Die Hoffnung auf den zwölften Mann …

Der Bayerische Fußball-Verband hält den für September geplanten Re-Start der aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Amateurfußball-Saison für realistisch – mit einer zunächst begrenzten Zahl an Zuschauern! Man hat dazu dem zuständigen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ein entsprechend detailliert ausgearbeitetes Hygiene-Musterkonzept vorgelegt, heißt es am heutigen Donnerstagmittag in einer Presseerklärung des BFV …

Eine Entscheidung werde spätestens für den 1. September erwartet, wenn der Ministerrat zu seiner nächsten turnusgemäßen Sitzung zusammenkommt.

„Wir wissen um die große Ungeduld bei unseren Fußballern. Bei alledem, was jetzt entschieden wird, muss die Gesundheit aller an oberster Stelle stehen. Das ist uns absolut bewusst. Deswegen waren wir quasi durchweg im Kontakt mit der Politik und haben zugleich einen Weg aufgezeigt, wie wir den Spielbetrieb mit einem Höchstmaß an Gesundheitsschutz umsetzen können – nicht nur im Fußball, sondern für alle Mannschaftssportarten mit Körperkontakt, die im Freien stattfinden“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch.

In dem Ministeriumsschreiben verweist Koch unter anderem darauf, dass beispielsweise kulturelle oder religiöse Veranstaltungen unter freiem Himmel längst wieder stattfinden können und dabei bis zu 400 Besucher zugelassen sind. „Wir sind der festen Auffassung, dass zumindest diese Vorgaben, die sich als sicher erwiesen haben und mittlerweile etabliert sowie anerkannt sind, auch für den bayerischen Amateurfußball gelten müssen. Ein Fußballplatz bietet in den meisten Fällen weitaus mehr Platz, um Abstandsregelungen einhalten zu können als etwa eine Freilichtbühne“, sagt Koch.

Im benachbarten Württemberg sind von staatlicher Seite aktuell schon wieder 500 Zuschauer bei Fußballspielen zugelassen.

Der BFV setzt sich in dem Schreiben zudem dafür ein, auch eine Öffnungsklausel vorzusehen, sodass kommunale Behörden auf Gegebenheiten vor Ort mit individuelle Regelungen reagieren können. „Vereine, die beispielsweise eine Sitzplatztribüne haben und Plätze ausweisen können oder ein besonders weitläufiges Sportgelände besitzen, sollten in unseren Augen auch mehr Zuschauer zulassen dürfen“, sagt Koch. In Sachsen war es am vergangenen Freitag beispielsweise möglich, das Eröffnungsspiel der Regionalliga Nordost zwischen Lok Leipzig und Hertha BSC Berlin II vor 3115 Besuchern auszutragen.

„An unserer Grundhaltung, dass Amateurfußball ohne Zuschauer nicht funktioniert, hat sich nichts geändert. Wir sehen vielmehr den Zeitpunkt gekommen, jetzt mit Bedacht und unter Berücksichtigung von fundierten Konzepten den nächsten Schritt zu machen. Dabei wissen wir, dass wir weiterhin alle mit größter Sorgsamkeit agieren sollten, denn die Pandemie ist längst nicht vorbei. Regeln und Vorgaben sind dafür da, sie auch zu befolgen – und zwar strikt“, betont Koch: „Dass wir das können, haben unsere Vereine in den letzten Wochen und Monaten eindrucksvoll bewiesen, wenn es darum ging, mit den jeweiligen Lockerungen verantwortungsvoll umzugehen.“

Der BFV hat zudem ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept für seine Vereine als Muster erarbeitet. An der Entwicklung war BFV-Verbandsarzt Werner Krutsch maßgeblich beteiligt, der auch zum Expertenteam zählte, das die international anerkannten Konzepte für die DFL Deutsche Fußball Liga und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erarbeitet hat. Das Muster-Konzept wird aktuell für den Trainingsbetrieb und Trainingsspiele umgesetzt und bildet in modifizierter Form auch die Basis für das Konzept, wenn Wettbewerbsspiele unter Miteinbeziehung von Zuschauern wieder erlaubt sind.

