Vier Wochen Zeit für Trainings-Spiele

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes hat auf die Entscheidung der bayerischen Regierung zur Freigabe von Trainings-Spielen für die bayerischen Fußballvereine (wir berichteten) reagiert und die Wiederaufnahme des Spielbetriebs offiziell beschlossen. Das heißt, dass ab sofort der Trainings-Spielbetrieb zur Wettkampfvorbereitung unter den entsprechenden staatlichen Vorgaben wieder aufgenommen wird! Ebenso wird – wie geplant und nun unter Wahrung der Vorankündigung von mindestens vier Wochen – der Wettkampf-Spielbetrieb am 1. September 2020 wieder starten. Wenn dann ebenso noch durch staatliche Vorgaben möglich …

Für die Trainings-Spiele ab sofort gelten unter anderem dabei folgende Einschränkungen:

Keine Zuschauer, nur unter Beteiligung bayerischer Vereine und namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten.

Der BFV hat für seine Vereine ein umfassendes Muster-Hygienekonzept ausgearbeitet und auf www.zusammenhalt.bayern veröffentlicht.

Ein Hygienekonzept müssen alle Vereine auf Verlangen der zuständigen kommunalen Behörde vorlegen, wenn sie neben Spielfeld und WCs auch Duschen und/oder Umkleiden öffnen wollen.

Das Musterkonzept ist so angelegt, dass es jeder Verein flexibel auf seine Rahmenbedingungen und die lokalen Vorgaben der zuständigen Behörde anpassen kann.

Zudem sei es so konzipiert, dass nötige Erweiterungen, die für die Zulassung des Wettkampfspielbetriebes und eine Freigabe von Zuschauern erwartet werden, unkompliziert vorgenommen werden können.

Um seine Vereine und alle Interessierten bayernweit und aus erster Hand über die derzeitigen Möglichkeiten für den Trainingsbetrieb und Trainingsspielbetrieb zu informieren, hat der BFV kurzfristig drei Online-Seminare „Zurück auf den Platz“ angesetzt.

Am nächsten Mittwoch, 5., und Donnerstag, 6. August, um 19 Uhr und am Samstag, 8. August, um 10 Uhr. Sollte es nötig sein, werden kurzfristig weitere Online-Seminare angeboten.




Der Judo-Bayernkader U15 startet wieder

„Vier Monate kein Judo – der heutige Tag fühlt sich wie eine Auferstehung an“, sagt Denis Weisser, Abteilungsleiter der Judoka des TuS Bad Aibling. „Heute trainiert der Bayernkader der U15 in Großhadern und wir sind froh, dabei sein zu dürfen.“

Foto: Maxim Weisser, Daniel Olenberg, Denis Weisser (v.l.)

Der nominierte Daniel Olenberg, Dritter der Süddeutschen Meisterschaft 2020, war leider verletzt, aber sein Zwillingsbruder Ronald, ebenfalls Dritter in Pforzheim 2020, und Vereinskamerad Maxim Weisser waren mit von der Partie. Bad Aibling hat in der U15 drei Mitglieder im Bayernkader, so viele wie noch nie.

„Das Training war klasse, die Coaches Dominik Wurzer und Jacky Samoila haben es toll gemacht“, erzählt Denis Weisser. „Das Judo und auch die Einhaltung der Hygieneregeln waren top, auch wenn die lange Pause allen anzumerken war. Ein sehr schönes Event, dieses Training werde ich nie vergessen.“

Als nächstes stehen bei den Aiblinger Judoka weiter Outdoor- und Onlinesport an, aber es soll auch bald wieder auf die Matte gehen. Im August sollen einzelne Sommertrainings im Dojo (Kampfsportraum) und auch das Ferienprogramm der Stadt Bad Aibling stattfinden.

„Das Hygienekonzept der Judoabteilung – danke an Robert Buendowski, der es erstellt hat – wurde vom TuS-Hauptverein genehmigt, den Wasserschaden im Dojo haben wir repariert. Wir freuen uns, dass wir auch in Aibling bald wieder auf der Matte sind – und auch die Schuljudoprojekte sind derzeit in Vorbereitung“, sagt Weisser abschließend.

Text und Fotos: Denis Weisser

 




Im Liga-Pokal gegen Burghausen

Die Rosenheimer Sechzger spielen die Vorrunde in der Gruppe 5 – gegen den SV Schalding-Heining, den SV Wacker Burghausen und den TSV Buchbach! Der Bayerische Fußball-Verband und die bayerischen Regionalligisten haben gemeinsam einen attraktiven Liga-Pokal-Wettbewerbsmodus und einen Zeitplan erarbeitet. Ab dem 5. September soll – soweit durch staatliche Vorgaben möglich – die Jagd auf den direkten Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22 und den Einzug in das Toto-Pokal-Viertelfinale beginnen. Das Finale ist für Dienstag, 13. April 2021, angesetzt, heißt es heute …

„Das wird ein für die bayerischen Regionalligisten und deren Fans spannender und attraktiver Wettbewerb. Und ich finde die Art und Weise herausragend, mit der wir diesen Wettbewerb in dieser extrem herausfordernden und außergewöhnlichen Zeit auf die Beine gestellt haben.

