Zu schnell durch die Nacht

In den Abendstunden des Samstags fand unter Federführung der Polizeiinspektion Bad Aibling eine größere Kontrollaktion in Bad Aibling, Bruckmühl, Pullach und Kolbermoor statt. Ziel des Ganzen war hauptsächlich die Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen, einer der Hauptunfallursachen.

Hierbei unterstützten Kräfte der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim und der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim die örtlich zuständige Polizeiinspektion Bad Aibling. Außerdem war ein Team der kommunalen Verkehrsüberwachung mit in die Aktion eingebunden.

Bei stationären Geschwindigkeitsmessungen sowohl inner- als auch außerorts mussten insgesamt 182 Verkehrsteilnehmer wegen zu hoher Geschwindigkeit beanstandet werden. Die meisten Verstöße lagen im Verwarnungsbereich, acht jedoch bereits im Bereich einer Bußgeldanzeige. Drei der beanstandeten Verkehrsteilnehmer erwartet aufgrund ihrer deutlich zu hohen Geschwindigkeit nun ein Fahrverbot – darunter ein 21-jähriger Kolbermoorer, der als Tagesschnellster mit 110 km/h statt der erlaubten 50 gemessen wurde.

Bei drei Verkehrsteilnehmern wurden außerdem selbst vorgenommene Veränderungen an ihren Pkw festgestellt, die nicht mit den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung in Einklang zu bringen waren. Diese müssen sich nun wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis ebenfalls auf ein empfindliches Bußgeld einstellen.

 




Treffen sich drei VWs …

Heute Vormittag ereignete sich gegen 10:00 Uhr in Miesbach auf Höhe Bayrischzeller Straße/ Miesbacher Straße ein Verkehrsunfall. Ein 41-jähriger Mann aus Kirchseeon fuhr mit seinem VW Touran in Richtung Schliersee und musste verkehrsbedingt anhalten. Eine dahinter fahrende Frau aus Fürth konnte in ihrem VW Polo ebenfalls noch abbremsen. Eine 18-Jährige aus Zwiesel, die mit ihrem VW Touran dahinter fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf das Heck des Polos auf und schob diesen auf den vordersten Touran auf.

Es entstand ein Gesamtsachschaden von zirka 35.000 Euro. Die 68-jährige Fürtherin im mittleren Fahrzeug wurde zudem leicht im Brustbereich verletzt und musste zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus nach Agatharied verbracht werde. Die Polizeiinspektion Miesbach hat Ermittlungen gegen die 18-Jährige wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Unbeteiligte Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Miesbach (08025-2990) zu melden.

 




Doppeleinsatz am Nigglsteig

Gleich zu zwei Einsätzen an fast der gleichen Stelle musste die Bergwacht Bad Feilnbach am Mittwoch ausrücken. Gegen 10 Uhr geriet ein 65-jähriger Bergwanderer am Nigglsteig im Jenbachtal in einen Steinschlag. Der Mann wurde von einem großen Stein am Kopf getroffen und mit dem ADAC-Hubschrauber Christoph 1 in eine Spezialklinik geflogen.

Die Bergwacht transportierte anschließend die Begleiter des Verunfallten mit dem Geländefahrzeug ins Tal. Auf Grund der Schwere der Verletzung erfolgte eine Unfallaufnahme durch die Alpine Einsatzgruppe der Polizei. Unfallursache waren vermutlich Jungrinder, die sich oberhalb der Unfallstelle befanden. Auch während der Bergung wurden wiederholt Steine durch die Tiere losgetreten.

Die Einsatzkräfte waren gerade am Einrücken, als gegen 12 Uhr ein weiterer Unfall an fast der gleichen Stelle gemeldet wurde. Eine 42-Jährige Bergsteigerin war vom Weg abgerutscht und einige Meter im steilen Gelände abgestürzt. Ein Stacheldrahtzaun verhinderte ein schlimmeres Unglück. Ersthelfer vom vorangegangenen Unfall, die noch in der Nähe waren, hörten die Hilferufe der Frau und eilten zur Absturzstelle. Sie konnten wegen des Steilgeländes aber nicht weiter helfen. Die Frau konnte dann mit einer Seilsicherung aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Zum Glück zog sie sich nur leichtere Verletzungen zu und konnte selbst zum Geländefahrzeug der Bergwacht gehen, mit dem sie an den Ausgangspunkt ihrer Wanderung gebracht wurde.




Unfallflucht in Kolbermoor

Am gestrigen Mittwoch ereignete sich in der Zeit zwischen 10.30 und 10.45 Uhr in Kolbermoor in der Straße „Am Rothbachl“ am dortigen Supermarktparkplatz ein Verkehrsunfall mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Eine 22-jährige Fahrerin eines grauen VW-Transporters stellte diesen auf der linken Seite entlang der Parkplätze vor den dortigen Altpapiercontainern ab und begab sich kurz zum Einkaufen.