„Wir haben unsere Hausaufgaben im Sinne unserer über 4500 bayerischen Fußball-Vereine gemacht und sind zudem auch spieltechnisch weitgehend startklar, wenn uns die Politik grünes Licht gibt. Wir wissen um das starke bayerische Krisen-Management der Politik von Ministerpräsident Markus Söder und den für den Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann. Es ist nicht einfach, in dieser schweren Zeit weitreichende Entscheidungen zu treffen. Darum ist niemand zu beneiden, Bayern aber hat das vorbildlich gemacht und dafür möchten wir uns auch ausdrücklich bedanken“, sagt Koch.

Der BFV plant mit dem Re-Start der Saison Anfang September, inwieweit dies zum 5./6. September möglich ist, hängt jetzt von der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung ab. „Auch hier ist klar, dass wir unseren Vereinen auch etwas Zeit geben müssen, um sich auf die Situation einstellen und Vorkehrungen treffen zu können – das geht nicht von heute auf morgen, daher ist eine möglichst rasche Entscheidung wünschenswert. Unsere Botschaft ist klar: Der bayerische Amateurfußball übernimmt Verantwortung, er ist startklar!“




Der Korbi bleibt ein Sechzger!

Ein strahlendes Lächeln: An der Jahnstraße in Rosenheim wird weiter kräftig am Kader für den Re-Start der Fußball-Regionalliga gebastelt. Zwei weitere wichtige Verlängerungen können die Verantwortlichen des TSV 1860 Rosenheim jetzt melden: Der Ex-Griesstätter Korbinian Linner (Foto) und auch Linor Shabani verlängerten ihre Verträge bis zum 30. Juni 2021 …

Korbinian Linner stieß vor nun fünf Jahren in der Saison 2015/16 zu den 60ern und kam vom Kreisklassisten DJK-SV Griesstätt. Mit seiner enormen Schnelligkeit und Physis schaffte er den Sprung in die fünf Klassen höhere Regionalliga auf Anhieb.

„Es freut mich sehr, dass es uns gelingt, das Grundgerüst der Mannschaft an uns zu
binden. Linor und Korbi sind mit ihrem unermüdlichen Einsatz auf dem Platz enorm
wichtig für die Mannschaft“, sagt der Sportliche Leiter Hans Kroneck.

Linor Shabani kann man schon als „Urgestein“ der Sechziger bezeichnen, er trägt seit
seiner Jugendzeit das Trikot der Roten mit einer kurzen Unterbrechung beim SB
Traunstein und war Mitglied der Aufstiegsmannschaft in die Regionalliga 2016.




Matze Heiß bleibt

Der nächste Routinier hat verlängert in Rosenheim: Mathias Heiß bleibt bis zum Sommer 2021 auf jeden Fall an der Mangfall. Die Zukunft der Regionalliga Bayern und die Voraussetzungen zur Fortsetzung der Saison sind mittlerweile klar, damit kehrt auch immer größere Klarheit in die Kaderplanung der Regionalliga-Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim ein. Auch wenn die Planungen in Corona-Zeiten weiterhin herausfordernd sind …

Nach der Verlängerung von Keeper Jakob Mayer und Moritz Moser 8wir berichteten) können die Verantwortlichen der 60er vermelden, dass auch Abwehr-Ass Matze Heiß gerne bleibt.

In der Saison 2016/17 hatte es den talentierten Fürstenfeldbrucker von der Zweitvertretung des FC Ingolstadt nach Rosenheim verschlagen, wo er auch seine Ausbildung absolvierte. Nach einer schweren Verletzung im vergangenen Jahr kämpfte er sich wieder in die Mannschaft zurück und kann seine Erfahrung wieder wertvoll fürs Team auf dem Platz einbringen.

„Matze Heiß steht für Stabilität im Defensivbereich und gehört absolut zum Grundgerüst an erfahrenen Spielern, die unsere junge Mannschaft führen soll“, sagt der Sportliche Leiter Hans Kroneck heute.




Spaß in Maxlrain

Eine rundum gelungene Saison-Abschlussveranstaltung feierten die Judoka des TuS Bad Aibling in Maxlrain. Das traditionelle Abschlussgrillen am Sportplatz konnte wegen der Coronabeschränkungen dieses Jahr nicht stattfinden, daher war diese angepasste Version der Veranstaltung nötig.