Dass sich bereits in der Grundkonzeption über die Hälfte der Vereine aktiv eingebracht hat und am Ende das Konzept von allen Klubs absolut mitgetragen werden, spricht für sich. Ebenso, dass wir gemeinsam ein flexibles Wettbewerbsmodell entwickelt haben, um auf mögliche neue Beschränkungen reagieren zu können und die reguläre Meisterschaft nicht zu gefährden, die ja vorrangig noch zu Ende gespielt werden muss“, erklärt Verbandsspielleiter Josef Janker.

Liga-Pokal-Vorrunde 2020 – Final- und Trostrunde 2021

In zwei Vierer- und drei Dreiergruppen, eingeteilt nach regionalen Gesichtspunkten, starten die nach dem Aufstieg von Türkgücü München 17 verbliebenen bayerischen Regionalligisten in den neuen Pokalwettbewerb.

In einer Gruppenrunde mit Hin- und Rückspielen geht es bis Ende des Jahres um den Einzug in die Finalrunde 2021 mit zunächst drei Vierergruppen. Lediglich die fünf schlechtesten Vorrunden-Teams verpassen den Sprung in Finalrunde, können aber über eine Trostrunde 2021 noch den Einzug ins Viertelfinale des Bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs schaffen. Die exakten Durchführungsbestimmungen (Heimrecht bei einfachen Gruppenrunden 2021 etc.) sind aktuell noch in der Abstimmung.

Die Vorrunden-Gruppen:

Gruppe 1: 1. FC Schweinfurt 05, SpVgg Greuther Fürth II, SV Viktoria Aschaffenburg, TSV Aubstadt
Gruppe 2: 1. FC Nürnberg II, SpVgg Oberfranken Bayreuth, VfB Eichstätt
Gruppe 3: FC Memmingen, FV Illertissen, TSV Rain/Lech
Gruppe 4: FC Augsburg II, SV Heimstetten, VfR Garching
Gruppe 5: SV Schalding-Heining, SV Wacker Burghausen, TSV 1860 Rosenheim, TSV Buchbach

In der Anfang März startenden Finalrunde mit drei Vierergruppen wird für die Gruppenplatzierung eine einfache Runde gespielt.

Die drei Viertplatzierten und der schlechteste Drittplatzierte spielen ein Play-Off um den Einzug in das Halbfinale der Trostrunde, die besserplatzierten Teams absolvieren das Viertel- und Halbfinale sowie das Liga-Pokal-Finale im K.o.-Modus.

Der Sieger des Liga-Pokal-Wettbewerbs ist direkt für die DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22 qualifiziert, die Halbfinal- und der Finalverlierer ziehen wie der Gewinner der Trostrunde ins Viertelfinale des Bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs ein.

Fortsetzung Regionalliga-Saison 2019/20:

Sechs Spieltage 2020, fünf Spieltage 2021

Die unterbrochene und auf Wunsch der Regionalligisten fortgesetzte Regionalliga-Saison 2019/20 soll am 26. September mit dem 24. Spieltag wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen.

Bis November sollen dann sechs Spieltage absolviert werden, ab dem 10. April 2021 die verbleibenden fünf Saisonspieltage.

Der letzte Spieltag ist für den 8. Mai angesetzt. Eine Woche später soll die Relegation starten und bis Ende Mai sollen alle Entscheidungen gefallen sein.

 

 




Große Ehre für 19-jährigen TuS-Judoka

Patrick Weisser wurde nach seinem starken dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Männer U21 in Frankfurt/Oder (wir berichteten) in den Nachwuchskader (NK2) des Deutschen Judo-Bundes berufen. Davor war er bereits Bayern- und Oberbayernkaderathlet.

Doch dann kam die Corona-Pause und ein regulärer Trainings- und Wettkampfbetrieb war nicht mehr möglich. Weisser hielt sich fit, mit dem Programm der Judoka des TuS Bad Aibling und eigenem Training.

Den Kaderathleten war es – im Gegensatz zum Breitensport – schon relativ früh möglich, wieder Judo zu trainieren. Patrick Weisser: „Das machen wir schon seit Wochen in festen Gruppen am Bundesstützpunkt Großhadern. Ich wohne auch mit meinen Trainingskollegen zusammen, alle Einheiten werden speziell dokumentiert, egal ob Judo, Laufen, Krafttraining, etc. Wir sind gesund.“

Das Training, zu dem immer wieder die die Landes- und Bundestrainer erscheinen, hat sich ausgezahlt, nun folgte eine faustdicke Überraschung: Zum nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft der Männer wurde an den Bundesstützpunkt in Köln auch Patrick Weisser geladen.

