Landrat zu Gast im Kinderdorf

Am Irschenberg: Überblick über die Arbeit und die aktuelle Situation verschafft

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Das Leitungsteam des Kinderdorfs konnte Anfang der Woche den neuen Miesbacher Landrat in Irschenberg begrüßen. Olaf von Löwis besuchte zusammen mit Robert Wein, dem Leiter des Jugendamts Miesbach, die Jugendhilfeeinrichtung, um sich einen Überblick über die Arbeit und die aktuelle Situation dort zu verschaffen.


Beide bekamen einen umfassenden Einblick in die Philosophie und die soziale Arbeit
des Kinderdorfs Nach seiner Einführung ging Dorfleiter Wolfgang Hodbod auf die
derzeitige Lage ein. Die COVID-19-Pandemie stelle das Kinderdorf, die Schule mit
seinen fast 200 SchülerInnen, die heilpädagogische Tagesstätte, aber auch die fünf
Regionalbüros vor große Herausforderungen. Wenngleich das Kinderdorf dank gezielter
Maßnahmen den Betrieb bisher komplett aufrechterhalten konnte, sind die
Auswirkungen bei den Betreuten, Mitarbeitenden und deren Angehörigen zunehmend
psychisch belastend.

Der erhöhte Betreuungsaufwand und die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Kinder, Jugendlichen sowie der Belegschaft schlagen sich auch in einer stärken finanziellen Belastung der Einrichtung nieder. Dass die Verantwortlichen sich hier seit nunmehr 50 Jahren auf die Unterstützung des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg und die Kinderdorf Stiftung verlassen können, ist für sie gerade in dieser Zeit von großer Wichtigkeit.

Der Dorfleiter wies auf die gemeinsame Verantwortung und Bedeutung einer guten
Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Träger und den anderen Trägern der Jugendhilfe
hin. Das Kinderdorf versteht sich dabei auch als partnerschaftlicher Gestalter des
sozialen Umfelds, zum Beispiel bei der Mitarbeit im Jugendhilfeausschuss und der Vernetzung mit den Diensten des Caritas-Zentrums in Miesbach.

Bei einem Rundgang durch das Kinderdorf erfuhren die Besucher weitere Details, wie zum Beispiel über die Partizipation und Beteiligung der betreuten Mädchen und Jungen sowie die Arbeit mit deren Eltern. Denn das vorrangige Ziel der Dorfleitung ist und bleibt, dass die Kinder bei ihren Eltern aufwachsen können. Damit dies gelingt, steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, die die Eltern befähigen soll, ihrer Rolle als
Erziehungsberechtigte wieder gerecht zu werden.

 

Foto (von links): Geralf Fuhr, Uli Meyrl, Severin Eichenseher, Robert Wein, Wolfgang Hodbod, Olaf von Löwis, Hannes Klapos und Veronika Wörndl.

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