Organisator Helge Derx (im Foto o. mit Trainerin Anamaria Budiu) war glücklich, dass so viele Mitglieder erschienen sind, oft mit dem Fahrrad. Jedes Kind bzw. Jugendliche, der oder die Tracht trug, bekam als kleine Aufmerksamkeit ein Eis. Alle anwesenden Gäste, egal ob groß oder klein, hatten viel Spaß im Biergarten des Bräustüberls Maxlrain. Die Trainer und die Abteilungsleitung wünschten allen großen und kleinen Judoka, sowie den anwesenden Eltern schöne und gesunde Ferien. Text: Aydin Dervic

Fotos:  TuS Bad Aibling Judo

 




Erfolgs-Coach bleibt

Fast hätte sie mit ihrem Team in der letzten Saison die Sensation geschafft: Hätte Corona nicht die Saison vorzeitig beendet, so wären die Chancen für Julijana Kancevic und ihre FireGirls auf den Meistertitel in der Regionalliga und einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga groß gewesen.

Denn was zunächst in der Saison 19/20 mit einer Neuformierung des Regionalliga-Teams mit größtenteils Eigengewächsen und einigen ehemaligen Bundesligaspielerinnen eher als Experiment mit dem Ziel Klassenerhalt gesehen wurde, stellte sich unter Kancevics Führung schnell als Erfolgsmodell heraus. Das von ihr zusammengestellte Team erwies als durchaus konkurrenzfähig und setzte sich zur Überraschung der Aiblinger Basketballfans und der Ligakonkurrenten schnell an der Tabellenspitze fest.

Die Weiterverpflichtung von Kancevic bewahrt für die TuS Bad AiblingFireballs in ungewissen Zeiten wenigstens ein Stück Kontinuität, denn „Juzze”, wie sie von den Aiblinger Fans genannt wird, war bei den Fireballs nicht nur als Jugendtrainerin tätig, sondern stand auch viele Jahre lang als Spielerin in der Bundesliga für Bad Aibling auf dem Parkett. Nach der Beendigung ihrer aktiven Spielerkarriere stand sie auch als Assistant-Coach des Bundesliga-Teams an der Seitenlinie.

Und auch für die kommende Saison hat sich die Fireballs-Trainerin viel vorgenommen. „Meine Ambitionen sind ziemlich hoch. Wir haben ein gutes Team und wollen auf jeden Fall wieder auf den vorderen Plätzen mitspielen”, sagt Kancevic zuversichtlich.

Foto: Batchfield




Bayerischer Pokal jetzt in Bad Aibling

Neben den Attributen wie „Moorheilbad, Therme, beliebte Kurstadt in Alpennähe“ darf sich Bad Aibling nun mit einer weiteren Attraktion schmücken: Des Team Ice-Starlets des Turn- und Sportvereins brachte einen bayerischen Meister hervor. Die Aiblinger Eissternchen sind nun auch offiziell bayerischer Nachwuchsmeister in Synchroneiskunstlauf.

Foto: Stolz präsentieren die Ice-Starlets die Kurstadt in Berlin. Hier mit ihren Trainerinnen Lena Angler (l.) und Antonia Scholze

Wie berichtet, traten die damals 18 Mädchen am 11. Januar in Berlin bei den deutschen Nachwuchsmeisterschaften an. Hinter prominenter Konkurrenz (Berlin und Dresden belegten die ersten Plätze) sicherten sich die Eissternchen die Bronzemedaille und zeigten, dass sie trotz schwierigerer Trainingsbedingungen – kleinere Vereine verfügen nicht das ganze Jahr über eine Eisfläche, über entsprechende Trainingszeiten und können naturgemäß auch nicht eine größere Anzahl von Ersatzläuferinnen zur Verfügung stellen – gut mithalten können. Da sich nur ein bayerisches Nachwuchsteam zutraute, in dieser anspruchsvollen Klasse anzutreten, holten die Mädchen mit diesem Erfolg auch den bayerischen Meistertitel in die Kurstadt.

