Ein Atommüll-Endlager im Landkreis?

Im neuen Zwischenbericht sind in Bayern plötzlich mehr Gebiete dabei als erwartet - Gorleben ist raus

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Wohin mit dem radioaktiven Müll aus deutschen Atomkraftwerken? Denn haben will ihn niemand. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat am heutigen Montag in ihrem Zwischenbericht veröffentlicht, welche Gebiete für ein Endlager in Frage kommen. Was für Aufregung in der Heimat sorgt: In Bayern sind mehr Gebiete dabei als erwartet! Ebenfalls enthalten sind nun auch Gebiete mit Tongestein im Landkreis Rosenheim sowie im Kreis Mühldorf, die bisher nie in der Diskussion waren …

Ministerpräsident Söder erklärte am Mittag, man respektiere Gesetze und die Meinung der Wissenschaft. Von bayerischer Seite werde es keine Totalblockade geben. Man werde aber auch eigene wissenschaftliche Expertise einfließen lassen.

Söder betonte, dass laut dem heute veröffentlichten Zwischenbericht fast zwei Drittel Bayerns als geeignet ausgewiesen werden … Warum Gorleben andererseits fundamental ausgeschlossen werde, sei ihm unverständlich. Die Frage sei nicht schlüssig beantwortet.

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung führt bundesweit 90 Gebiete auf, die in Frage kommen.

Eine Entscheidung soll bis 2031 fallen und ab 2050 sollen Behälter mit radioaktivem Abfall eingelagert werden. Die Materialschicht darüber soll 100 Meter dick sein und die Lagerstätte soll 300 Meter unter der Erde liegen.

Quelle Bayerischer Rundfunk

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