Der 60-kg-Athlet überrascht: „Das ist der absolute Hammer. Diese Weltklasseathleten und ich – ich kann‘s nicht fassen. Unglaublich! Ich fahre im Sommer nach Köln und darf mit den Besten Deutschlands trainieren. Ich als U21er mit den Männern, Wahnsinn – ich freue mich riesig!“

Je Gewichtsklasse wurden nur drei, vier Kämpfer eingeladen – ein qualitativ starkes Feld. Weisser ist der einzige U21er bei den nominierten 60 kg-Männern, die unter Leitung von Bundestrainer Richard Trautmann, dem zweifachen Bronzemedaillengewinner bei olympischen Spielen, trainieren werden. „Jetzt heisst es gesund und fit bleiben“, so der ehrgeizige Nachwachsathlet.

Neben diesem tollen Einzelerfolg gibt es auch weitere positive Nachrichten. Abteilungsleiter Denis Weisser, Patricks Vater: „Wir sind bis jetzt gut durch diese schwierigen Wochen und Monate gekommen. Wir haben uns fit gehalten und da möchte ich allen Trainern, die den Outdoor- und Onlinesport geleitet haben, danken, ebenso allen im ORGA-Team. Die Lockerungen machen echtes Judo nun wieder möglich und wir prüfen das Machbare. Bald sind auch wir wieder auf der Judo-Matte, ich kann’s kaum erwarten.“ Text: Denis Weisser

Fotos: Thomas Wetzel-Sportfotos24




Ab heute Fußball-Training mit Kontakt

Aufatmen in den Vereinen: Ab dem heutigen Mittwoch, 8. Juli, ist Fußball-Training in ganz Bayern auch mit Kontakt wieder möglich. Die Bayerische Staatsregierung hat die Infektions-Schutzmaßnahmen-Verordnung jetzt entsprechend geändert. Die Lockerungen betreffen ausschließlich das Training, nicht den Wettkampf. Freundschaftsspiele sind demnach weiterhin untersagt. Das Training mit Körperkontakt ist wieder gestattet, sofern es im Freien stattfindet und in festen Trainingsgruppen organisiert wird.

Weiterhin gilt es die Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen, wenn es etwa um die Nutzung von Kabinen und Duschen oder aber auch die Anreise geht.

Alle weitergehenden Informationen gibt es im überarbeiteten Leitfaden des Bayerischen Fußball-Verbandes auf www.bfv.de.

„Das sind sehr gute Nachrichten für unsere Amateur-Fußballer, die sich lange Zeit in Geduld üben mussten. Das ist ein ganz großer Schritt für unsere über 4500 Vereine. Viele hatten bislang Schwierigkeiten, ein Training unter den zuletzt geltenden staatlichen Auflagen durchzuführen, weil der Aufwand für die Ehrenamtlichen vor Ort enorm war“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. Und weiter:

„Wichtig ist dieser Schritt auch deshalb, weil wir die vielen tausend Fußballer in Bayern so wieder auf den Platz und zum Fußball bekommen. Die Angst, aktive Mädchen und Buben, Frauen und Männer zu verlieren, ist nach wie vor da, aber sollte jetzt in hohem Maße gebannt sein.

Dass wir nach wie vor sehr sorgsam bleiben müssen, liegt auf der Hand – und so verantwortungsvoll und vernünftig werden wir mit den Lockerungen auch umgehen müssen. Jetzt hoffen wir, dass wir in naher Zukunft auch wieder Spiele austragen können. Denn unser erklärtes Ziel ist es, dass wir zum 1. September unsere Saison fortsetzen können.“

Außerdem ist es ab Mittwoch, 8. Juli, wieder gestattet, Vereinssitzungen und Versammlungen mit 200 Personen (im Freien) oder 100 Personen (in geschlossenen Räumen) abzuhalten (wir berichteten). Diese Beschränkungen der Teilnehmerzahl gelten dann auch, wenn die Veranstaltung in gastronomischen Betrieben, etwa der Vereinsgaststätte, stattfinden.




Auch der Moritz bleibt

Die Kaderplanung der Fußball-Regionalliga-Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim nimmt weiter Fahrt auf. Nach der Verlängerung von Keeper Jakob Mayer (wir berichteten) können die Rosenheimer mit Moritz Moser (Foto rotes Dress) eine Stütze der Mannschaft um ein weiteres Jahr an den Verein binden. Moritz Moser ist ein wichtiger Baustein im Konzept der 60er, die ihren Weg mit jungen, gut ausgebildeten Spielern aus Rosenheim und vom Kooperationspartner SpVgg Unterhaching unbeirrt weitergehen.

Als erfahrener Spieler soll Moser nicht nur für Stabilität im Rosenheimer Spiel sorgen, sondern auch die jungen Nachwuchskräfte im Kader führen.
„Moritz ist enorm wichtig für unsere Mannschaft, nicht nur auf dem Platz, auch neben
dem Platz und in der Kabine übernimmt er große Verantwortung. Das ist eine
wichtige Verlängerung für uns“, sagt der Sportliche Leiter Hans Kroneck.

Ab dem kommenden Samstag, 11. Juli, starten die Rosenheimer 60er offiziell mit der ersten Vorbereitungsphase.




