Lauter Protest durchs Inntal

Der Protest durchs Inntal: Bürgerinitiativen aus dem ganzen Landkreis erwarten 5.000 Teilnehmer zur „Protestwelle“ am kommenden Samstag, 24. April! Die DB-Netz AG präsentierte vor einer Woche die violette Strecke östlich des Inns als finale Trasse mit großem Tunnelanteil (wir berichteten). Viele rechnen deshalb mit einem Nachlassen des Widerstands, vor allem bei den nun nicht mehr betroffenen Gemeinden. Aber das Gegenteil ist der Fall, denn alle Bürgerinitiativen ziehen weiter an einem Strang, um die Zerstörung der Heimat zu verhindern.

Hoit ma zamm – unter diesem Motto laden 50 Bauzaun-Banner im ganzen Landkreis zur Protestwelle gegen die überflüssige Bahnstrecke durch das Inntal ein.

In einer Presseerklärung am heutigen Dienstagnachmittag heißt es vom Brennerdialog e.V.:

Allen geschönten Statistiken und „überoptimistischen“ Prognosen zum Trotz gibt es bis heute keinen nachgewiesenen Bedarf für den Bau neuer Gleise. Deshalb haben auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer bekräftigt, dass es ohne Bedarf keine neue Bahnstrecke geben dürfe.

Aber Andreas Scheuer und die anderen Befürworter fordern unbeirrt neue Gleise mit der pauschalen Begründung „Güter auf die Schiene“, ohne hierfür plausible Konzepte und überzeugende Argumente zu liefern.

Eine breite Bürgerfront kämpft für den Schutz der Heimat und gegen ein nachgewiesen überflüssiges Bahnprojekt, das Milliarden kosten wird und die Modernisierung alter Bahnstrecken verzögert. Bildnachweis: ollo | iStock

Alle engagierten Bürger sind deshalb am Samstag, 24. April, ab 14 Uhr zur Protestwelle eingeladen. Pünktlich um 15 Uhr wird von Ostermünchen alle fünf Minuten eine „Lärmwelle“ mit 230 km/h entlang der Trasse nach Oberaudorf rasen.

Ob Sirenen, Töpfe, Trillerpfeifen, Trompeten, Kuhglocken – alles, was lärmt, ist willkommen.

Alle Informationen zum Verlauf der Protestwelle, den Parkmöglichkeiten und Infopunkten gibt es unter www.brenneraktion.de.

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