Zahlreiche Eltern riefen an

Der Landkreis Ebersberg hob heute die Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht auf - Der Landkreis Rosenheim NICHT

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Die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer auch am Sitzplatz eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, wird in den Grundschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim aus rechtlichen und fachlichen Gründen  NICHT aufgehoben werden. Das meldet das Landratsamt am heutigen Mittwoch-Spätnachmittag. Nachdem heute zum Beispiel der Nachbar-Landkreis Ebersberg die landesweit verfügte Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht aufgehoben hat und nicht mehr umsetzt, hatten sich heute zahlreiche Eltern an das Landratsamt sowie das Rathaus in Rosenheim gewandt, mit der Bitte, ebenso zu handeln.

Rechtliche Grundlage ist die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. In ihr ist unter anderem geregelt, dass bei Überschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, Grundschüler auch im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Dies unterstützt ebenso das Robert Koch-Institut in einer vergangene Woche am 12. Oktober veröffentlichten Empfehlung zu Präventionsmaßnahem in Schulen während der COVID-19-Pandemie.

Eine Ausnahme lässt die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung zu. In Paragraf 25 a heißt es, die Neuinfektionen müssen auf ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen zurückzuführen sein.

Dies sei aber in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht der Fall, so das Landratsamt.

Im Zeitraum vom 1. bis zum gestrigen 20. Oktober wurden in elf Schulen im Landkreis und neun Schulen in der Stadt insgesamt 49 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet (wir berichten laufend). Von den 20 Schulen waren sieben Grundschulen mit zehn Fällen betroffen. Insgesamt mussten rund 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden.

Die Erklärung des Landratsamtes Rosenheim:

Grundsätzlich gilt, dass Kinder seltener von einer Infektion betroffen sind als Erwachsene. Trotzdem werden inzwischen täglich Neuinfektionen gemeldet und es besteht der hinreichende Verdacht, dass es zu Infektions-Übertragungen kommt.

Hiervon betroffen sind alle Schularten und alle Jahrgangsstufen. Das in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung für eine Ausnahme geforderte klar eingrenzbare Ausbruchsgeschehen gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht. Dies ist jedoch unabdingbare Voraussetzung für die Anordnung einer Ausnahmeregelung. Daher kann die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, nicht aufgehoben werden.

 

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