die Studienanfängerinnen und Studienanfänger öfter an der Hochschule sein können“, sagt TH-Präsident Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster.

Im persönlichen Umfeld mit Kommilitonen und Dozenten könne man sich am besten an den neuen Studienalltag gewöhnen. „Mehr Miteinander und mehr Austausch bringen zumindest ein Stück weit Normalität ins Studentenleben. Das ist digital nicht zu leisten“, so Köster. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass die Mensa – selbstverständlich unter strengen Hygieneauflagen – wieder geöffnet hat.

Generell sei es oberste Prämisse, den Gesundheitsschutz zu gewährleisten.

Das Wissenschaftsministerium hat dafür einen verbindlichen Rahmen gegeben: Maximal 200 Personen dürfen eine Präsenz-Lehrveranstaltung besuchen, wobei diese Zahl an der TH Rosenheim baulich bedingt bei weitem nicht erreicht werden wird.

Zur Nachverfolgung von Infektionsketten müssen die Daten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder Präsenzlehrveranstaltung dokumentiert werden – unter Berücksichtigung der Anforderungen des Datenschutzes. Bei den Lehrveranstaltungen gilt ein Mindestabstand von 1,50 Metern.

Zudem muss auf dem gesamten Hochschulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, bis man seinen Arbeitsplatz oder seinen Sitzplatz im Hörsaal erreicht hat.

Wertvolle Erfahrungen aus dem Sommersemester

„Die Umstände sind nicht einfach, aber ich sehe uns sehr gut vorbereitet“, lautet die Einschätzung von Prof. Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident der Hochschule und im Präsidium verantwortlich für den Bereich „Studium und Lehre“.

Man habe im Sommersemester wertvolle Erfahrungen hinsichtlich des Gesundheitsschutzes und der digitalen Lehre gesammelt. „Wir wissen natürlich nicht, wie sich das Infektionsgeschehen in den kommenden Monaten entwickelt. Aber sollte es wieder zu Einschränkungen bei Präsenzveranstaltungen kommen, sind wir darauf eingestellt und können rasch reagieren“, sagt Lachmann.

Seinen Worten nach haben die Professorinnen und Professoren in den vergangenen Monaten Routine im Umgang mit Online-Plattformen entwickelt und auch neue Lehrformate ausprobiert. „Zum Beispiel wurden Versuche im Labor gefilmt und anhand des Videos in einer Online-Konferenz erklärt. Die Studierenden konnten dann Ihre Fragen dazu stellen. Diese neuen Wege haben sich bewährt und werden wir weiter nutzen“, so Lachmann. Dennoch wolle man im Wintersemester möglichst oft Laboratorien in Kleingruppen und unter Einhaltung der Hygienevorschriften nutzen.

Mehrere neue Bachelor-Studiengänge

Ungeachtet der durch Corona bedingten Einschränkungen erweitert die TH Rosenheim im Wintersemester erneut ihr Studienangebot.

Bayernweit einzigartig ist der neue Bachelor-Studiengang „Pflegewissenschaft“ mit Ausbildungsvergütung, der eine Weiterentwicklung des  bisherigen Studiengangs „Pflege“ darstellt.

Die Studierenden erlangen nach sieben Semestern den Bachelor-Abschluss (B.SC.) und die europaweit anerkannte Berufszulassung als Pflegefachfrau oder -fachmann.

Der Studiengang „Ingenieurpädagogik“ mit der Fachrichtung Bautechnik bietet erstmals einen Studienabschluss für die Laufbahn als Lehrerin oder Lehrer an einer Berufsschule.

Am Campus Burghausen der TH Rosenheim startet zum Wintersemester der Studiengang „Umwelttechnologie“, der fundiertes Wissen in den Bereichen Umweltschutz, Recycling und Ressourceneffizienz vermittelt.