Werte, auf die es ankommt

Integrationspreis 2020 für das Patenprojekt „Jugend in Arbeit" im Landkreis

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Das langfristige und breite Engagement wurde von der Jury in der Kategorie Arbeit/Wirtschaft mit einem Integrationspreis in Höhe von 1.150 Euro anerkannt: Bereits seit 14 Jahren unterstützt das Patenprojekt „Jugend in Arbeit” im Landkreis mit der stattlichen Zahl von rund 200 Ehrenamtlichen erfolgreich schwächere Schüler auf dem Weg zum Schulabschluss und ins Berufsleben. Unser Foto zeigt eine Gruppe aus Vor-Corona-Zeiten … Auch Soyen hatte sich mit einem Projekt beteiligt – einer radlwerkstatt des Helferkreises Asyl (siehe unten). Für den schönen Einsatz um die Integration gab es hier ein Dankschreiben von Regierungspräsidentin Maria Els …

Groß ist die Freude bei den Helfern rund um das Projekt „Jugend in Arbeit” über diese Anerkennung beim Oberbayerischen Integrationspreis 2020 für gesellschaftliches Engagement. Insgesamt waren jetzt sechs Initiativen mit dem Integrationspreis geehrt worden.

Allein im Schuljahr 2018/19 gab es beachtliche 207 Patenschaften, wobei rund Dreiviertel der Schüler gute Fortschritte machten und in Ausbildungen, die nächste Klasse oder auf weiterfüh-rende Schulen wechselten.

Lebenserfahrene Bürger, zum Teil bereits in Ruhestand, bieten bedarfs-orientierte Hilfe zur Selbsthilfe in einer vertrauensvollen und wertschätzenden Umgebung, für Schüler jeglicher Nationalität. Die Schüler werden von den Schulen vorgeschlagen, Patenpaare gebildet und der Unterstützungsbedarf ermittelt.

Die Paten helfen in den Bereichen Lernen, Struk-tur, Motivation und Selbstbewusstsein. Die Paten sind an allen Mittelschulen im Landkreis Ro-senheim im Einsatz und werden selbst systematisch fortgebildet. Das Projekt ist vor Ort gut ver-netzt, das Staatliche Schulamt und die Schulen schätzen seine qualifizierte Arbeit sehr.

Der bayerische Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann nahm die Ehrung vor. In den Kategorien Bildung, Kultur, Arbeit, Wirtschaft, Soziales und Sport gehen die Preise nach Aresing, Bad Reichenhall, Buchbach, München und Rosenheim. Der Corona-Sonderpreis geht nach Erding. Die ausgezeichneten Initiativen stehen – stellvertretend für alle Bewerber – für ein vorbildliches gesellschaftliches Engagement.

Staatsminister Herrmann gratulierte herzlich:

Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt tragen Sie so viel zu gelingender Integration bei. Sie leben für Migrantinnen und Migranten auf besondere Weise unsere Werte der Solidarität und Mitmenschlichkeit vor. Ich danke allen Preisträgern für ihr herausragendes Engagement. Sie sind leuchtende Vorbilder und zeigen eindrucksvoll wie Integration vor Ort gelingt!

Regierungspräsidentin Maria Els lobte alle Teilnehmer:

„Alle Projekte fördern in vorbildlicher Weise Austausch, Begegnung, gegenseitigen Respekt und Gemeinschaft. Die Corona-Pandemie macht uns gegenwärtig in besonderer Weise bewusst, wie sehr es auf diese Werte ankommt.“

Der Festakt zur Ehrung der Preisträger mit Staatsminister Herrmann und Regierungspräsidentin Els wird aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens voraussichtlich erst im kommenden Jahr stattfinden. Dazu ergeht eine gesonderte Einladung.

Es gibt aber bereits eine virtuelle Ausstellung: „Oberbayerischer Integrationspreis 2020 – Projekte aller Preisträger und Bewerber“.

Unter www.regierung.oberbayern.bayern.de kann man die vielfältigen Integrationsprojekte aus ganz Oberbayern kennenlernen.

Mit der Ausstellung würdigt die Regierung von Oberbayern die ehrenamtliche Arbeit der Preisträger und Bewerber um den diesjährigen Integrationspreis. Dieses ehrenamtliche Engagement für Integration und friedliches Zusammenleben ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.

Bereits zum zwölften Mal hat die Regierung von Oberbayern den Integrationspreis für erfolgreiche und nachhaltige Integrationsarbeit ausgelobt. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration stellt die Haushaltsmittel zur Verfügung. Die sechs ausgezeichneten Projekte – darunter der Sonderpreisträger – erhalten Preise in Höhe von 750 Euro, 900 Euro sowie 1.150 Euro.

Die Preisträger wurden von einer Jury unter Vorsitz des damaligen Regierungsvizepräsidenten Walter Jonas und unter Beteiligung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus insgesamt 52 Projekten ausgewählt.

Die weiteren Bewerber kommen aus Apfeldorf, Bad Tölz, Beilngries, Erlbach, Freilassing (2), Freising (3), Fuchstal, Fürstenfeldbruck (3), Garmisch-Partenkirchen, Germering (2), Herrsching a.Ammersee, Ingolstadt (2), Lenggries, Mammendorf, Landeshauptstadt München (14), Pfaffenhofen a.d.Ilm, Puchheim (2), Starnberg, Tittmoning, Traunstein, Weilheim, Weßling und Wolfratshausen (2). 

 

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