Ärger über „unfairen Wettbewerb”

Baustoffhandel aus Kolbermoor wendet sich wegen der Discounter und deren Warensortiment an die Politik

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Mit einem offenen Brief haben sich die Betriebsinhaber der Firma ZE Süd, Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb aus Kolbermoor, nicht nur an Lokalpolitiker wie Kolbermoors Zweiten Bürgermeister Dieter Kannengießer (rechts), sondern auch an die verantwortlichen der großen Politik Ministerpräsidenten Markus Söder und dem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gewandt. Darin prangern sie „pandemische Missstände” an. 

Unter anderem wird in ihrem Schreiben auf die Wettbewerbsverzerrung im Lebensmittelhandel eingegangen. „In den Werbeprospekten der Discounter wird uns vor Augen geführt, dass sich der Großteil nicht auf Dinge des täglichen Bedarfs konzentriert, sondern auf Sportbekleidung, Heimwerkerbedarf, Kleinmöbel, Elektrogeräte und vieles mehr”, so die Betriebsinhaber im Gespräch mit  Dieter Kannengießer.

Man sei  zwar froh, dass inzwischen endlich auch in Bayern „Click+Collect” erlaubt ist und das Ungleichgewicht in den Bundesländern in diesem Punkt aufgehoben ist, dennoch bleibe der Nachteil des Einzelhandels gegenüber den Discountern. Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb fordern daher klare Regeln, „die fair sind und nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.”

 

Gerhard Schlarb, bekannt auch als Ortsvorsitzender der „Parteifreien“ in der Stadt Kolbermoor, ist enttäuscht, über die fehlende Resonanz. „Vom Rosenheimer Landrat Otto Lederer habe ich keine Antwort erhalten, jedoch eine positive vom Altöttinger Landrat Erwin Schneider. Noch größer ist die Enttäuschung über die Verantwortlichen aus der großen Politik, die das offensichtlich gar nicht interessiert“, so Schlarb.

Schlarb hätte sich erwartet, dass die angeschriebenen Lokalpolitiker aus den verschiedenen Parteien die dargestellten Missstände wenigsten mit ihren Abgeordneten diskutieren und hier eine Reaktion erfolgt. Bürgermeister Dieter Kannengießer kann die Forderungen nur unterstreichen, sieht aber genau aus den Erkenntnissen der bisherigen Pandemiezeit den geringen Einfluss der Abgeordneten und der überdimensionierten Parlamente.  Schlarb hofft dennoch „auf tatkräftige und kreative politische Unterstützung.”

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