Unter einem guten Stern

Caritas-Kinderdorf Irschenberg: Mit Kreativität die schöne Gemeinschaft für alle spürbar gemacht

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Mit viel Liebe war alles hergerichtet: Da die betreuten Mädchen und Buben seit geraumer Zeit die räumliche und soziale Distanz auch im Caritas-Kinderdorf Irschenberg wahren müssen – und somit auch alle auf den diesjährigen Besuch der Kindermette verzichten – hat ein Team aus dem Kinderdorf zusammen mit dem neuen Diakon im Pfarrverband, Andreas Maier, einen ganz besonderen Gottesdienst organisiert. Und zwar auf dem Freigelände rund um den Sportplatz …

Dafür war mit der Dorfleitung ein Abstands- und Hygienekonzept erarbeitet worden. So wurde beispielsweise sichergestellt, dass zwischen den Hausständen während der Andacht jeweils mindestens zehn Meter Abstand eingehalten und dass es auf dem Hin- und Rückweg zu keinen Begegnungen zwischen den Hausständen kam.

Als Vorbereitung auf die Feier, die unter dem Motto „Unter einem guten Stern“ stand, hatten die Kinderdorf-Familien eine Woche zuvor von der Vorbereitungsgruppe ein Liedblatt bekommen sowie die Anleitung, einen Stern von Betlehem zu basteln.

Neben dem Einüben der Lieder wurde jedes Kinderdorfhaus gebeten, einen Kometen aus Papier vorzubereiten und zur Andacht mitzubringen. Auf dem großen Stern sollten alle Bewohner der Wohngruppen gute Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit schreiben und diese möglichst bunt und vielfältig gestalten.

Während des Gottesdienstes am gestrigen Donnerstagnachmittag nun musste dann auf das Singen verzichtet werden, dafür sorgten Mitarbeitende für den musikalischen Rahmen.

Die Sterne wurden eingesammelt und gesegnet und jedes Haus erhielt am Ende einen anderen Stern voller Zuversicht. So wurden auch in Zeiten mit eingeschränktem Kontakt gute Wünsche direkt von Mensch zu Mensch weitergetragen.

Die Dorfgemeinschaft ist ein wesentlicher Teil der Kinderdorf-Pädagogik. In Zeiten von sozialer Distanz können die Kinderdorf-Familien diese kaum mehr erleben. Daher war es den Verantwortlichen wichtig, mit Kreativität und Flexibilität die Gemeinschaft wieder für alle spürbar zu machen.

Mit der Adventsandacht gelang es ihnen, ein Zeichen der Verbundenheit im Kinderdorf zu setzen. Nun können die Bewohner gestärkt in die nächsten Wochen des Lockdowns gehen.

Besonders schön: Da die sonst üblichen, gemeinschaftlichen Adventstreffen am Maibaumplatz nicht möglich sind, steht jeweils eine Adventstüte mit Leckereien, einem Gedicht oder einer Geschichte vor der Haustüre einer jeden Kinderdorf-Familie. 

Jedes Doppelhaus im Caritas-Dorf zählt seit der Corona-Pandemie als ein Hausstand und die Kinderdorfhäuser dürfen sich untereinander nicht treffen …

 

 

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