16 Patienten auf Intensiv

Ausnahmsweise an einem Montag – wegen der vergangenen Feiertage – und nicht wie gewohnt am Freitag meldet das Landratsamt Rosenheim heute Nachmittag seinen Corona-Wochenbericht. Zum gestrigen Impfstart im Landkreis schreibt die Behörde nichts. Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 562 neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind somit insgesamt 10.590 Fälle von COVID-19 hier aufgetreten (Landkreis: 8.327, Stadt: 2.263). 342 Personen sind bislang an und mit der Erkrankung gestorben. Wie berichtet im Landkreis 309 Menschen – in der Stadt Rosenheim 33 …

Dem Gesundheitsamt wurden 30 Personen (Vorwoche 24) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon waren 21 Personen über oder 80 Jahre alt und neun Personen zwischen 60 und 80 Jahren. 22 dieser Verstorbenen waren in einem Heim betreut worden.

123 Corona-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär im Krankenhaus behandelt. Hiervon befinden sich aktuell 16 Patienten mit schweren Verläufen (Vorwoche 20) auf einer Intensivstation.

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim:

„Nach wie vor sehe ich die Situation in der Region Rosenheim sehr kritisch. Insbesondere die Zahl der Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereitet uns Sorgen.

Es zeigt sich mittlerweile, dass durch das Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen.

Trotz eines leichten Rückgangs seit dem letzten Wochenbericht bereiten uns auch die Behandlungszahlen von COVID-19-Patienten in den Kliniken der Region Sorgen, insbesondere auf Intensivstationen. Das Gesundheitsamt stemmt sich mit allen Unterstützungskräften weiterhin mit aller Macht gegen diese zweite Welle und versucht, mit deutlich aufgestocktem Personals ein Wiederansteigen der unkontrollierten Ausbreitung in der Region zu verhindern.

Wir hoffen, dass die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen, strengen Beschränkungsmaßnahmen eine deutlichere Wirkung entfalten werden. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten!”

Der Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen Gemeinden – laut Behörde Stand heute: