Ab 21 Uhr verschärfte Beschränkungen

Stadt Rosenheim erläutert die neue, ab heute Abend geltende Allgemeinverfügung

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Die vom bayerischen Kabinett gestern beschlossenen Verschärfungen der Corona-Beschränkungen treten in der Stadt Rosenheim bereits heute, Freitag, ab 21 Uhr in Kraft. Die geltenden Regelungen gibt die Stadt in einer Allgemeinverfügung bekannt – sie gelten noch nicht für den Landkreis. Das sind die wesentlichen Beschränkungen: 

Ø  Gastronomiebetriebe jeder Art sowie Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind untersagt. Das gilt auch für Gaststätten und Gaststättenbereiche im Freien. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen sowie der Betrieb von Kantinen.

 

Ø  Untersagt ist der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen. Hierzu zählen insbesondere

·       Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen

·       Messen, Kinos und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,

·       der Freizeit- und Amateursportbetrieb,

·       Badeanstalten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Wellnesszentren

·       Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sowie

·       der Betrieb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen.

 

Ø  Untersagt ist der Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben und die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte zu privaten touristischen Zwecken. Das gilt nicht für Geschäftsreisende und Gäste, die aus nicht touristischen Gründen reisen. Auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – ist zu verzichten.

 

Ø  Dienstleistungsbetriebe zur Körperpflege und ähnlichen Bereichen, wie Kosmetiksalons, Nagelstudios, Tattoo-Studios, Wellness-Massagepraxen und ähnliche Betriebe sind zu schließen. Friseure und Betriebe für medizinisch notwendige Dienstleistungen und Behandlungen, wie Physiotherapie, Ergo- und Logotherapie sowie Podologie dürfen weiterhin öffnen. Die bestehenden Auflagen zur Hygiene sind einzuhalten.

 

Ø  Veranstaltungen aller Art sind untersagt. Ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche (z. B. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz).

 

 

Ø  Profisport ist zugelassen, jedoch ohne Zuschauer in Stadien und Sportanlagen. Auch der Individualsport allein auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, ausgenommen die o.g. Einrichtungen (z.B. Fitnessstudios, Schwimmbäder usw.) ist möglich.

 

 

Ø  Betriebe des Groß- und Einzelhandels bleiben geöffnet.

 

 

Ø  Alle öffentlichen Einrichtungen und Geschäfte sind verpflichtet, Händedesinfektionsmittelspender im Eingangsbereich zur Verfügung zu stellen.

 

Ø  Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum sowie in Privaträumen und Privat-Grundstücken ist auf Angehörige von zwei Hausständen, jedoch auf höchsten 10 Personen beschränkt.

 

Ø  Auf stark frequentierten und öffentlichen Plätzen gilt eine Maskenpflicht:

·       Alle ausgewiesenen Fußgängerzonen im Stadtgebiet,

·       auf den gesamten Marktflächen im Stadtgebiet, während der Durchführung von zugelassenen Marktveranstaltungen,

·       am Busbahnhof in der Stadtmitte und am Bahnhof sowie an allen Bushaltestellen im Stadtgebiet.

 

Ø  In allen ausgewiesenen Fußgängerzonen, den öffentlichen Grünanlagen sowie in den städtischen Erholungsgebieten  im Mangfallpark und an den  Happinger Seen gilt von 21 Uhr bis 06 Uhr ein Alkoholverbot.

 

Ø  Der Besuch von Patienten und Bewohnern in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen ist auf täglich eine Person beschränkt. Der Besuch minderjähriger Bewohner und Patienten ist beiden Elternteilen oder Sorgeberechtigten zu einem festen Termin gemeinsam gestattet.

 

 

Ø  In den Kindergärten, den Kindertagesbetreuungseinrichtungen, den Heilpädagogischen Tagesstätten und vergleichbaren Einrichtungen gelten die Infektionsschutzmaßnahmen der Stufe 3 des Rahmen-Hygieneplans:

·       In allen Einrichtungen muss das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

·       Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen feste Gruppen gebildet werden.

·       Vorkurse Deutsch finden in der Kita nur ohne Gruppendurchmischung

statt.

Das Betreuungspersonal ist in den Gruppen fest zuzuordnen.

 

„Bei einer 7-Tage-Inzidenz von knapp 250 steht jetzt im Vordergrund die hohe Zahl an Neuinfektionen wieder einzudämmen. Mir ist bewusst, dass die hierzu erlassenen Beschränkungen weit in die Freiheitsrechte unserer Bürgerinnen und Bürger eingreifen. Dennoch appelliere ich an alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer, die ergriffenen Maßnahmen zu akzeptieren und besonders im Fall einer Infektion die Quarantäne-Regeln einzuhalten. Bitte lassen Sie sich auch trotz allen Unannehmlichkeiten nicht vom Besuch der Geschäfte im Stadtgebiet abhalten. Sie können sicher sein: Der Rosenheimer Einzelhandel hält sich zu Ihrem Schutz penibel an die geltenden Hygienevorschriften“, so das Plädoyer von Oberbürgermeister Andreas März für die kommenden vier Wochen.

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