„Halbiert die Klassen wieder …”

Lehrerverband mit Präsident Heinz-Peter Meidinger widerspricht dem Vorschlag, der versetzten Schul-Anfangszeiten

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Im Unterricht müssen sie Abstand halten, in den Bussen stehen die Schüler dann dicht an dicht: Als Lösungsmöglichkeit wurde jetzt die Entzerrung des Schülerverkehrs durch versetzte Anfangszeiten genannt (wir berichteten). Dem widerspricht wiederum nun der Lehrerverband mit seinem Präsidenten Heinz-Peter Meidinger. Da stoße man schnell an Grenzen, zitiert ihn heute der Bayerische Rundfunk …

Dies habe nach Ansicht des Lehrerverbands mehrere Gründe. Das Grundproblem sei nicht der Bus, sondern die volle Klasse im engen Klassenzimmer den ganzen Tag lang.

Wenn man wirklich bei stark steigenden Infektionszahlen wirksamen Gesundheitsschutz machen möchte, müsse man tatsächlich wieder in den Wechselbetrieb gehen – das heiße, Klassen halbieren und die eine Hälfte in der einen Woche oder am einen Tag und die andere Hälfte in der anderen Woche oder am anderen Tag in der Schule unterrichten. So Meidinger und so, wie es im Frühjahr bereits war … Nichts zu tun und die Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten, das verstehe er nicht, zitiert der BR.

Auch auf einer ganz praktischen Ebene sei der Vorschlag, die Anfangszeiten des Unterrichts zu staffeln, vielerorts nicht umsetzbar. Zum einen beförderten die Schulbusse in vielen Landkreisen zugleich Berufspendler. Doch selbst, wo es reine Schulbusse gebe, würden die Fahrzeuge außerhalb der Standard-Zeiten bereits zu anderen Zwecken eingesetzt.

Auch würden versetzte Schulanfangs-Zeiten neue Probleme etwa bei der Mittagsverpflegung bereiten, die dann ebenfalls zeitlich ausgedehnt werden müsste.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

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