Bilanz und Ausblick der Inspektion

Führung der Landkreisfeuerwehren tagte im Gemeindesaal in Pfaffing - Zahlreiche Themen

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Wenn sich die Kreisbrandinspektion Rosenheim in der Vergangenheit auch bis zu zehnmal im Jahr zur Abstimmung und Beratung traf, war allen Mitgliedern schon im Frühjahr 2020 bewusst, dass dies heuer selten in der gewohnten Runde sein würde. Und so freuten sich alle Mitglieder auf dieses Wiedersehen, das am Wochenende im Pfaffinger Gemeindesaal stattfand. Die Führungskräfte der Feuerwehr trafen sich, um Probleme zu diskutieren, Beschlüsse zu fassen und sich gegenseitig über Neuigkeiten auszutauschen. Natürlich mit dabei: Kreisbrandrat Richard Schrank.

Er konnte gleich zu Beginn der Sitzung feststellen, dass seine Kreisbrandinspektion bist auf einen Mann komplett an diesem Abend angetreten war. Besonders erfreulich wertete der Kreisbrandrat auch, dass der Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Rosenheim, Stefan Forstmeier, mit einer der guten Seelen des Sachgebiets, Sachbearbeiterin Sabine Aue, den Abend begleiteten.

Richard Schrank sprach an diesem Abend zahlreiche Themen an – von der aktuellen Entwicklungen zum Thema Corona bis zur erneuten Bekanntgabe des Katastrophenfalls, der ab morgen für ganz Bayern gilt. „Welche Auswirkungen das jetzt auf die Feuerwehren hat, ist heute noch nicht klar”, so der Kreisbrandrat.

Auch die Ausbildung der Floriansjünger war natürlich ein Thema. Die Kreisbrandinspektion Rosenheim habe vor kurzem ein Konzept vorgelegt und im Landkreis eingeführt, das den Feuerwehren auch weiterhin Ausbildung und Übung unter Einhaltung definierter Maßnahmen und Richtlinien ermöglichen soll. Schrank: „Dieses Konzept findet sowohl in übergeordneten Verbänden, als auch von Regierungsseite her Zustimmung.” Leider sei aber auch hier – genauso wie an den drei bayerischen Feuerwehrschulen – die Ausbildung wegen Corona „in ein tiefes Loch gerutscht”. 2021 müsse schnellstens Abhilfe geschaffen werden. „Erste Konzepte und Planungen für einen Neustart laufen.”

In den vergangenen drei Jahren seien gut zwei Drittel der Feuerwehren des Landkreises (insgesamt 117) besucht und begutachtet worden. „Dabei leistet das verantwortliche Team einen großen Dienst für die heimischen Feuerwehren und die Gemeinden.”

Schrank abschließend: „Für die Zukunft ist geplant, weitere Drehleiter-Standorte im Landkreis Rosenheim zu finden und etablieren.”

Neu in der Runde war der zukünftige Kreisbrandmeister Franz Aichinger, der die Nachfolge von Martin Gruber antritt.

Gruber steigt am morgigen Mittwoch zum Kreisbrandinspektor auf und nimmt somit die Position von Johann Huber (rechts) ein. Huber erreicht an diesem Tag die Altersgrenze und muss kraft Gesetz aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden.

Der Kreisbrandrat hielt hierzu eine emotionale Rede und bedankte sich – fürs Erste – mit einem kleinen Geschenkkorb für die von Huber „geleisteten 32 Jahre im Dienste der Kreisbrandinspektion“. „So etwas zu sehen, bei so etwas dabei zu sein, ist schon etwas Großartiges. Der Hans ist über 32 Jahre bei der Kreisbrandinspektion und ich erst insgesamt 37 Jahre bei der Feuerwehr”, zollte Schrank dem scheidenden Huber seinen Respekt.

Von den Teilnehmern des Abends gab es für Huber stehend Ovationen.

Die Kreisbrandmeister Marcus Huber aus Rott und Hermann Kratz aus Wasserburg (rechts), die für Stadt und Altlandkreis Wasserburg zuständig sind – da oane drenterhoi, da anda herenterhoi vom Inn.

Schrank bedankte bei die Confiserie Dengl aus Rott, die für jeden Teilnehmer extra ein Schokoladen-Feuerwehrauto produzierte hatte, bei der Gemeinde Pfaffing, die Sitzungsgetränke spendierte, beim Landratsamt, das ein Säcklein mit guten Sachen für die staade Zeit mit drauf legte, bei der die Firma Stirner Brandschutz für einen ganzen Sack mit Schreibutensilien und bei bei der Wasserburger Stimme, die allen eine Mass Weihnachtsbier der Brauerei Forsting – natürlich für daheim – spendiert hatte. Ein Dank ging auch an die Helfer der Feuerwehr Pfaffing, die zusammen mit der Gemeinde die Sitzung unter Einhaltung der Corona-Beschränkunegn ermöglicht hatte.

Fotos: RED

 

 

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