18 Tote in einer Woche

75  Corona-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich elf Patienten (Vorwoche acht) mit schweren Verläufen auf einer Intensivstation. Das Gesundheitsamt in Rosenheim ist in Sorge. „Es steht zu befürchten, dass durch die Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken – mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen. Erste Hinweise darauf sind die gestiegenen Behandlungszahlen auf den Normal-Stationen, aber gerade auch auf den Intensivstationen in den Kliniken der Region”, sagt am heutigen Freitag Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes in Rosenheim. Das Amt stemme sich mit allen Unterstützungskräften weiterhin mit aller Macht gegen diese zweite Welle …

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt 602 neue Fälle (Vorwoche 748) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet.

Bisher sind insgesamt 8.464 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 6.628, Stadt: 1.836).

269 Personen sind bis heute an und mit der Corona-Erkrankung gestorben – 18 mehr als noch vor einer Woche. (Landkreis: 244, Stadt: 25). Von den Verstorbenen waren neun Personen unter 60 Jahren. 177 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

Dr. Hierl mahnt: „Trotz der ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen verharrt das Infektionsgeschehen in der Region bislang auf einem hohen Niveau und konnte nicht wie erhofft deutlich abgebremst werden. Aktuell werden täglich über 100 Personen in Stadt und Landkreis positiv gemeldet. Das sind zu viele Fälle, um das Infektionsgeschehen wirkungsvoll eindämmen zu können. Nach wie vor sehe ich die Situation sehr kritisch. Insbesondere die Zahl der Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereitet uns Sorgen.“

Man hoffe, dass die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Beschränkungsmaßnahmen doch noch eine deutlichere Wirkung entfalten werden.

Man müsse zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in der Region vermeiden. Das gelinge aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten, so Dr. Hierl.

Der Blick auf die Fallzahlen der Gemeinden:

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