Ein imposantes Naturschauspiel

Unsere Serie „Tourentipps" - Teil 13: Zum Schleierwasserfall und zur Graspoint-Niederalm

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Wandern, Mountainbiken, Klettern, Rodeln, Langlauf – alles, was man in den bayerischen und Tiroler Bergen machen kann – und derzeit unter den Corona-Auflagen auch zum Teil noch darf -, beschreibt der Rosenheimer Autor Reinhard Rolle auf seiner Internetseite und in seinen Wanderführern. Zusammen mit dem Bergexperten präsentieren wir unseren Lesern heute den nächsten Teil der Serie „Tourentipps” – diesmal steht eine Wanderung zum Schleierwasserfall und zur Graspoint-Niederalm auf dem Programm. Dazu Reinhard Rolle …

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Der Schleierwasserfall, manchmal auch nur der „Schleier” genannt, ist ein überhängender Fels unterhalb der Maukspitze im Wilden Kaiser. Eigentlich sind es sogar zwei Wasserfälle, die in die Tiefe stürzen und besonders nach der Schneeschmelze oder nach Regentagen mit viel Wasser ein imposantes Schauspiel bieten.

Die Felswand bietet ein echtes Kletterdorado. An den 60 m hohen, überhängenden Felsen gibt es an die 200 Kletterrouten, die vom VII. bis zum Höchstschwierigkeitsgrad XI eröffnet wurden. Deshalb kann man hier auch bekannte Extremkletterer wie die Huberbuam, Markus Bendler, Adam Ondra oder Guido Unterwurzacher antreffen.

 

Zwischen der Felswand und dem Wasserfall gibt es genug Platz für Wanderer. Bei guter Fernsicht reicht der Blick über die Kitzbüheler Alpen bis weit in den Alpenhauptkamm.
Die Wanderung zu dem reizvollen Wasserfall ist entweder auf Forststraße oder auf einem einfachen Bergsteig möglich. Lediglich 15 Minuten vor dem Ziel müssen wir die Forststraße verlassen und steigen auf einem Bergweg über ein paar Wurzeln und Steine zum Wasserfall. Dort angekommen, können wir Kletterer auf ihren spektakulären Routen beobachten. Es gibt genügend Sitzgelegenheiten, sogar eine Sitzbank, um sich auszuruhen, Brotzeit zu machen oder Fotos zu schießen. Für den Abstieg wählen wir den einfachen Wanderweg über die Graspoint-Niederalm.

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Anfahrt:

Von Autobahnausfahrt Kufstein-Süd geht es nach Going, dort vor dem Stanglwirt links abbiegen. Beim nächsten Wegweiser rechts Richtung Ackerlhütte, dann über Egg und Wagner im Ortsteil Aschau bis zur Schranke beim Parkplatz Hüttling. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Parkplatz nicht erreichbar

 

Aufstieg / Abstieg:

Der Aufstieg ist nicht zu verfehlen. Ab dem Parkplatz folgen wir jeweils den Wegweisern zum Schleierwasserfall. Nach einer guten Stunde zweigt links der Steig zum Wasserfall ab. Über diesen gelangen wir in einer Viertelstunde zu unserem Ziel. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg, bis wir nach 10 Minuten auf eine Gabelung auf 1019 m („Harras Niedera-Futterstal”) stoßen. Hier verweist ein Schild in 10 Minuten zur Graspoint-Niederalm. Das Gelände ist stellenweise feucht, der Weg führt deshalb über Holzbretter. Die Alm lädt zu einer Brotzeit ein. Der Rückweg zum Parkplatz erfolgt über die Forststraße in 25 Minuten.

 

Schwierigkeit: leicht
Weg: Forststraße und kurzer, einfacher Bergweg. Am Wasserfall kann der Weg glitschig sein.
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: 375 hm
Distanz: 6,3 km
Höchster Punkt: 1160 m

 

Text und Fotos: Reinhard Rolle / www.roberge.de

 

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