Leichenwagen nicht in der Spur

Verkehrspolizei zieht Sonder-Pkw mit defekter Federung aus dem Verkehr

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Die Beamten der Verkehrspolizei Rosenheim waren gestern auf der Autobahn A8 in Richtung München unterwegs. Dabei fiel ihnen ein deutscher Bestattungswagen auf, bei dem der Fahrer sichtlich Mühe hatte, das Fahrzeug in der Spur zu halten. Obwohl der 48-jährige Angestellte eines oberbayerischen Bestattungsunternehmens auf der Rückfahrt vom Krematorium nur leer unterwegs war, hing das Fahrzeug hinten links extrem stark durch.

Nach einem Stopp an einer Raststation war das Fahrzeug hinten links so tief, dass die Federung nicht vor Ort begutachtet werden konnte. Dem Fahrer war das ungewohnte Fahrverhalten schon vorher aufgefallen, worauf er auf einen platten Reifen tippte. Nach Inaugenscheinnahme der Reifen wurde kein Luftdruckverlust festgestellt und daher setzte der Fahrer seine Fahrt fort.

Die Beamten begleiteten das Fahrzeug in langsamer Fahrt zu einer ortsansässigen Prüforganisation. Nach der technischen Begutachtung von einem Sachverständigen wurde festgestellt, dass die Luftfederung hinten links einen ersichtlichen Schaden erlitten hatte. Laut Inhaber des Bestattungsunternehmens wurde die besagte Luftfederung seltsamerweise erst vor zwei Tagen neu eingebaut. Der Fahrer muss mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe rechnen.

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