Operation durchs Schlüsselloch

Die Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am RoMed-Klinikum Rosenheim hat jetzt für ihre herausragende Expertise und Struktur die Auszeichnung „Zertifiziertes Kompetenzzentrum für Minimalinvasive Chirurgie“ von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-, und Viszeralchirurgie erhalten. Damit ist das RoMed-Klinikum neben einem weiteren Krankenhaus das einzige zertifizierte Zentrum südlich von München.

Doch gehören nicht heutzutage minimalinvasive Verfahren bereits zum Standard? „Nun, ganz so ist es nicht“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Kai Nowak und berichtet: „In Deutschland werden immer noch mittel- und hochkomplexe Eingriffe überwiegend durch große Schnitte operiert. Wir in Rosenheim führen auch einen Hauptanteil hochkomplexer Operationen wie beispielsweise in der Tumorchirurgie minimalinvasiv durch. Dank verfeinerter Techniken und langjähriger Erfahrung sind wir hier im gesamten Team stolz, zum Wohle der Patienten in eine andere Dimension gelangt zu sein.“ Gut etabliert hat sich zum einen die Chirurgie bei gutartigen Erkrankungen wie Gallensteinleiden, Leisten- und Narbenbrüche und Operationen bei Sodbrennen. Zum anderen wird der überwiegende Anteil der bösartigen Erkrankungen des Bauchraums und des Brustkorbs in der schonenden Technik operiert. „Durch das minimalinvasive Verfahren erholen sich unsere Patienten schneller von den Eingriffen als bei offenen Operationen. Und da nur kleinste Narbenentstehen, sinkt außerdem das Risiko von Verwachsungen“, betont Nowak.

 

Pro Jahr werden am RoMed Standort Rosenheim über 1.000 Eingriffe in minimalinvasiver Technik durchgeführt. Bei dem auch als „Schlüsselloch-Chirurgie“ bekannten OP-Verfahren nimmt der Chirurg den Eingriff mittels Videokamera über kleine Schnitte mit speziellen Instrumenten vor. Der entscheidende Vorteil dieser Methode liegt darin, dass durch die geringfügigen Eingriffe die Haut und Weichteile geschont werden. Zudem rufen die nur winzigen Einschnitte kaum Wundschmerzen hervor, infolgedessen der Schmerzmittelbedarf sinkt. Letzte Studien ergaben überdies, dass die Überlebensraten bei bösartigen Krankheitsbildern wie Dickdarm- als auch bei Enddarmkrebs höher sind, wenn minimalinvasiv operiert wird.

 

Um den Zertifizierungsanforderungen der Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zu entsprechen, musste das RoMed Klinikum Rosenheim neben den geforderten Mindestmengen an minimalinvasiven Eingriffen die Durchführung durch jeweils erfahrene Operateure vorweisen. Ebenso wurden die erforderlichen technischen und fachlichen Ausstattungen und ein adäquates Qualitätssicherungssystem überprüft.

 

„Diese Auszeichnung, die nach strengen Maßstäben nur wenigen Krankenhäusern zuteilwird, ist uns Ansporn zur stetigen Weiterentwicklung und es erfüllt uns mit Stolz und Freude, unseren Patientinnen und Patienten durch die minimalinvasive Chirurgie eine wirklich exzellente Medizin anbieten zu können“, betont kaufmännischer Leiter Dr. Max von Holleben.

 

 

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