Resistente Erreger nachgewiesen

Aufnahmestopp auf der Neugeborenen-Intensivstation in Rosenheim

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Zwei Antibiotika resistente Erreger wurden jetzt bei der wöchentlichen Routineuntersuchung auf der Haut von mehreren Frühgeborenen auf der Neugeborenen-Intensivstation im RoMed-Klinikum Rosenheim festgestellt. Keines der Neugeborenen ist durch diese Keime infiziert oder zeigt Krankheitssymptome. Dennoch wurden unverzüglich Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Hygieneabteilung und dem Gesundheitsamt ergriffen, um der Ursache dieser Keimbesiedlung auf den Grund zu gehen. Auf der Neugeborenen-Intensivstation herrscht derzeit Aufnahemestopp.

Wie in allen Perinatalzentren Deutschlands werden auch im Perinatalzentrum Rosenheim auf Grund gesetzlicher Anforderungen wöchentlich Untersuchungen des Keimspektrums der Patienten durchgeführt. Dies ist sinnvoll, um frühzeitig erkennen, wenn sich ein gegen Antibiotika resistenter Erreger in den Hautabstrichen oder in anderen Körperflüssigkeiten der Neugeborenen findet.

Besonders Frühgeborene sind für Infektionen anfällig und bedürfen daher einer besonderen Überwachung.

In allen Perinatalzentren Deutschlands werden immer wieder in Abständen solche Keimhäufungen beobachtet. Meist sind dabei keine Krankheitssymptome zu beobachten; in diesem Fall spricht man von einer Kolonisation, aber nicht von einer manifesten Erkrankung.

Die Maßnahmen gegen die Erreger beinhalten unter anderem umfassende Untersuchungen der Umgebung, einen vorläufigen Aufnahmestopp auf der Neugeborenen-Intensivstation, die räumliche Trennung der Patienten sowie die ausführliche Aufklärung der Patienten-Eltern und intensivierte Schulung des medizinischen und pflegerischen Personals.

Im Perinatalzentrum Südostbayern/Standort Rosenheim werden als Level 1-Zentrum alle Neu- und Frühgeborenen ab dem Beginn der Lebensfähigkeit, das heißt ab zirka 22 bis 24 Schwangerschaftswochen behandelt.

Im bayerischen Vergleich, der jährlich durch die „Bayerische Arbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung“ (BAQ) erhoben wird, wird dabei seit Jahren nicht nur die Behandlungsqualität als überdurchschnittlich gut bewertet. Bei der Rate von nosokomialen (während des oft Krankenhausaufenthalts erworbenen) Infektionen bescheinigt die BAQ dem Klinikum das erfreuliche Ergebnis „signifikant unterhalb des Referenzwertes“.

Im Klinikum werden jetzt alle Anstrengungen unternommen, um eine Gefährdung der kleinen Patienten zu verhindern und um die möglichen Ursachen zu identifizieren.

 

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