Von Mutationen umzingelt

Von Tschechien aus drohe die britische Mutations-Gefahr, von Österreich – oder genauer gesagt vom angrenzenden Tirol – die südafrikanische Mutations-Gefahr: Der Freistaat Bayern scheint umzingelt wie kein anderes Bundesland, aber auch wenn es lustig klingen mag – es ist es nicht! Bayern will deshalb wieder stationäre Kontrollen an der Grenze zu Österreich und Tschechien. So könne man gegebenenfalls auch Einreisewillige zurückweisen. Das werde man beim Bund beantragen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder heute in der Pressekonferenz am Nachmittag nach der Kabinettssitzung an.

Nach seinen Informationen werde der Bund nun Tirol und Tschechien zu Mutationsgebieten erklären, sagte Söder. Das hätte zur Folge, dass man nur noch mit einem negativen Corona-Test einreisen dürfe. Dies könne die Sicherheit deutlich erhöhen, sagte Söder mit Blick auf die Regionen in Grenznähe – siehe den Landkreis Rosenheim.

Wie ernst die Lage sei, das würden nicht nur die Inzidenz-Zahlen von Tirschenreuth zeigen: Wegen massiver Infektionszahlen schottet Tschechien zum Beispiel jetzt drei Grenzbezirke von der Außenwelt ab. Wer dort wohne, dürfe den jeweiligen Bezirk nicht mehr verlassen. Leute von außerhalb würden nicht hereingelassen. Die Maßnahmen werden in der Nacht zum heutigen Freitag in Kraft treten.

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