Sozialtarif bei Danone gefordert

Eilantrag der SPD-Stadtratsfraktion in Rosenheim zur Sitzung heute Abend - Werk schließt nächstes Jahr

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Einen Eilantrag hat die SPD-Stadtratsfraktion in Rosenheim stellt für die heutige Sitzung des Stadtrates gestellt – mit der Bitte um Behandlung und Beschlussfassung. Der Antrag lautet: Die Stadt Rosenheim solidarisiert sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des von der Schließung betroffenen Danone Werks in Rosenheim und fordert die Unternehmensführung auf, einen Sozialtarif aufzustellen, der fair, sozial und gerecht ist. Begründung: Danone beabsichtigt zum 31. Juli 2021 den Werksstandort in Rosenheim aufzugeben. Von der Werksschließung sind 158 Mitarbeiter betroffen. Unterzeichnet ist der Antrag von den beiden Fraktionsvorsitzenden Abuzar Erdogan (Foto) und Elisabeth Jordan.

„Wir müssen uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rosenheimer Danone Werks solidarisieren. Es muss ein fairer Sozialplan mit einem dem Standort und den Umständen entsprechenden Tarif aufgestellt werden.“ 

Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender SPD Stadt Rosenheim

Die SPD in Rosenheim in ihrem Antrag im Wortlaut:

Die Firma Danone kann in Rosenheim auf eine Jahrzehnte andauernde Unterstützung durch Stadt und Bevölkerung zurückblicken. Nicht zuletzt durch die ungebrochene Loyalität und der Hingabe der derzeit 158 MitarbeiterInnen, von denen einige seit mehreren Jahrzehnten dem Unternehmen die Treue halten, verließen den Standort in Rosenheim namhafte Danone-Produkte wie etwa der „Obstgarten“ das Fließband.

93 der 158 Mitarbeiter am Standort in Rosenheim sind über 50 Jahre alt, die für eine Anstellung bei Danone großteils ihre gelernten Berufe aufgegeben haben.

Genau diesen Mitarbeitern droht nun mehr der soziale und berufliche Abstieg, die Aussichten einer Anschlussbeschäftigung mit ähnlichen Arbeitsbedingungen sind gering.

Die existentiellen Gefahren, denen insbesondere die älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkes ausgesetzt sind, stehen in keinem Verhältnis zur Entscheidung, den Standort aufzugeben, zumal die Unternehmensleitung dies zu keinem Zeitpunkt gegenüber der breiten Öffentlichkeit wirtschaftlich begründet hat.

Die Stadt Rosenheim fordert daher die Unternehmensleitung auf, einen Sozialtarif aufzustellen, der über die branchenüblichen Bedingungen hinausgeht und der besonderen Leistung und Treue der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Rosenheim gerecht wird.

Insbesondere gegenüber den älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Teil seit über drei Jahrzehnten im Danone-Werk beschäftigt sind, trifft die Firma Danone eine besondere Verantwortung.

 

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