Der stille November – er beginnt!

Mit einem Teil-Lockdown ab morgen und mit dem höchsten Inzidenz-Wert bislang für den Landkreis heute: 217 Fälle

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Die Zahlen steigen weiter und die Heimat wird stiller – in der großen Hoffnung, die Situation beruhigt sich nun Woche für Woche: 217 Fälle meldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Allerheiligen-Morgen für den Landkreis als Inzidenz-Wert – den höchsten Wert bislang – und für die Stadt Rosenheim die weiterhin hohe 242.

Wegen der so große Sorgen bereitenden Zahlen an Corona-Infektionen im ganzen Land tritt in Bayern – wie bundesweit – am morgigen Montag ein Teil-Lockdown für den November in Kraft (wir berichteten ausführlich): Mit der Schließung der kompletten Gastronomie, der Theater und Kinos, ohne jegliche Veranstaltungen, dem Beisammensein von nur noch zwei Haushalten und mit der Zwangspause für den kompletten Amateur-Sport …

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Wie hell das Licht im Dezember strahlen wird? Das hänge nun von jedem Einzelnen ab … so sagte es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Offen bleiben sollen nach den Ferien die Schulen und Kitas.

ABER: In manchen bayerischen Gebieten gelten wegen einer besonders hohen Sieben-Tage-Inzidenz Einschränkungen, die noch strenger sind als die neu beschlossenen Regeln. So sind beispielsweise in den Landkreisen Rottal-Inn und Berchtesgadener Land auch alle Kitas und Schulen über die Ferienwoche hinaus geschlossen.

Es bleibe für die Behörden vor Ort möglich, weitergehende Regelungen zu treffen, wo es notwendig sei aufgrund des Infektionsgeschehens, so die Regierung.

Aufgrund des bundesweiten Teil-Lockdowns müssen alle Touristen in Bayern spätestens am morgigen Montagvormittag abreisen! Ab morgen dürfen Hotels und Pensionen keine Urlauber mehr aufnehmen.

Alle Einschränkungen sollen nach zwei Wochen evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden. Er hoffe so sehr, dass nach einem dunklen November ein hellerer Dezember möglich werde, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Ein Überblick über die Maßnahmen:

Strenge Kontaktbeschränkungen
Kontakte zu Menschen aus anderen Haushalten sollen ab Montag laut Staatskanzlei auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Das ist Söder zufolge das wichtigste Mittel. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Raum gilt dann, dass sich maximal zwei Hausstände treffen dürfen, in jedem Fall aber maximal zehn Menschen.

Das heiße, nicht, zehn verschiedene Personen treffen sich, sondern zwei – zwei Personen oder zwei Familien, so Söder.

Gastronomie: Speisen nur außer Haus – Kantinen nicht betroffen
Alle Restaurants und Bars müssen schließen. Sie dürfen lediglich Speisen liefern oder zum Verzehr zu Hause verkaufen. Kantinen dürfen dagegen geöffnet bleiben.

Auf nicht notwendige, private Reisen verzichten
Die Politik fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, grundsätzlich auf nicht notwendige private Reisen zu verzichten – ebenso auf Besuche, auch von Verwandten. Von überregionalen Ausflügen sollte man ebenfalls absehen.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen
Komplett schließen müssen von Montag bis voraussichtlich Ende November alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen im weiteren Sinne: Von Opern, Theatern, Museen und Kinos über Freizeitparks, Zoos bis hin zu Bädern, Saunen, Wellnesseinrichtungen und Fitnessstudios.

Auch Messen, Kongresse und Tagungen dürfen nicht stattfinden. Dagegen bleiben Bibliotheken und Archive geöffnet.

Kein Freizeit- und Amateursportbetrieb
Wer Sport treiben möchte, darf dies allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands. Darüber hinaus darf es keinen Freizeit- und Amateursport geben.

Auch Skilifte und Bergbahnen bleiben geschlossen.

Profisport-Veranstaltungen – wie zum Beispiel Spiele der Basketball-Bundesliga der Damen – bleiben erlaubt. Es sind aber keine Zuschauer zugelassen.

Verbot von Veranstaltungen – Gottesdienste und Demos möglich
Wie im Frühjahr werden Veranstaltungen aller Art untersagt. Im Unterschied zu damals bleiben aber Gottesdienste und Demonstrationen erlaubt, weil es sich dabei um verfassungsrechtlich sehr hoch geschützte Veranstaltungen handele …

Kosmetikstudios schließen – Friseursalons nicht
Ebenfalls schließen müssen nach Angaben der Staatskanzlei Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege. Gemeint sind damit zum Beispiel Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe,.

Medizinisch notwendige Behandlungen – wie Physio, Ergo- und Logotherapie sowie Fußpflege – sind dagegen gestattet. Auch Friseursalons dürfen weiter Kunden bedienen, sofern sie die bestehenden Hygieneauflagen einhalten.

Geschäfte bleiben offen
Geschäfte des Groß- und Einzelhandels können geöffnet bleiben – müssen aber weiterhin dafür sorgen, dass auf zehn Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde kommt. Es gelten nach wie vor die strengen Hygieneauflagen.

Kitas, Schulen und Universitäten
Anders als im März werden auch Schulen, Kindergärten, Krippen, Horte und Mittagsbetreuungs-Einrichtungen NICHT geschlossen. Sie seien so lange es gehe ausgenommen vom Lockdown.

Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen dürfen weiterhin öffnen.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

 

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