Offiziell und urkundlich besegelt wurde dies aber erst jetzt: Der bayerische Eiskunstlaufverband sandte dem Team Pokal und Urkunde zu. Diese konnte Lena Angler, neben Verena Dasch, Antonia Scholze und Lisa Bucher ehrenamtliche Trainerin der Mädchen, beim Sommertraining mit lobenden und anerkennenden Worten überreichen.

Nach langer Trainingspause, dem abrupten Saisonende und Ausfall des Trainingslagers ein Ansporn für die inzwischen 21 Jugendlichen. Neben einem Mädchen aus Bad Aibling und München dürfen die Eissternchen nun sogar eine Läuferin aus Dorfen in ihren Reihen begrüßen.

So startet das Team mit Elan und großen Zielen in die neue Saison. Man weiß situationsbedingt nicht, was sie bringen wird. Freundlicherweise stellt die Stadt den Kunstläufern schon ab September die Eisfläche zur Verfügung. Und vielleicht können die Ice-Starlets dann – wie Wera Schäfers, ehemaliger Spartenvorstand, bei der Pokalübergabe schmunzelnd anmerkte – „noch einen Schlittschuh draufsetzen.“




Vier Wochen Zeit für Trainings-Spiele

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes hat auf die Entscheidung der bayerischen Regierung zur Freigabe von Trainings-Spielen für die bayerischen Fußballvereine (wir berichteten) reagiert und die Wiederaufnahme des Spielbetriebs offiziell beschlossen. Das heißt, dass ab sofort der Trainings-Spielbetrieb zur Wettkampfvorbereitung unter den entsprechenden staatlichen Vorgaben wieder aufgenommen wird! Ebenso wird – wie geplant und nun unter Wahrung der Vorankündigung von mindestens vier Wochen – der Wettkampf-Spielbetrieb am 1. September 2020 wieder starten. Wenn dann ebenso noch durch staatliche Vorgaben möglich …

Für die Trainings-Spiele ab sofort gelten unter anderem dabei folgende Einschränkungen:

Keine Zuschauer, nur unter Beteiligung bayerischer Vereine und namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten.

Der BFV hat für seine Vereine ein umfassendes Muster-Hygienekonzept ausgearbeitet und auf www.zusammenhalt.bayern veröffentlicht.

Ein Hygienekonzept müssen alle Vereine auf Verlangen der zuständigen kommunalen Behörde vorlegen, wenn sie neben Spielfeld und WCs auch Duschen und/oder Umkleiden öffnen wollen.

Das Musterkonzept ist so angelegt, dass es jeder Verein flexibel auf seine Rahmenbedingungen und die lokalen Vorgaben der zuständigen Behörde anpassen kann.

Zudem sei es so konzipiert, dass nötige Erweiterungen, die für die Zulassung des Wettkampfspielbetriebes und eine Freigabe von Zuschauern erwartet werden, unkompliziert vorgenommen werden können.

Um seine Vereine und alle Interessierten bayernweit und aus erster Hand über die derzeitigen Möglichkeiten für den Trainingsbetrieb und Trainingsspielbetrieb zu informieren, hat der BFV kurzfristig drei Online-Seminare „Zurück auf den Platz“ angesetzt.

Am nächsten Mittwoch, 5., und Donnerstag, 6. August, um 19 Uhr und am Samstag, 8. August, um 10 Uhr. Sollte es nötig sein, werden kurzfristig weitere Online-Seminare angeboten.




Der Judo-Bayernkader U15 startet wieder

„Vier Monate kein Judo – der heutige Tag fühlt sich wie eine Auferstehung an“, sagt Denis Weisser, Abteilungsleiter der Judoka des TuS Bad Aibling. „Heute trainiert der Bayernkader der U15 in Großhadern und wir sind froh, dabei sein zu dürfen.“

Foto: Maxim Weisser, Daniel Olenberg, Denis Weisser (v.l.)

Der nominierte Daniel Olenberg, Dritter der Süddeutschen Meisterschaft 2020, war leider verletzt, aber sein Zwillingsbruder Ronald, ebenfalls Dritter in Pforzheim 2020, und Vereinskamerad Maxim Weisser waren mit von der Partie. Bad Aibling hat in der U15 drei Mitglieder im Bayernkader, so viele wie noch nie.

