Und wieder schimpft der VEBWK

Medial nahezu unbeachtet wurde jetzt von der Mehrheit der Ministerpräsidenten eine Erhöhung der Rundfunkgebühren beschlossen. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) kann diesen Beschluss nicht nachvollziehen. Hier wird in den schweren wirtschaftlichen Zeiten der Coronakrise ein grundlegend falsches Signal für die Bevölkerung gegeben.

„Nach dem wochenlangen Lockdown stehen ganze Branchen vor dem Aus, viele
Privatpersonen plagen finanzielle Sorgen und Zukunftsängste“, sagt VEBWK-Vorsitzender Franz Bergmüller, „doch anstatt die Bevölkerung in dieser Zeit zu unterstützen und zu entlasten, wird nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Pflichtbeitrag erhöht. Gerade in dieser Zeit für mich absolut unverständlich und nicht hinnehmbar.“ Im Rahmen einer gemeinsamen Konferenz stimmten die Ministerpräsidenten jetzt dem neuen Medienänderungsstaatsvertrag und damit einer Erhöhung der GEZ-Gebühren auf jetzt 18,36 Euro zu.

Besonders fragwürdig ist die Entscheidung der Ministerpräsidenten auch in Hinsicht auf die stetig fallenden Zahlen der tatsächlichen Nutzer öffentlich-rechtlicher Sender. Wie eine Studie aus dem Herbst vergangenen Jahres zeigt, verbringt nur noch etwa die Hälfte des Publikums seine Zeit mit ZDF, ARD, RTL oder Sat1. Stattdessen steigt die Nutzung von Streamingdiensten, beispielsweise Netflix oder Amazon, stark an.

„Klar ist, dass diese Gebührenerhöhung gerade in dieser Zeit der finanziellen Unsicherheit ein grundlegend falsches Signal ist“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann, „anstatt den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu nehmen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um über Entlastungen und Förderungen zu entscheiden. Ich appelliere dringend an die verantwortlichen Politiker, hier gesunden Menschenverstand anzuwenden und mit Hochdruck für eine sichere Zukunft unserer Unternehmen und Familien zu kämpfen. Derartige Entscheidungen, wie jetzt die Erhöhung der GEZ-Gebühren, sind momentan definitiv nicht angebracht.“




Offener Brief und ein weiterer Hilferuf der Wirte

Nach einem wochenlangen Shutdown sind jetzt Teile der Gastronomie unter
einschneidenden Auflagen wieder geöffnet. Unter diesen vorgeschriebenen Corona-
Maßnahmen ist wirtschaftliches Handeln für die Betriebe jedoch nicht möglich. In einem offenen Brief hat sich daher der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) jetzt an die Bayerische Staatsregierung gewandt. Darin fordert der Verein, die derzeitigen Regelungen der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens anzupassen, um ein weiteres Wirtshaussterben zu verhindern.

„Ein Großteil der Gastronomie hat nach dem wochenlangen Shutdown nun bereits seit 18. Mai wieder geöffnet“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann, „die Sorge der Regierung, die Infektionszahlen könnten dadurch wieder ansteigen, hat sich nicht bewahrheitet. Allerdings kämpfen unsere Wirte noch immer um Ihre Existenz.“ Der Grund dafür: Die einschneidenden Corona-Auflagen, die ein wirtschaftliches Handeln der
Gastronomen verhindern.

„Laut Schätzungen des DEHOGA stehen bundesweit 70.000 Betriebe, das entspricht einem Drittel unserer Gastronomie, vor dem existentiellen Aus“, so Dr. Zimmermann, „nach den wochenlangen Schließungen fehlten der Branche bereits Ende Mai rund 18 Milliarden Euro Umsatz. Trotz der Wiedereröffnung von Teilen der Gastronomie kann dieser Verlust nichtmehr eingeholt werden. Ganz im Gegenteil: Aufgrund der Abstandsgebote und Hygienevorgaben liegen die derzeitigen Umsätze bei lediglich 50 bis 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr!“ Damit steht Bayern und ganz Deutschland ein
Wirtshaussterben ungekannten Ausmaßes bevor. Tausende Arbeitsplätze sind in akuter
Gefahr.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der VEBWK sich jetzt mit einem offenen Brief an die Bayerische Staatsregierung gewandt. Darin erklärt der Verein die derzeitige Situation, weist auf die Folgen des Shutdowns und der Kontaktbeschränkungen für die Gastronomie hin und fordert dringend, die derzeitigen Regelungen den positiven Entwicklungen des Infektionsgeschehens anzugleichen. „Unsere bayerische Wirtshauskultur lebt von Geselligkeit, von Stammtischen, Kartenrunden und Feiern mit Freunden und Familien“, sagt der VEBWK-Vorsitzende Franz Bergmüller, „das können die Gastronomen ihren Gästen derzeit nichtmehr ermöglichen.“ Ganz im Gegenteil müssen die Wirte sogar einschreiten, wenn Stammgäste sich nicht an die Regeln halten. Dafür haben viele Gäste jedoch kein Verständnis.

„Der wochenlange Shutdown und das zögerliche Wiederhochfahren der Gastronomie ist für die Branche ein finanzielles Desaster“, so Bergmüller, „Wirte sehen sich gezwungen,
Mitarbeitern zu kündigen, da Touristen, das so wichtige Bankettgeschäft und auch die
Mittagsgäste ausbleiben. Auch die Einnahmen aus ‚To Go‘ Angeboten fallen jetzt weg. Nach einer anfänglichen Welle der Solidarität mit den örtlichen Gastronomen, gehen die
Einnahmen daraus seit den ersten Öffnungen stark zurück, allerdings ohne dass dieser
Verlust durch vermehrten Besuch von Lokalen wieder ausgeglichen werden würde.“ Hinzu kommt auch die Zukunftsangst der potentiellen Gäste. Viele Haushalte müssen seit dem Corona-Shutdown mit deutlich weniger Haushalteinkommen auskommen.
Restaurantbesuche haben dann keine Priorität mehr.

„Zusätzlich sehen wir uns zunehmend mit dem Thema der Schwarzgastronomie konfrontiert“, berichtet der Vereinsvorsitzende, „wenn in Städten Demonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern stattfinden, teilweise ohne Mundschutz und Mindestabstand, können immer mehr Menschen nicht mehr nachvollziehen, wieso in der Gastronomie weiterhin strikt an den strengen Auflagen festgehalten wird.“ Das Resultat dieser Unzufriedenheit sind Treffen und Feiern in nicht kontrollierten Räumen.

„Wir fordern die Bayerische Staatsregierung und dabei besonders unseren
Ministerpräsidenten Markus Söder dringend dazu auf, die Corona-Auflagen der derzeitigen Infektionssituation anzupassen und entsprechend zu lockern“, sagt Dr. Ursula Zimmermann, „wir erleben keine erhöhten Zahlen bei Neuinfektionen durch die Wiedereröffnung der Gastronomie, allerdings sehen wir deutlich, wie die durch die Coronakrise ohnehin so stark betroffenen Branche sehenden Auges an die Wand gefahren wird. Das dürfen wir nicht zulassen!“

Konkret setzt sich der VEBWK in seinem Brief unter anderem für eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen und Abstandregeln, eine dauerhafte Senkung des
Mehrwertsteuersatzes für Speisen und Getränke in der Gastronomie, eine  Wiederaufnahme des Bankettgeschäfts, sowie eine schnelle Öffnung der bisher noch geschlossenen Teile der Branche, beispielsweise Kneipen, Bars und Clubs, ein. Zudem muss laut dem Verein dringend die Mundschutzpflicht für Bedienungen fallen und die Öffnungszeiten müssen ausgeweitet werden. Um den finanziellen Schaden auch nur halbwegs auszugleichen, soll außerdem ein umfassender Rettungsschirm für die Gastronomie eingeführt werden. „Unser Gastgewerbe ist das Herzstück des Bayerntourismus und damit mit eine bayerische Leitökonomie“, sagt Dr. Ursula Zimmermann, „wir appellieren dringend an die Bayerische Staatsregierung, jetzt zu handeln. Morgen ist es vielleicht schon zu spät.“




Junge Frau von Pferd schwer verletzt

Eine 23-Jährige wollte am gestern Abend um 17.30 Uhr auf einem Reitstall beoi Stephanskirchen ein Pferd von der Koppel führen. Um von der Koppel zu gelangen, musste sie mit diesem Pferd an ihrem eigenen Pferd vorbeigehen. Fast auf gleicher Höhe stieg das eigene Pferd der jungen Frau plötzlich hoch und trat der 23-Jährigen mit den Füßen in den Rücken-/Halsbereich. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Traunstein transportiert werden.

Aktuell geht die Polizei von keinem Fremdverschulden aus.




Video zum „Corona-Monitoring”

In einem Video rufen Landrat Otto Lederer, Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner sowie zahlreiche weitere bekannte Persönlichkeiten aus der Gemeinde dazu auf, sich am „Corona -Monitoring lokal“ in der Gemeinde zu beteiligen. Die Studie des Robert Koch Institutes startetam 23. Juni.  Bad Feilnbach wurde vom Robert Koch Institut, als eine von vier besonders stark vom Corona-Virus betroffenen Gemeinden in Deutschland, für diese Studie ausgewählt.

Insgesamt rund 2.000 Personen sollen hier untersucht werden. Es werden eine Blutabnahme, ein Rachenabstrich sowie eine kurze Befragung durchgeführt. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, werden die Teilnehmer über das Einwohnermeldeamt per Zufallsverfahren ausgewählt. Die Teilnahme ist freiwillig. Eine Bewerbung für die Studie oder Weitergabe der Einladung aber nicht möglich.

 

Darum appellieren jetzt zahlreiche bekannte Persönlichkeiten an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, sich an der Studie zu beteiligen, sollten sie eine schriftliche Einladung der RKI erhalten. Unter den prominenten Fürsprechern befinden sich neben Landrat Otto Lederer auch Bürgermeister Anton Wallner sowie Landwirte, ein Feuerwehrkommandant, die Seniorenbeauftragte, zwei Hausärzte und viele weitere bekannte Persönlichkeiten der Kommune. Insgesamt 17 Personen kommen zu Wort. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Feilnbach und der Pressestelle im Landratsamt Rosenheim.

 

 

Link Video:

https://www.youtube.com/watch?v=Nq1dzmEgS3Q   

 

 




Bub angefahren, vor der Haustüre abgesetzt und weggefahren

Am Freitag gegen 12.30 Uhr kam es in der Stadtmitte in Miesbach zu einem Verkehrsunfall. Ein 10-jähriger Schüler befuhr mit seinem Rad die Fraunhoferstraße in Richtung Rahthausstaße. Im letzten Moment bemerkte er einen blauen Pkw, der von rechts aus der Straße Heimbucherwinkl kam. Der Junge bremste scharf ab und kam zu Fall. Seine Rad rutschte noch an den blauen Pkw.

Der unbekannte Fahrzeugführer lud den Jungen samt Rad ein und setzte ihn vor der Wohnung seiner Eltern in Miesbach ab. Die waren aber nicht zu Hause. Als die Eltern dann später vom Unfall ihres Sohnes erfuhren, suchten sie zunächst einen Arzt und dann das Krankenhaus auf. Dort wurde eine Fraktur des linken Armes diagnostiziert. Die Polizei Miesbach sucht nun den Fahrer des blauen Pkw, der angegeben haben soll, Apotheker zu sein und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.

Es wird ein Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung eingeleitet.

Hinweise bitte an die PI Miesbach unter der Rufnummer 08025/299-0.




Klimaschützer sind sauer

Mit den Demonstrationen ist das heuer so eine Sache. Sein Recht einfodern – ja, aber dann mit den von der Regierung erlassenen Abstandsregeln und auch nicht mit zu vielen Menschen. Am besten auch nicht in der Innenstadt, wenn überhaupt, dann außerhalb in einem Randgebiet. Rosenheims Klimaschützer können ein langes Lied davon singen. Ihrer Meinung nach sind sie von der Stadt beim Anmelden einer Demo so lange hingehalten und gegängelt worden, dass der Sinn und Zweck dieser Veranstaltung pulverisiert wurde. Jetzt wenden sie sich mit einem offenen Brief an den OB und den Stadtrat.

Hier der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr März, sehr geehrte Stadtratsmitglieder der Stadt Rosenheim,
in diesen Zeiten ist jeder einzelne Bürger und jede einzelne Bürgerin gefragt, seinen/ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die aktuelle Krise handhabbar bleibt. Von daher betrachten auch wir es als unerlässlich, unkontrollierte Versammlungen zu vermeiden, sich also nach den Ratschlägen der Virologen zu richten. Gleichzeitig
dürfen auch die Wissenschaftler nicht überhört werden, die vor einem nachlässigen Umwelt- und Klimaschutz warnen.

Damit dieses Anliegen nicht in den Hintergrund gedrängt wird, haben wir vor einigen Wochen damit begonnen, eine Klimaschutzdemonstration für den 15.05.2020 zu planen. Diese sollte sich allerdings in jedem Fall nach den Standards der Corona-Schutzmaßnahmen richten und bei deren Gefährdung sofort aufgelöst werden. Bei der Anmeldung der Versammlung haben wir dies dem Ordnungsamt der Stadt Rosenheim auch klar mitgeteilt. Nach einer anfänglichen Genehmigung wurde unsere Absicht jedoch durch so viele restriktive Auflagen eingeschränkt, dass die Wirkung der Veranstaltung um ein erhebliches Maß verringert wurde. So wurde beispielsweise die ursprünglich genehmigte Dauer der Demonstration von zwei auf eine Stunde ohne Angabe von konkreten Gründen verkürzt. Dieser Umstand wurde von uns akzeptiert
und im Sinne eines guten Miteinanders nicht weiter hinterfragt. Nachdem uns die Versammlung unter beschriebenen Umständen offiziell genehmigt wurde, wurde die Genehmigung bald darauf wieder zurückgezogen.

Hierzu erfuhren wir, dass die Stadtspitze kurzerhand entschieden hat, keine Demonstrationen am 15.05.2020 zu genehmigen. Daraufhin entschlossen wir uns, unsere Veranstaltung auf den 29.05.2020 zu vertagen und beantragten dies so beim Ordnungsamt. Wenige Tage darauf wurde uns darüber hinaus mitgeteilt, dass der Max-Josefs-Platz als ursprünglich angegebener Veranstaltungsort nicht umsetzbar sei, da
hier durch die Gastronomie zu viel Platz eingenommen wird, sodass eine Gewährleistung der Corona-Standards nicht möglich sei. Weil der Schutz aller auch für uns oberste Priorität ist, haben wir dem sofort beigepflichtet und zwei alternative Orte, nämlich den Salzstadel und den Platz zwischen der Kirche St. Nikolaus und dem Mittertor, vorgeschlagen. Diese wurden jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass die Plätze angeblich nicht ausreichend Raum bieten würden, um den Mindestabstand einhalten zu können. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass bei einem Abstand von zwei Metern die von den 50 geladenen Demonstranten beanspruchte Fläche lediglich 264 Quadratmeter beträgt und die vorgeschlagenen Plätze bei weitem über diesen Raum verfügen.

Um weitere Vorschläge unsererseits zu unterbinden, machte das Ordnungsamt
klar, dass uns der gesamte Innenstadtbereich während der Corona-Krise nicht zur Verfügung stünde. Ergänzt wurde, dass „nur der Mangfallpark in Frage“ käme. Da dies aber den Zweck einer Demonstration, nämlich Aufmerksamkeit erregen, aufgrund des verminderten Fußgängerverkehrs verfehlt hätte, machten wir einen weiteren Vorschlag: Wir äußerten gegenüber dem Ordnungsamt, dass wir auch dezentral an mehreren Standorten in der Innenstadt mit höchstens 5 Personen eine Mahnwache halten könnten. Dies wurde uns allerdings, nach langem bürokratischem Aufwand unsererseits, letzten Endes auch nicht genehmigt. Was uns nun aber schließlich genehmigt wurde, ist eine Versammlung mit 50 Personen im Mangfallpark Süd. Dies empfinden wird als nicht schlüssig. Nicht nur, dass uns die Demonstrationsfreiheit wesentlich eingeschränkt wurde, sondern auch, dass wir trotz verfügbarer und vertretbarer Räume in der
Innenstadt nun mit einer höheren Personenanzahl als von uns bei der dezentralen Lösung vorgeschlagen in den Mangfallpark verlegt wurden. Wir bitten Sie und das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim deswegen hiermit um eine klare Stellungnahme.
Mit klima-freundlichen Grüßen

Die Ortsgruppen
Fridays for Future Rosenheim
Parents for Future Rosenheim
Scientists for Future Rosenheim
Extinction Rebellion Rosenheim
Attac Rosenheim
United Animals Rosenheim
Peta Rosenheim
Pflege am Boden Rosenheim




Eigene Wasserpfeifen und Einwegschläuche

Zwar dürfen Teile der Gastronomie unter einschneidenden Auflagen bereits
wieder geöffnet haben, doch gibt es für viele Betriebe der Branche noch immer keine
Perspektive. Betroffen sind davon besonders Kneipen und Clubs. Auch Shisha-Bars dürfen nur eingeschränkt öffnen. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) hat jetzt Hygienekonzepte und Forderungen aufgestellt, um auch Wirten in diesen Bereichen aus der Krise zu helfen.