Nach Rückkehr stellte sie am VW-Transporter am rechten hinteren Seitenteil und an der rechten Schiebetür deutlich erkennbare Eindellungen und Schrammspuren fest. Nachdem am VW-Transporter keinerlei Fremdlackspuren vorhanden waren kann es sein, dass es sich bei dem Fluchtfahrzeug entweder um ein Fahrzeug mit Aluaufbau oder einem Aluanhänger gehandelt hatte. Am VW-Transporter entstand ein Schaden von zirka 4.000 Euro.

 

Passanten, die Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei Bad Aibling (Telefon 08061-90730) in Verbindung zu setzten.




Produkte bestellt und nie erhalten

Bei der Polizeiinspektion Miesbach wurden zuletzt vermehrt Warenbetrüge angezeigt, bei denen die Betrugsopfer teilweise 4-stellige Geldbeträge auf spanische Bankkonten (IBAN „ES“ für Spanien) überwiesen haben. Die Geschädigten kauften im Internet auf verschiedenen Online-Auktionsportalen Waren, die im Anschluss an die Bezahlung per Überweisung jedoch nicht geliefert wurden.

Die gutgläubigen Käufer traten im Vorfeld des Kaufs auch meist mit den Verkäufern in Kontakt und bekamen dabei auch glaubwürdige Geschichten präsentiert, warum auf ein spanisches Konto einbezahlt werden solle. Dadurch ging wohl das Mindestmaß an Miss-/Vertrauen bei den Käufern verloren.

Unter anderem kam zu Warenbetrügereien mit folgenden Gegenständen: Kaffeemaschine 800 Euro, Fleischermaschine 1.750 Euro, Mobiltelefon 200 Euro, Staubsauger 140 Euro, Sitzrasenmäher 1.550 Euro. Alle Geldbeträge wurden auf verschiedene spanische Konten überwiesen.

 

Eine Rückbuchung der Geldbeträge über die Hausbank ist nahezu aussichtslos. Die Polizei rät deshalb gerade bei Auslandsüberweisungen genau zu prüfen, ob der Zahlungsempfänger tatsächlich vertrauenswürdig ist oder ob nicht doch ein Zweifel besteht, den Kauf der Ware auch durchzuführen.

 




Einsatz mit Hindernissen

Am Mittwochabend wurde die Feuerwehr Stadt Bad Aibling zu einer klinischen Einrichtung in der Rosenheimer Straße alarmiert. Dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Als die Einsatzkräfte eintrafen, haben sich alle Bewohner vorbildlich am Sammelplatz eingefunden.

Dann begannen die Probleme für die Einsatzkräfte. Da die Brandmeldeanlage noch nicht technisch abgenommen ist, waren auch im Feuerwehr Schlüsseldepot noch keinerlei Schlüssel für die Feuerwehr hinterlegt. Der Einsatzleiter hatte auch keinen Zugang zum Feuerwehrbedienfeld, da er vor verschlossenen Türen stand. Eine Pflegekraft kam zur Hilfe und sperrte dem Angriffstrupp und dem Einsatzleiter die Türen zur Brandmeldezentrale und der Schadensstelle auf. Von den technisch Verantwortlichen war telefonisch niemand zu erreichen.

Zum Glück stellte sich der Alarm nur als technische Störung heraus. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Bewohner. Allerdings hätte die Feuerwehr im Ernstfall wenn niemand erreichbar gewesen wäre, sich mit Gewalt Zugang zu den Räumlichkeiten verschaffen müssen. Der dadurch entstehende Schaden wäre dann nicht unerheblich.

Foto: © Feuerwehr Bad Aibling




Vermisstes Mädchen löst Polizei-Großeinsatz aus

Heute Morgen eilten gegen 8.45 Uhr mehrere Polizeistreifen zur Grundschule nach Brannenburg in der Kirchenstraße. Grund war eine Mitteilung bei der Polizei, dass eine Erstklässlerin nicht in der Schule angekommen sei. Laut der 32-jährigen Mutter sei die 7-jährige Brannenburgerin gegen 7.45 Uhr von zu Hause losgelaufen und nicht um 8.00 Uhr im Unterricht gewesen.

Da es sich bei dem Schulweg nur um wenige hundert Meter handelte, musste die Polizei alle möglichen Konstellationen in Betracht ziehen. Es wurden daher 15 Polizeibeamte, ein Diensthundeführer sowie ein Polizeihubschrauber eilig zusammengezogen um eine großangelegte Suchmaßnahme zu starten. Das Großaufgebot an Polizeifahrzeugen sorgte selbstverständlich für Aufregung und auch aus der Bevölkerung schlossen sich viele Passanten bei der Suche nach dem Mädchen an. Glücklicherweise konnte um 9.10 Uhr eine Polizeistreife die 7-Jährige an ihrem ehemaligen Kindergarten in Brannenburg wohlbehalten auffinden und mit der 32-jährigen Mutter vereinen. Warum sich das Mädchen völlig atypisch dorthin begab, konnte letztlich nicht aufgeklärt werden.