„Das Training war klasse, die Coaches Dominik Wurzer und Jacky Samoila haben es toll gemacht“, erzählt Denis Weisser. „Das Judo und auch die Einhaltung der Hygieneregeln waren top, auch wenn die lange Pause allen anzumerken war. Ein sehr schönes Event, dieses Training werde ich nie vergessen.“

Als nächstes stehen bei den Aiblinger Judoka weiter Outdoor- und Onlinesport an, aber es soll auch bald wieder auf die Matte gehen. Im August sollen einzelne Sommertrainings im Dojo (Kampfsportraum) und auch das Ferienprogramm der Stadt Bad Aibling stattfinden.

„Das Hygienekonzept der Judoabteilung – danke an Robert Buendowski, der es erstellt hat – wurde vom TuS-Hauptverein genehmigt, den Wasserschaden im Dojo haben wir repariert. Wir freuen uns, dass wir auch in Aibling bald wieder auf der Matte sind – und auch die Schuljudoprojekte sind derzeit in Vorbereitung“, sagt Weisser abschließend.

Text und Fotos: Denis Weisser

 




Im Liga-Pokal gegen Burghausen

Die Rosenheimer Sechzger spielen die Vorrunde in der Gruppe 5 – gegen den SV Schalding-Heining, den SV Wacker Burghausen und den TSV Buchbach! Der Bayerische Fußball-Verband und die bayerischen Regionalligisten haben gemeinsam einen attraktiven Liga-Pokal-Wettbewerbsmodus und einen Zeitplan erarbeitet. Ab dem 5. September soll – soweit durch staatliche Vorgaben möglich – die Jagd auf den direkten Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22 und den Einzug in das Toto-Pokal-Viertelfinale beginnen. Das Finale ist für Dienstag, 13. April 2021, angesetzt, heißt es heute …

„Das wird ein für die bayerischen Regionalligisten und deren Fans spannender und attraktiver Wettbewerb. Und ich finde die Art und Weise herausragend, mit der wir diesen Wettbewerb in dieser extrem herausfordernden und außergewöhnlichen Zeit auf die Beine gestellt haben.

Dass sich bereits in der Grundkonzeption über die Hälfte der Vereine aktiv eingebracht hat und am Ende das Konzept von allen Klubs absolut mitgetragen werden, spricht für sich. Ebenso, dass wir gemeinsam ein flexibles Wettbewerbsmodell entwickelt haben, um auf mögliche neue Beschränkungen reagieren zu können und die reguläre Meisterschaft nicht zu gefährden, die ja vorrangig noch zu Ende gespielt werden muss“, erklärt Verbandsspielleiter Josef Janker.

Liga-Pokal-Vorrunde 2020 – Final- und Trostrunde 2021

In zwei Vierer- und drei Dreiergruppen, eingeteilt nach regionalen Gesichtspunkten, starten die nach dem Aufstieg von Türkgücü München 17 verbliebenen bayerischen Regionalligisten in den neuen Pokalwettbewerb.

In einer Gruppenrunde mit Hin- und Rückspielen geht es bis Ende des Jahres um den Einzug in die Finalrunde 2021 mit zunächst drei Vierergruppen. Lediglich die fünf schlechtesten Vorrunden-Teams verpassen den Sprung in Finalrunde, können aber über eine Trostrunde 2021 noch den Einzug ins Viertelfinale des Bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs schaffen. Die exakten Durchführungsbestimmungen (Heimrecht bei einfachen Gruppenrunden 2021 etc.) sind aktuell noch in der Abstimmung.

Die Vorrunden-Gruppen:

Gruppe 1: 1. FC Schweinfurt 05, SpVgg Greuther Fürth II, SV Viktoria Aschaffenburg, TSV Aubstadt
Gruppe 2: 1. FC Nürnberg II, SpVgg Oberfranken Bayreuth, VfB Eichstätt
Gruppe 3: FC Memmingen, FV Illertissen, TSV Rain/Lech
Gruppe 4: FC Augsburg II, SV Heimstetten, VfR Garching
Gruppe 5: SV Schalding-Heining, SV Wacker Burghausen, TSV 1860 Rosenheim, TSV Buchbach

In der Anfang März startenden Finalrunde mit drei Vierergruppen wird für die Gruppenplatzierung eine einfache Runde gespielt.