Ex-Bayern-Spieler bleibt

Der Fußball-Regionalligist TSV 1860 Rosenheim kann die erste Vertragsverlängerung vermelden – vor der geplanten Fortsetzung der laufenden Spielzeit: Der vom FC Bayern München ausgeliehene Torwart Jakob Mayer (18 – unser Foto) bleibt bis zum Saisonende – also bis Ende Juni 2021 – ein Rosenheimer Sechzger! Das Torwart-Talent war in der Winterpause aus der U19-Bundesliga-Mannschaft des FC Bayern zu den Rosenheimern gekommen, die nach der schweren Verletzung von Stammtorhüter Alin Goia (wir berichteten) Handlungsbedarf hatten.

Beim bislang einzigen Regionalliga-Spiel des Jahres 2020 vor dem Corona-Lockdown gegen den 1. FC Nürnberg II stand der Youngster zwischen den Pfosten.

„Jakob ist ein junger Bursche und ein großes Talent mit hoher sportlicher Qualität. Wir freuen uns, dass er uns weiter unterstützt und wir ihn weiter in seiner Entwicklung auf diesem Niveau fördern können“, so der Sportliche Leiter Hans Kroneck.

Ab der nächsten Woche – dem Samstag, 11. Juli, beginnt bei den Rosenheimern offiziell die erste Vorbereitungsphase auf den Wiederbeginn in der Fußball-Regionalliga …

Foto: TSV 1860 Rosenheim




Simon Bradaric verlässt die Fireballs

Nach der ersten positiven Meldung aus der Off-Season der Aiblinger Basketballer und der damit verbundenen Verlängerung von Head Coach Tobi Guggenhuber, müssen die Fireballs nun eine kleine Hiobsbotschaft verkünden, denn Top-Scorer Simon Bradaric verlässt mit sofortiger Wirkung die Kurstädter und schließt sich dem Ligakonkurrenten BG Topstar Leitershofen an.

 

Nach vielen Jahren im Trikot der Fireballs wird Bradaric also in der kommenden Saison erstmals in seiner noch jungen Karriere für ein anderes Team auflaufen, dass es dabei gerade der direkte Konkurrent aus Augsburg ist, ist für die Verantwortlichen des TBA natürlich doppelt bitter.

Dazu Coach Tobi Guggenhuber: „Primär ist es natürlich super schade, dass Simon uns verlässt. Wir verlieren dadurch nicht nur einen unserer besten Spieler, sondern auch den Kapitän des Teams, aber vorrangig einen richtig feinen Menschen und nicht zuletzt einen Freund. Ich kenne Simon seitdem er als kleiner Junge bei unseren Herrenspielen durch die Halle geflitzt ist, seither hat er sich hervorragend entwickelt und ist zum Kern unserer Mannschaft gereift. Das hat natürlich das Interesse vieler anderen Vereine geweckt. Ob die sportliche Situation bei den Kangaroos im kommenden Jahr besser ist als unsere, kann ich (noch) nicht bewerten, finde es aber natürlich extrem schade, dass Simon nach seinem Abschied in der Liga bleibt.“

Durch die Restriktionen, die Corona nun mit sich bringt, fehlt vielen Teams die Möglichkeit, Profis aus dem Ausland zu verpflichten und somit rücken die deutschen Spieler noch mehr in den Fokus der finanzstarken Teams. Am Ende konnten die Fireballs mit den aufgerufenen Preisen nicht mithalten und müssen ihr Eigengewächs nun schweren Herzens ziehen lassen. Durch die frühe Kommunikation des Wechsels bleibt den Verantwortlichen der Aiblinger nun aber genug Zeit, die neue Situation einzuordnen und zeitnah zu reagieren. Ob das Konzept, ausschließlich mit einheimischen Spielern aus der Region und ohne Profi zu agieren, weiterhin tragbar ist, muss nun von der sportlichen Leitung analysiert und hinterfragt werden. Im Fokus steht natürlich weiterhin die Entwicklung der einheimischen Spieler und Talente, trotzdem möchte man an der Mangfall aber weiterhin konkurrenzfähig sein in Deutschlands höchster Amateurspielklasse.

„Simons Abgang ist eine sportliche Herausforderung aber kein Weltuntergang. Wir müssen nun sein Scoring (knapp 19 pps), seine Fähigkeiten das Spiel zu initiieren und seine Defense auf mehrere Schultern verteilen, aber ich bin guter Dinge, dass das Team das kompensieren kann. Das birgt nun auch neue Möglichkeiten für andere Spieler nach vorn zu rücken. Zudem werden wir sicherlich nochmal auf dem Spielermarkt aktiv werden um das bestmöglich aufzufangen“, sagt der Coach.

Die gesamte Organisation der Fireballs Bad Aibling bedankt sich bei Simon für seinen unermüdlichen Einsatz auf und abseits des Feldes und wünscht ihm in seiner persönlichen und sportlichen Entwicklung alles Gute. Brisanter Fakt am Rande ist die nun herausgekommene Spielansetzung der kommenden Saison, denn die Fireballs reisen direkt zum Auftakt nach Augsburg. So stehen sich Bradaric und sein bisheriger Verein also bereits am 31. Oktober in der neuen Konstellation gegenüber – alles unter dem Motto „ein Wiedersehen mit Freunden“.




Kontinuität auf der Kommandobrücke

Lange war es still um den Basketball in Bad Aibling, nun melden sich die Fireballs Bad Aibling mit der ersten guten Nachricht zurück. Head Coach Tobi Guggenhuber (Foto) verlängert seinen Vertrag in der Kurstadt und bleibt weiterhin verantwortlich für den Spielbetrieb im männlichen Seniorenbereich.

Corona beendete Mitte März abrupt den Spielbetrieb der Fireballs in der Regionalliga Süd-Ost und das auch noch kurz vor dem wichtigen Derby gegen Rosenheim. Nach langen Planungen der RLSO steht nun auch fest, dass die Aiblinger Basketballer auch in der kommenden Saison in Deutschlands höchster Amateurliga antreten werden. In einem neuen Format wird die Liga auf 17 Teams aufgestockt und in zwei Staffeln (Nord & Süd) unterteilt. Der TBA findet sich dabei in der Südstaffel wieder, mit den Mannschaften aus Vilsbiburg, Leitershofen, Treuchtlingen, Schwabing, den Bayern, Rosenheim und Aufsteiger Unterhaching. Die vier besten Teams dieser Gruppe avancieren in die Playoffs, Tabellenplatz 5-8 rutscht in die Playdowns, jeweils gegen die Nordgruppe.

Nachdem der Spielbetrieb also geklärt war, konnten die Fireballs-Verantwortlichen mit der Planung für die neue Saison beginnen. Erster und wichtigster Baustein hierfür war die Trainerposition und diese hat sich schnell geklärt. Wunschkandidat und bisheriger Trainer Tobi Guggenhuber wird weiterhin die Geschicke des Teams lenken. Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten, in denen das ausgegebene Ziel Klassenerhalt realisiert wurde, setzt man in Bad Aibling also weiter auf Kontinuität auf der Kommandobrücke. So freut sich auch das 36-jährige Aiblinger, der sich Anfang des Jahres mit einer Sportschule für Tennis & Basketball selbstständig gemacht hat.

„Die letzten beiden Jahre haben wirklich viel Spaß gemacht, gleichzeitig habe ich unfassbar viel gelernt. Ich freue mich, dass ich das Vertrauen, das mir die Verantwortlichen zum Start meines Engagements entgegengebracht haben, auch weiterhin besitze. Wir spielen nun zum dritten Mal in Folge Regio 1, wer hätte das gedacht. Für mich ist das ein Riesenerfolg, zumal wir mit Sicherheit den kleinsten Etat der Liga haben. Unser Konzept, vorrangig mit einheimischen Spielern zu agieren und keine Profis zu engagieren, ist bis dato gut aufgegangen, auch wenn die Personaldecke schon immer recht dünn war. Mal sehen ob Corona diesbezüglich bei uns, aber auch in der Liga Spuren hinterlässt und wir unser Konzept etwas adaptieren müssen. Mein Ziel ist auf alle Fälle, die Mannschaft weiterhin zu entwickeln und natürlich wieder den Klassenerhalt zu schaffen. Vielleicht ist ja dieses Jahr im neuen Format und weniger Geld innerhalb der Liga mehr drin.“

So kann Guggenhuber nun an der Zusammenstellung seines Trainerteams sowie des Kaders basteln. Es gibt bereits einige gute Gespräche und wir werden zeitnah über die ersten Nachrichten diesbezüglich präsentieren. Nachdem die Liga dieses Jahr erst Anfang November beginnt, bleibt den Verantwortlichen der Fireballs noch etwas Zeit, die Lage auf dem Markt zu sondieren um auch für die Saison 2020/21 eine schlagkräftige Truppe aufs Parkett zu stellen.

 

 




Die orangen Bälle fliegen wieder

Lange war es in der Sporthalle im Sportpark Bad Aibling still. Jetzt ist es wieder zu hören: Das Pochen der gedribbelten Bälle und das Quietschen der Turnschuhe auf dem Hallenboden. Zu Beginn der Woche starteten die TuS Bad Aibling Fireballs wieder den Trainingsbetrieb, wobei zunächst in kleinen Schritten vorgegangen wird.

Dazu der Jugendleiter und Trainer Jürgen Schreiner:  „Ich freue mich, dass wir langsam die Kids wieder ins Training holen können und wir wieder, wenn auch mit Einschränkungen, unserer Leidenschaft nachgehen können. Wir fangen mit den Jugendlichen an und werden dann Schritt für Schritt alle Teams wieder trainieren. Wir legen größten Wert auf die Einhaltung des Hygienekonzepts, denn wir sind uns der Verantwortung bewusst und tun alles, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.“

Das Training wird kontaktlos entsprechend den Vorgaben der Staatsregierung und des vom TuS Bad Aibling erstellten Schutz- und Hygienekonzepts sowie den Empfehlungen des Deutschen Basketball Bundes durchgeführt. Es wird zunächst also nicht alles wie gewohnt sein. Dennoch freuen sich die Kinder- und Jugendlichen, dass sich das Trainingsangebot nicht mehr nur auf die für diverse Teams über soziale Medien angebotenen Hausaufgaben und Challenges beschränkt, sondern sie wieder mit ihren Coaches in der Halle trainieren können.

