Zweite Welle: Allein gestern 57 neue Fälle

Gesundheitsamt: Diese hohe Fallzahl hatten wir zuletzt am 16. April - Der Wochenbericht mit dem Blick auf die Gemeinden

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In der vergangenen Woche wurden dem Rosenheimer Gesundheitsamt 196 neue, offiziell registrierte Corona-Fälle für die Stadt und den Landkreis Rosenheim gemeldet. Allein am gestrigen Donnerstag waren es 57 Fälle. Diese Fallzahl wurde zuletzt am 16. April erreicht. Zehn Corona-Patienten werden aktuell in den Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt, so die Behörde am heutigen Nachmittag. Die – wie berichtet – angekündigte, neue Allgemeinverfügung liegt aus dem Landratsamt noch nicht vor …

Bisher sind nun insgesamt 3660 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2845, Stadt: 815). 222 Personen sind bislang an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23).

Wie berichtet liegt seit nun zwei Tagen auch im Landkreis Rosenheim die Sieben-Tages-Inzidenz über dem Schwellenwert von 50. Seit Ende April wird somit erstmals wieder sowohl für Stadt als auch für den Landkreis dieser Schwellenwert überschritten, so das Amt. Das sei absolut besorgniserregend – selbst wenn zuletzt mehr getestet wurde als im Frühjahr und die Dunkelziffer dort höher war.

„Der plötzliche bundesweite Anstieg der Fallzahlen bereitet dem Gesundheitsamt erhebliche Sorgen. Parallel dazu sehen wir einen zunehmenden Anstieg auch im Stadt- und Landkreisgebiet. Die Lage ist sehr ernst, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim.

„Ziel muss es sein, eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region sicher zu verhindern. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Die Fallzahlen der Gemeinden im Blick:

 

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