3000 Feuer brannten

Brenner-Nordzulauf: Dreimal so viele Protest-Flammen wie gedacht entlang der geplanten Bahntrassen

Die Veranstalter hatten gestern 1.000 Feuer anvisiert, aber am Ende brannten über 3.000 Flammen von Ostermünchen bis Kiefersfelden entlang der vier geplanten Bahntrassen. Bauern, Handwerker, Akademiker – Singles, Kinder, Eltern und Großeltern, Einheimische und Zuagroaste – die Menschen kommen aus allen Teilen der Gesellschaft, um auf die Zerstörung von Natur und Heimat aufmerksam zu machen, freuten sich der Verein Brennerdialog Rosenheimer Land. Es wurde ein überwältigender Protest gegen die geplanten Bahntrassen im Landkreis …

… im Voralpenland drohe ein zweites Stuttgart 2. Und das alles ohne sachlichen Grund, denn ein Bedarf sei nicht erkennbar. Die bestehende Bahnstrecke sei nur zu 50 Prozent ausgelastet und mit einer Modernisierung könnten 99 Prozent der geforderten 400 Züge zum Brennertunnel fahren.

„Ich bin begeistert und stolz, dass so viele Menschen nach der langen Coronapause nun wieder protestieren und ich bin zuversichtlich, dass wir im Wahljahr noch viele heiße Aktionen machen werden“, so Ralf Exler von der Bürgerinitiative Kolbermoor in einer Presseerklärung des Vereins.

Foto: Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. – BI Kolbermoor

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8 Kommentare zu “3000 Feuer brannten

  1. Ob auch 3.000 Feuer brennen würden, wenn eine Bürgerinitiative im Inntal von den Menschen immer wieder einfordern würde, z.B. jeweils ganz individuell auf Autofahrten zu verzichten und bewusst Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um einen Beitrag zum Klimaschutz und neuer Mobilität zu leisten?

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    1. Alexander Wolff

      Super Kommentar Hr. Nachdenklicher.

      Ich möchte Ihren Gedanken noch etwas weiterspannen. Auf Olivenöl aus Griechenland, Nudeln aus Italien, ….zu verzichten?

      Wo soll dann der ganze Verkehr denn hin. Was uns bevor steht, wenn der Brennertunnel fertig ist, sehen wir wenn wieder Blockabfertigung ist und die LKW’S bis nach München sich stauen.

      Deshalb wäre es doch besser den Nordzulauf (zu welchem wir uns Vertraglich Verpflichtet haben) zu bauen und dann die Inntalautobahn für den Transitlkwverkehr zu sperren. Denn wo sind denn die Abgase und der Lärm der LKW schön und romantisch wenn man von der Asten ins Inntal schaut.

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      1. “Wo soll denn der ganze Verkehr hin?”

        Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

        “Die bestehende Bahnstrecke sei nur zu 50 Prozent ausgelastet und mit einer Modernisierung könnten 99 Prozent der geforderten 400 Züge zum Brennertunnel fahren.”

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      2. Den Transit für LKW sperren? Wie naiv muss man eigentlich sein? Der gegen diese Lobby ankommt, ist noch nicht geboren.

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    2. Eine schöne rhetorische Frage, die wohl nur den Hintergrund hat, den Protest zu diskreditieren.

      Das müssen ja alles Klimaschweine sein, wenn sie gegen eine Bahnstrecke demonstrieren, gell …

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      1. Das nicht direkt, Martin, es könnten auch einige Romantiker dabeigewesen sein, die mit ihren Familen zum Sonnenuntergang spazieren gegangen sind und von interessierten Bauern hingekarrtes Brennholz angezündet haben. Natürlich nur von den Bauern, die von der Trassenführung betroffen sind. Und natürlich schon auch Überzeugte, klar, ist auch erlaubt und nicht schlechtzureden. Von der Blockadehaltung sind aber viel mehr Personen betroffen, davon bin ich fest überzeugt. Drum bin ich dafür!

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        1. Der mal richtig Nachdenkliche

          Sehr gut.

          Die Bahn wäre das erste Börsennotierte Unternehmen, was lieber Millionen in den Bau einer neuen Strecke steckt statt für billiges Geld eine Bestandsstrecke auszubauen.

          Gut wenn man wie bei der BI Kolbermoor als Experten einen Zugführer aus dem Personennahverkehr nimmt. Der weiß das bestimmt besser, welche Voraussetzungen es gibt für einen Güterzug mit Gefahrgütern, der ja auch eine gewisse Geschwindigkeit fahren muss.

          Die Bahnvorstände sind schon dumm, Sie könnten ja viel mehr Gewinn machen, wenn Sie mal auf einen Zugführer hören würden statt, auf die Experten welche das Studiert haben. Somit verzichten die Bahnvorstände auf mehr Gehalt?

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  2. Die schweigende Mehrheit

    Ja zum Brenner-Nordzulauf und Ja zur massiven Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene! Die Menschen auch bei uns in der Region werden ihr Konsum- und Mobilitätsverhalten von alleine nicht schnell genung ändern. Wir wollen daher nicht in immer noch mehr LKW-Verkehr durch unsere Heimat ersticken, wir müssen sie und uns davor schützen – auch wenn das Einschnitte bedeutet!

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