„Wir begrüßen die bisherigen Öffnungen in der Gastronomie und freuen uns, dass viele
Betriebe wieder Gäste bei sich bewirten können“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann, „jedoch gibt es für weite Teile der Branche leider noch keine Perspektiven.“
Kneipen, Clubs und Bars müssen mangels ausreichender Hygienekonzepte noch immer auf einen Termin zur Wiedereröffnung warten. „Nach monatelanger Schließung stehen die Betreiber vor dem existenziellen Aus“, so Dr. Zimmermann, „wir müssen jetzt handeln und Lösungen finden, damit alle Bereiche der Gastronomie schnellstmöglich wieder öffnen können.“ Dafür hat der VEBWK jetzt verschiedene Hygienemaßnahmen und Forderungen an die Politik zusammengestellt. „Speziell für Shisha-Bars haben wir in Kooperation mit Betreibern ein umfassendes Schutzkonzept erstellt und an das Bayerische Wirtschaftsministerium, sowie das Bayerische Gesundheitsministerium weitergeleitet“, erzählt die Geschäftsführerin, „bisher dürfen dort keine Shishas angeboten werden. Den Betreibern bleibt daher bisher nur der Umsatz durch Getränke und eventuell auch Speisen. Wir möchten den Bars jetzt wieder zu ihrem vollen Angebot, inklusive den Shishas, verhelfen. In unserem Hygienekonzept setzen wir dafür auf den Gebrauch von Einwegschläuchen und -mundstücken, sowie intensive Reinigung der Shisha. Stammgästen könnte auch angeboten werden, ihre eigenen Wasserpfeifen zu benutzen.“

Um Clubs und Bars Perspektiven bieten zu können, fordert der VEBWK zunächst eine
Lockerung der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. „Für die Gastronomie ist
Geselligkeit der Hauptfaktor für einen ernstzunehmenden Betrieb“, weiß Dr. Ursula
Zimmermann, „gemeinsam an der Bar, am Stammtisch oder in der Kartenrunde sitzen –
solange die allgemeinen Beschränkungen derart streng sind, ist es für Bar- und Clubbesitzer nahezu unmöglich, ein entsprechendes Konzept zur Wiedereröffnung vorzulegen.“
Auch in Hinblick auf die Zukunft von Speiselokalen sind Lockerungen der Coronamaßnahmen dringend nötig. „Um größere Feste, Familienfeiern und damit auch das so wichtige Bankettgeschäft wieder zu ermöglichen, müssen sich zunächst die Rahmenbedingungen der Regierung ändern“, sagt dazu VEBWK-Vorsitzender Franz Bergmüller, „die Infektionszahlen erlauben diese Lockerungen.“

CSU-Politiker Klaus Stöttner plant jetzt, Tagungen bis 50 Leute baldmöglichst wieder zu
erlauben. Wie der tourismuspolitische Sprecher in einem Interview angab, soll damit das
bayerische Gastgewerbe unterstützt werden. „Dies darf nicht mehr als ein erster Schritt zu weitreichenden Zugeständnissen sein“, sagt Franz Bergmüller, „die Beschränkungen nach ständiger Evaluierung angepasst und gelockert werden. Nach dem Shutdown müssen wir unseren gastgewerblichen Unternehmen jetzt ein schnelles und uneingeschränktes ‚Wiederhochfahren‘ ihrer Betriebe ermöglichen. Ohne sinnfreie, einschneidende Maßnahmen, wie wir es vor kurzem beispielsweise bei der Sperrstunde für Biergärten erlebt haben! Hygienemasken sind gesundheitlich umstritten, Abstandsregeln ermöglichen keinen wirtschaftlichen Betrieb und die ständigen Warnungen vor einem weiteren Shutdown und einem regulären Betrieb erst nach der Einführung eines Impfstoffes oder Medikaments verunsichern das Gastgewerbe und vor allem die Kunden. Ohne vernünftige Perspektive werden wir mittelfristig ein Wirtshaussterben unvorstellbaren Ausmaßes erleben! Es ist die Pflicht unserer Politik, unser bayerisches Gastgewerbe in allen Bereichen zu fördern und sie in dieser Zeit nachhaltig zu unterstützen!“




VEBWK fordert: Maskenpflicht abschaffen!