 




Auf die Plätze, fertig …

Noch fünf Wochen Schule nach Corona-Regeln – bis zu den großen Sommerferien. Und da kommt diese gute Nachricht: Ab sofort ist endlich auch wieder Sportunterricht erlaubt – wenn auch unter Auflagen, wie Kultusminister Michael Piazolo jetzt bekanntgab. Am gestrigen Freitag erreichte die Schulen ein entsprechender Hygieneplan des Ministeriums – mit Abstandsgebot und Kontaktfreiheit. 




Training vor laufender Kamera

Der Fernsehsender Sat 1 stellt in seiner Rubrik „Bayernsport“ regelmäßig interessante Vereine aus Bayern vor. Und im Zuge dessen war Sat 1 nun zu Besuch beim Skiclub Bad Aibling. Herausgekommen ist ein interessantes TV-Portrait über das Aiblinger Skiteam.

Der Skiclub Bad Aibling zeigte sich ja schon von Beginn der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen an sehr kreativ und bot seinen Mitgliedern als einer der ersten Vereine unter dem Motto „SkiAthletik ZOOM“ ein Online-Training an (AIB Stimme berichtete). Dies wurde nicht nur von den Mitgliedern des Vereins rege angenommen, sondern erweckte auch das Interesse des Fernsehsenders Sat.1. Dieser schickte kurzentschlossen ein Kamerateam nach Bad Aibling, um das hiesige Skiteam während verschiedener Trainingseinheiten zu begleiten.

Die beiden Trainer Tom Priermeier und Thilo Wolff stellten zunächst kurz vor, wie das Online-Training abläuft. Dann ging’s aber schnell „ans Eingemachte“ und die Trainingseinheit mit rund 50 Teilnehmern – jeder zuhause in den eigenen vier Wänden oder im heimischen Garten – startete. Die Kameras fingen dabei beide Perspektiven ein: Die der Trainer, welche die Übungen vormachen und die der Teilnehmer, die diese Übungen ausführen. Den Gesichtern der Teilnehmer konnte man dabei ansehen, dass das Training Spaß macht aber durchaus auch anstrengend ist.

War zunächst geplant, „nur“ das Online-Training „SkiAthletik ZOOM“ zu filmen, kamen die ersten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen genau zur rechten Zeit und Sat.1 konnte zudem auch eine Trainingsgruppe bei deren Skate-Training begleiten. Zu sehen bekam das Kamerateam dabei, wie Athleten der U10 durch einen eigens aufgebauten Skate-Parcours fuhren und über Rampen sprangen. Für einige der jungen Athleten wurde es dann noch aufregender, als sie vor laufender Kamera ihre ersten Interviews gaben.

Herausgekommen ist ein TV-Portrait, das am vergangenen Wochenende ausgestrahlt worden ist und den Skiclub Bad Aibling sehr sympathisch darstellt. Lob gab es in insbesondere auch vom Bayerischen Skiverband. Wer den Beitrag im TV verpasst hat oder ihn nochmal sehen möchte, kann ihn jederzeit unter folgendem Link in der Mediathek von Sat 1 abrufen: https://www.sat1.de/regional/bayern/bayernsport

Was das TV-Portrait sehr schön zeigt, ist, dass der Skiclub Bad Aibling nicht nur ein Verein für die ganze Familie ist, sondern auch ein Verein für das ganze Jahr. Denn nach dem Motto „die Champions des Winters werden im Sommer gemacht“ bietet der Skiclub auch im Sommer ein abwechslungsreiches, intensives Training an. So startet nach den Pfingstferien auch wieder das reguläre, wöchentliche Outdoor-Training. Sollte jemand nach dem TV-Portrait Lust bekommen, mal beim Skiclub Aibling reinzuschnuppern, so kann er gerne unverbindlich Kontakt zum Trainerteam aufnehmen: thomas.priermeier@gmx.de




Burschen brechen ab, Mädels setzen fort!

Harte Zeiten für den Sport: Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes hat heute beschlossen, die laufende und aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren abzubrechen! Bei den Juniorinnen wird dagegen ab dem 1. September – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – analog des Spielbetriebs bei den Herren und Frauen fortgesetzt. Der BFV-Vorstand folgt damit dem Vorschlag der eigens gegründeten Lösungs-Arbeitsgruppe. Diese hatte sich aufgrund der Komplexität in die separaten Untergruppe Junioren und Juniorinnen unterteilt – mit diesem Ergebnis …

Bei den Junioren werden die Abschlusstabellen auf Basis einer Quotientenregelung gebildet:

Die bestplatzierte, aufstiegsberechtigte Mannschaft und das auf einem Aufstiegs-Relegationsplatz stehende Team steigen auf.

Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind.

Diese für Junioren und Juniorinnen unterschiedlichen LAG-Empfehlungen sind auf die zum Teil großen Unterschiede im Spielbetrieb der Junioren und Juniorinnen zurückzuführen.

Deshalb wurden bereits kurz nach den ersten Konferenzen der LAG Spielbetrieb Liga und Pokal Junioren und Juniorinnen zwei Untergruppen gebildet, die sich explizit mit dem Spielbetrieb bei den Jungen und Mädchen auseinandergesetzt haben. In beiden Untergruppen erarbeiteten Vereinsvertreter*innen aus ganz Bayern und unterschiedlichen Spiel- und Altersklassen zusammen mit den BFV-Experten die Vorschläge.

Abbruch bei Junioren: Überraschend nur auf den ersten Blick

„Dass wir bei den Junioren zu dem Ergebnis kommen, die laufende Spielzeit abzubrechen, während bei den Erwachsenen und den Juniorinnen die Saison zu Ende gespielt wird, mag auf den ersten Blick überraschen. Wer sich allerdings ein bisschen intensiver mit dem Junioren-Spielbetrieb in Bayern auseinandersetzt, stellt ganz schnell fest, dass wir bei den Junioren über vollkommen andere Rahmenbedingungen sprechen als beispielsweise bei den Herren.

Das fängt damit an, dass bei den Junioren über die Hälfte der 14.100 Mannschaften im C- bis F-Juniorenbereich im nicht-aufstiegsberechtigten Spielbetrieb und damit im reinen Breitensport aktiv ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gezielte und jahrgangsübergreifend verzahnte Talentförderung. Zugleich müssen die uneinheitlichen Spielklassen- sowie die unterschiedlichen Ligen-Strukturen auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene Berücksichtigung finden“, erklärt Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann, der seine Expertise in die LAG-Untergruppe Junioren einbrachte.

FCN-Talente und Junglöwen steigen in Junioren-Bundesligen auf

Fest steht nun, dass entsprechend des Beschlusses beim Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai 2020 die U19-Talente des 1. FC Nürnberg als aktuell Erstplatzierte aus der U19-Bayernliga in die U19-Bundesliga aufsteigen. Gleiches gilt für den U17-Nachwuchs des TSV 1860 München. Hoffnung machen dürfen sich auch die U17-Juniorinnen des TSV Schwaben Augsburg. Allerdings ist hier der Bundesliga-Aufstieg noch von einer möglichen Vereinsfusion in Frankfurt abhängig.

Juniorinnen: Soziale Komponente für Vereine ausschlaggebend

Bei den Juniorinnen spielt indes anderer gewichtiger Faktor eine extrem große Rolle, der klar gegen einen Abbruch spricht. „Das Thema ‚Bindung‘ der Spielerinnen hat bei den Juniorinnen für die Vereine ein viel größeres Gewicht, als bei den Erwachsenen oder Junioren. Das liegt nicht nur daran, dass wir viel weniger Juniorinnen im Spielbetrieb haben als bei den Junioren. Für das Gros der Mädchen spielt trotz allem sportlichen Ehrgeiz die soziale Komponente eine immense Rolle.

Das gemeinsame Spiel in einer gewachsenen Mannschaft steht oft über dem Leistungsgedanken. Von Beginn an war für die Vereinsvertreter eine der größten Sorgen, bei einem Saisonabbruch und dem darauf folgenden Umbruch vor dem Saisonneustart massiv Spielerinnen zu verlieren und womöglich gar keine Mannschaft mehr stellen zu können“, erklärt Sandra Hofmann, die als Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses in der Untergruppe Juniorinnen mitarbeitete.

 

BFV bietet Vereinen umfangreichen Service

In den nach Junioren und Juniorinnen aufgegliederten Frage-Antwort-Katalogen (FAQ) zum LAG-Vorschlag sind diese Fragestellungen und Gründe auf www.bfv.de noch einmal detailliert dargestellt. Ebenso die möglichen Szenarien der Junioren-Saison 2020/21. Für Rückfragen ist die LAG „Spielbetrieb Liga und Pokal Junioren/Juniorinnen“ entsprechend der Aufgliederung unter zwei Mailadressen erreichbar: lag-junioren@bfv.de für den Themenkomplex Junioren und lag-juniorinnen@bfv.de für den Themenkomplex Juniorinnen.

Zudem gibt es in den kommenden Tagen auch eine Vielzahl an Info-Webinaren für alle interessierten Vereinsvertreter.

 




Eine Saison 2020/2021 wird es nicht geben

Die vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) infolge der pandemiebedingten Unterbrechung der laufenden Saison 2019/20 eingesetzte Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) „Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene” hat ein erstes Etappenziel erreicht: Sie ist dabei einstimmig zu der Entscheidung gelangt, dass die Saison 2020/21 bei den Herren und Frauen aufgrund zeitlicher Gründe und fehlender Spieltermine nicht stattfinden kann. In zahlreichen LAG-Runden haben die Spielleiter des BFV gemeinsam mit mehr als 30 Vereinsvertretern aller Spielklassen-Ebenen zudem vorgeschlagen, das Spieljahr 2019/2020 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt.

