Ein echter Klassiker

Unsere Serie „Tourentipps" - Teil 9: Mit dem Mountainbike oder zu Fuß zur Dandlbergalm

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Wandern, Mountainbiken, Klettern, Rodeln, Langlauf – alles, was man in den bayerischen und Tiroler Bergen machen kann, beschreibt der Rosenheimer Autor Reinhard Rolle auf seiner Internetseite und in seinen Wanderführern. Zusammen mit dem Bergexperten präsentieren wir unseren Lesern heute den fünften Teil der Serie „Tourentipps” – diesmal steht eine Wanderung zur Dandlbergalm auf dem Programm. Dazu Reinhard Rolle …

Eine schöne Mountainbiketour muss nicht immer durch alpines Gelände führen. Im Chiemgau gibt es den Dandlberg, einen Teil des Samerberges im Hochriesgebiet. Er gilt als Bike- oder Wanderziel, das aus allen Richtungen erreicht werden kann, zum Beispiel von Brannenburg, Nußdorf, Frasdorf oder Rosenheim.

Man kann ihn aufgrund seiner Beliebtheit getrost als einen Klassiker bezeichnen. Stellvertretend für die vielen Anfahrtsvarianten beschreiben wir den Weg ab Kirchdorf, bei der Innbrücke mit dem blauen Geländer. Hier gibt es auch kostenlose Parkmöglichkeiten.

Fußgänger können alternativ im Raum Holzham bei Altenbeuern beginnen und sich somit den langen Weg über den Inndamm ersparen. Auffahrt bzw. Aufstieg erfolgen im Wald und sind deshalb gerade für warme Sonnentage geeignet. Nach der obligatorischen Einkehr in der gemütlichen Dandlbergalm (www.dandlbergalm.de), einem renovierten, alten Bauernhof an der Südseite des Dandlberges, geht es hinab bis zum Neubeurer Badesee – im Sommer eine willkommene Ergänzung zum Abkühlen.

Die Tour:
Beim Parkplatz an dem Pavillon vorbei bleiben wir kurzzeitig noch am Inn. Zirka1,6 Kilometer nach dem Parkplatz verlassen wir links unseren Weg. Nun bewegen wir uns nach Osten, überqueren die Staatsstraße und fahren vor der Anhöhe links nach Holzham. In der großen Kreuzung in Holzham beginnt nach Osten die Dandlbergstraße. Auf dieser fahren wir bergauf, kurzzeitig noch eben und bald darauf in den Wald hinein. Hier ist manchmal eine Schranke geschlossen, die Sperre gilt aber nur für Autos. Nun beginnt die einfache Auffahrt: Achtung: Zirka 20 Minuten nach der Auffahrt im Wald zweigt rechts eine breite, steile Straße nach rechts mit dem großen Schild „Dandlbergalm” ab (Foto).

Diese Straße geht später in einen nicht befahrbaren Fußweg über, an dieser Gabelung also geradeaus weiter fahren! Fußgänger können hier jedoch abkürzen und diese Straße benutzen. Sie müssemn dann im oberen Bereich rechts in den kurzen Waldweg einbiegen (Schild), der dann direkt zur Alm führt. Bald erreichen wir den Weiler Wiesholzen, wo eine Bank zur kurzen Pause mit Aussicht auf das Voralpenland einlädt. Kurz darauf stoßen wir auf eine Autostraße, in die wir rechts einbiegen. Wir fahren bis kurz vor die sehenswerte Kirche von Steinkirchen und biegen noch vor ihr rechts ab. Den Heuberg und die Hochries vor Augen, fahren wir nun einige Meter auf der Straße hinab. Gleich nach dem ersten Gebäude von Dorfen verlassen wir die Straße und folgen nun der Beschilderung zur Dandlbergalm, die wir nach zirka 2,5 Kilometern und einigen kleinen Zwischenanstiegen erreichen.

Von der Dandlbergalm fahren wir die Straße nach Schilding hinunter, dort gleich nach den ersten Gebäuden auf der Autostraße scharf rechts und flott über die Weiler Brunn und Anker nach Thal. Am Anfang von Thal biegen wir rechts ab und gelangen über einen schmalen Weg nach Vordersteinberg. Hier geht es – zu Beginn kurz etwas steiler – hinunter ins Tal bis zur Staatsstraße bei Unterpößnach. Dort überqueren wir die Straße, fahren einige Meter nach links und anschließend rechts auf einen bequemen Weg, der uns bis zum Inndamm bringt. Von dort zu dem Punkt, wo wir bei der Hinfahrt den Inndamm verlassen hatten und auf dem bekannten Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Schwierigkeit: leicht
Weg: Für Radfahrer Forststraße (hinter Anker kurz etwas ruppig), für Fußgänger dazwischen ein kleiner Waldweg
Höhenunterschied: 440 Höhenmeter
Höchste Höhe: 820 m
Distanz: 18 km (ab Innbrücke)

 

 

Die Tour gibt es auch auf roBerge.de mit einem GPS-Track zum kostenlosen Download: https://www.roberge.de/tour.php?id=417

 

Text und Fotos: Reinhard Rolle / roBerge.de

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