 




Mountainbiker greift Naturschutzbeauftragten an

Am Sonntag befand sich ein 35-jähriger Naturschutzbeauftragter des Landratsamtes Miesbach im Rotwandgebirge, um Natursuchende und Mountainbikefahrer über das Landschaftsschutzgebiet aufzuklären. Bis zum frühen Nachmittag führte der Beauftragte über hundert Gespräche. Der 35-Jährige war anhand seiner Oberbekleidung als Mitarbeiter des Landratsamts deutlich zu erkennen.

Gegen 13:30 Uhr kam er auch mit einem etwa 65-jährigen Mountainbiker und dessen Begleiter in Kontakt, die sich im Bereich des Pfannengrabens völlig unbeeindruckt von den Verordnungen des Landschaftsschutzgebietes zeigten. Der Mountainbiker ging letztlich im Zuge des Aufklärungsgespräches plötzlich auf den Mitarbeiter des Landratsamt los, schlug diesen und schubste ihn zu Boden. Der Naturschutzbeauftragte zog sich durch den Angriff mehrere Prellungen und Schürfwunden zu.

Erst als eine ankommende Wandergruppe auf die Situation aufmerksam wurde und sich bemerkbar machte, ließ der Mountainbiker, der sich mittlerweile bedrohlich über den am Boden liegenden Naturschutzbeauftragten aufgebaut hatte, von seinem Opfer ab und entfernte sich zusammen mit seinem Begleiter talwärts.

 

Täterbeschreibung und Zeugenaufruf:

Das Opfer kann den Täter wie folgt beschreiben: männlich, etwa 65 Jahre alt, zirka 1,75 Meter groß, kräftige Statur mit hervortretenden Bauch, markante Boxernase, sonnengebräunter Teint, ohne Bart; der Mountainbiker sprach mit bayerischem Dialekt. Am auffälligsten waren sein blaugrauer Helm und sein grellorangenes T-Shirt.

Begleiter: männlich, ebenfalls etwa 65 Jahre, ebenfalls mit hervortretenden Bauch. Dieser Mann trug ein blaues T-Shirt, eine schwarze Fahrradhose, einen grauen Rucksack, einen blaugrauen Helm und war unterwegs mit einem schwarz-gelben E-Bike der Marke HaiBike.

Die Polizeiinspektion Miesbach bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer kann sachdienliche Hinweise zur Person des Täters oder dessen Begleiter machen? Es ist davon auszugehen, dass die Mountainbiker den Pfannengraben an der Forststraße Valepp in Richtung Rottach-Egern oder Spitzingsee verlassen haben.
Hinweise bitte telefonisch an die Polizeiinspektion Miesbach unter 08025/299-0.




Private Fahrstunden in Raubling

Gestern führten Beamte der Polizeiinspektion Brannenburg in den frühen Abendstunden Verkehrskontrollen im Gemeindebereich von Raubling durch. Den Beamten fiel dabei ein Fahrzeug auf, welches einen äußerst auffälligen Fahrstil aufwies. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich schnell der Grund hierfür heraus.

Ein 48-jähriger Mann aus Raubling, machte mit seinem 18-jährigen Sohn „private Fahrstunden“, da er sich die kostspieligen Fahrstunden sparen wollte.

Den jungen Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Gegen den 48-jährigen Vater wird ebenfalls ermittelt. Da er der Halter des Fahrzeugs ist, hat sich dieser wegen des Ermächtigens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis strafbar gemacht.

Die Polizei rät: Wer privat Autofahren üben möchte, kann dies meist schon gegen eine geringe Gebühr auf einem offiziellen Verkehrsübungsplatz tun – Voraussetzung: Hier muss ein Beifahrer mit an Bord sein, der über eine gültige Fahrerlaubnis verfügt.

 

 

 




Föhn fängt Feuer

Am Montag kam es in Schliersee bei Rothendasch gegen 13:30 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz. Anwohner meldeten am Notruf eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr Schliersee, die mit 20 Einsatzkräften sowie mehreren Fahrzeugen, am Einsatz beteiligt waren, verschaffte sich Zugang zu der Wohnung. Der Eigentümer war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Schnell konnte die Ursache des ausgebrochenen Feuers ermittelt werden.

Ein Föhn im Badezimmer fing vermutlich aufgrund eines technischen Defekts Feuer und setzte einen Badteppich in Brand. Dieser konnte noch rechtzeitig gelöscht werden, so dass lediglich das Badezimmer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Rest der Wohnung sowie das Gebäude blieben unbeschädigt. Im Bad entstand Sachschaden von mehreren tausend Euro. Personen wurden nicht verletzt.