Der geregelte Spielbetrieb kann aufgrund der aktuellen Zwangspause frühestens ab September 2020 wieder aufgenommen werden (wir berichteten).

Für den Großteil der Ligen im Erwachsenenbereich stehen durchschnittlich noch zwischen zehn und bis zu 17 reguläre Ligen-Spieltermine an. Hinzu kommen etwaige Platzierungs- und Entscheidungsspiele. Außerdem haben etliche Vereine noch Pokalspiele zu bestreiten.

Witterungsbedingt kann üblicherweise nur bis Mitte November gespielt werden – in einigen Regionen etwas länger, in anderen Regionen etwas kürzer.

Es stehen somit maximal elf Wochenenden von Anfang September bis Mitte November als Spieltermine zur Verfügung. Dabei steht aktuell noch nicht fest, ob die staatlichen Verordnungen einen Spielbetrieb überhaupt ab September 2020 zulassen.

Spiele unter der Woche nur in Ausnahmefällen

Spiele unter der Woche oder am Abend sind für viele Vereine und deren Amateurspieler nur im seltenen Einzelfall zu absolvieren; viele Klubs verfügen über kein spieltaugliches Flutlicht.

Zudem stehen Arbeitnehmer*innen aufgrund beruflicher Verpflichtungen an Wochentagen nicht uneingeschränkt zur Verfügung.

„Selbst dann, wenn wir uns entscheiden, eine Saison unter Inkaufnahme etlicher Wochentags- und Abendspiele bis Dezember auf Biegen und Brechen durchzuziehen, wären das Saisonfinale und notwendige Entscheidungsspiele zur zuschauerunfreundlichen Zeit Ende November oder Anfang Dezember zu spielen. Hinzu kommt die große Gefahr, dass aufgrund witterungsbedingter Absagen das Spieljahr nicht zu beenden ist“, sagt Verbandsspielleiter Josef Janker.

Die zuständigen Lösungs-Arbeitsgruppen unter mehrheitlicher Beteiligung von Vereinsvertretern haben sich deshalb dazu entschlossen, das Saisonfinale im Erwachsenenbereich in jedem Falle im Frühling 2021 durchzuführen und somit den Vereinen und deren Zuschauern gesicherte Termine für die attraktivsten Spiele des Jahres bieten zu können.

„Allen Beteiligten war schnell klar, dass es die attraktivsten Spiele des Jahres nicht zur ungemütlichsten Jahreszeit geben kann. Von daher ist diese Entscheidung die richtige, weil sie im Sinne aller ist“, sagt Vizepräsidentin Silke Raml.

Natürlich muss auch dieser Rahmen-Terminplan unter den Vorbehalt des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie gestellt werden. Mit der Entscheidung, das Saisonfinale der Saison 2019/2020 im Frühjahr 2021 auszutragen, gibt es auch möglicherweise benötigten Puffer für Quarantänezeiten einzelner Mannschaften oder behördlich angeordneter Schließungen von Sportvereinen oder Trainingsgeländen innerhalb eines Landkreises oder einer Stadt.

Flexibilität für alle Fälle

Durch diese Planung entsteht zum einen die benötigte Flexibilität, auf die unterschiedlichen Entwicklungen reagieren zu können, zum anderen wird – sollte es die Terminsituation erlauben – ein Zusatzangebot zum regulären Ligen-Spielbetrieb angeboten werden. Modelle hierzu werden in den nächsten Wochen, auch unterschiedlich nach Region oder Termindruck einer Liga, von den Spielleitern des Verbandes zusammen mit den Vereinsvertretern der jeweiligen Arbeitsgruppen erarbeitet.

„Dabei ist klar, dass dieser zusätzliche Wettbewerb einen sportlichen Wert und damit eine Attraktivität besitzen muss und darüber hinaus Spielzeit für die Vereine bietet“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „Das können beispielsweise ein modifizierter Pokalwettbewerb mit Gruppenspielen oder aber auch eine Art Play-off-Runde sein. Mit Modellen wie etwa diesen wird sich die LAG nun beschäftigen. Gedankenspiele sind in jedwede Richtung erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Verschiedene Varianten können passgenau auf die Anzahl der unterschiedlich noch zur Verfügung stehenden Spieltage in den jeweiligen Regionen entwickelt werden.“

Dabei kann individuell auf regionale Besonderheiten hinsichtlich Spielklassengröße, Wetterprognosen und gemeinsam entwickelte Wünsche eingegangen werden. Die Kreise erhalten damit in ihrem Bereich eine hohe Flexibilität und können auch die Vereine bei der Gestaltung mit ins Boot nehmen.

Die Situation im Junioren- und Juniorinnenspielbetrieb wird in wenigen Tagen mitgeteilt.