Die drei Viertplatzierten und der schlechteste Drittplatzierte spielen ein Play-Off um den Einzug in das Halbfinale der Trostrunde, die besserplatzierten Teams absolvieren das Viertel- und Halbfinale sowie das Liga-Pokal-Finale im K.o.-Modus.

Der Sieger des Liga-Pokal-Wettbewerbs ist direkt für die DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22 qualifiziert, die Halbfinal- und der Finalverlierer ziehen wie der Gewinner der Trostrunde ins Viertelfinale des Bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs ein.

Fortsetzung Regionalliga-Saison 2019/20:

Sechs Spieltage 2020, fünf Spieltage 2021

Die unterbrochene und auf Wunsch der Regionalligisten fortgesetzte Regionalliga-Saison 2019/20 soll am 26. September mit dem 24. Spieltag wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen.

Bis November sollen dann sechs Spieltage absolviert werden, ab dem 10. April 2021 die verbleibenden fünf Saisonspieltage.

Der letzte Spieltag ist für den 8. Mai angesetzt. Eine Woche später soll die Relegation starten und bis Ende Mai sollen alle Entscheidungen gefallen sein.

 

 




Große Ehre für 19-jährigen TuS-Judoka

Patrick Weisser wurde nach seinem starken dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Männer U21 in Frankfurt/Oder (wir berichteten) in den Nachwuchskader (NK2) des Deutschen Judo-Bundes berufen. Davor war er bereits Bayern- und Oberbayernkaderathlet.

Doch dann kam die Corona-Pause und ein regulärer Trainings- und Wettkampfbetrieb war nicht mehr möglich. Weisser hielt sich fit, mit dem Programm der Judoka des TuS Bad Aibling und eigenem Training.

Den Kaderathleten war es – im Gegensatz zum Breitensport – schon relativ früh möglich, wieder Judo zu trainieren. Patrick Weisser: „Das machen wir schon seit Wochen in festen Gruppen am Bundesstützpunkt Großhadern. Ich wohne auch mit meinen Trainingskollegen zusammen, alle Einheiten werden speziell dokumentiert, egal ob Judo, Laufen, Krafttraining, etc. Wir sind gesund.“

Das Training, zu dem immer wieder die die Landes- und Bundestrainer erscheinen, hat sich ausgezahlt, nun folgte eine faustdicke Überraschung: Zum nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft der Männer wurde an den Bundesstützpunkt in Köln auch Patrick Weisser geladen.

Der 60-kg-Athlet überrascht: „Das ist der absolute Hammer. Diese Weltklasseathleten und ich – ich kann‘s nicht fassen. Unglaublich! Ich fahre im Sommer nach Köln und darf mit den Besten Deutschlands trainieren. Ich als U21er mit den Männern, Wahnsinn – ich freue mich riesig!“

Je Gewichtsklasse wurden nur drei, vier Kämpfer eingeladen – ein qualitativ starkes Feld. Weisser ist der einzige U21er bei den nominierten 60 kg-Männern, die unter Leitung von Bundestrainer Richard Trautmann, dem zweifachen Bronzemedaillengewinner bei olympischen Spielen, trainieren werden. „Jetzt heisst es gesund und fit bleiben“, so der ehrgeizige Nachwachsathlet.

Neben diesem tollen Einzelerfolg gibt es auch weitere positive Nachrichten. Abteilungsleiter Denis Weisser, Patricks Vater: „Wir sind bis jetzt gut durch diese schwierigen Wochen und Monate gekommen. Wir haben uns fit gehalten und da möchte ich allen Trainern, die den Outdoor- und Onlinesport geleitet haben, danken, ebenso allen im ORGA-Team. Die Lockerungen machen echtes Judo nun wieder möglich und wir prüfen das Machbare. Bald sind auch wir wieder auf der Judo-Matte, ich kann’s kaum erwarten.“ Text: Denis Weisser

Fotos: Thomas Wetzel-Sportfotos24