Die Maskenpflicht in Bayern soll fallen! So fordert es ein Großteil der Bevölkerung, wie jetzt eine repräsentative Umfrage des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) ergibt. Auch Vereinsvorsitzender Franz Bergmüller schließt sich dieser Forderung an. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für ihn nicht mit der Fürsorgepflicht für Mitarbeiter vereinbar.

Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Hautprobleme. Damit haben viele Arbeitnehmer, gerade in der Gastronomie und anderen Dienstleistungsbereichen, seit Einführung der Maskenpflicht zu kämpfen. „Vor einigen Jahren wurde das Rauchverbot in Gaststätten eingeführt, um die Mitarbeiter vor gesundheitlichen Problemen zu schützen“, sagt VEBWKVorsitzender Franz Bergmüller, „jetzt wird durch den Staat eine Regelung eingeführt, die man gut und gerne als vorsätzliche Körperverletzung beschreiben kann.“ Für den Verein ist die Maskenpflicht in Bayern definitiv nicht mit der Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitnehmern vereinbar.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass trotz sinkender Infektionszahlen weiterhin tausende Mitarbeiter in der Gastronomie tagtäglich dieser gesundheitsschädlichen Maßnahme ausgesetzt werden“, so Bergmüller, „eigentlich würde es in die Fürsorgepflicht der Berufsgenossenschaft fallen, diese Regelung zu kritisieren. Leider halten sich dort die
Verantwortlichen unverständlicherweise zurück. Dabei ist klar: Die Maskenpflicht muss zum Wohle der Gesundheit der Mitarbeiter abgeschafft werden!“

Diese Forderung entspricht auch der Meinung eines Großteils der Bevölkerung. In einer
repräsentativen Umfrage des VEBWK stimmten 52 Prozent der Befragten für eine sofortige und umfassende Abschaffung der Maskenpflicht. 36 Prozent sprachen sich dafür aus, die Regelung lediglich in sensiblen Bereichen, beispielsweise in Altenheimen oder im medizinischen Sektor, weiterzuführen. „Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske ist in Hinsicht auf die aktuellen Entwicklungen im Infektionsgeschehen und die gesundheitlichen Nebenwirkungen für die Arbeitnehmer so nicht weiter tragbar“, sagt VEBWKGeschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann, „auch im Nachbarland Österreich wurde auf die positiven Zahlen der vergangenen Tage und Wochen reagiert und die Regelung entsprechend angepasst.“ Eine derartige Reaktion und entsprechende Anpassungen fordert der Verein jetzt auch von der bayerischen Politik. „Was noch vor einigen Wochen sinnvoll war, entspricht jetzt nichtmehr der aktuellen Situation“, so Dr. Zimmermann, „es ist jetzt an der Zeit, endlich zu handeln und die Maskenpflicht zum Wohle unserer Bevölkerung abzuschaffen!“

Da bisher anscheinend weder die Berufsgenossenschaft, noch die bayerische Regierung in dieser Sache Handlungsbedarf sehen, wird ein bayerischer Wirt jetzt selbst aktiv. Der
Augsburger Gastronom Bernhard Spielberger reicht jetzt Klage am Verwaltungsgericht
Augsburg und am Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen die Maskenpflicht für
Bedienungen ein. „Wir begrüßen diese Initiative des Wirts und hoffen, dass seine Klage
Erfolg hat“, sagt Dr. Ursula Zimmermann, „Bernhard Spielberger hat bereits die
Verlängerung der Öffnungszeiten in der Außengastronomie erreicht. Hoffentlich ist er jetzt auch beim Thema Maskenpflicht ein erfolgreicher Vorreiter für unsere bayerische
Gastronomie.“




Der Kasperl darf in den Pfingstferien wieder auftreten

Die Kinder dürfen sich freuen, Eltern atmen auf und Urlauber am Chiemsee sind beruhigt, weil es endlich wieder eine Kinderveranstaltung gibt. Ganz besonders jubelt aber der Kasperl, weil er seinen erzwungenen Ruhestand beenden darf. Das Landratsamt Rosenheim hat für das Chiemsee Kasperltheater Ausnahmegenehmigungen vom Corona bedingten Veranstaltungsverbot erteilt.

Am Pfingstmontag heißt im Bernauer Kurpark unter freiem Himmel „Kasperl & der Blumenstrauß“ (Beginn um 11 Uhr) und am Samstag, 6. Juni erzählt das Chiemsee Kasperltheater ebenfalls „Open Air“ die Geschichte von „Kasperl & der entführte Bürgermeister“ (Regerl Hof, Ernsdorf 1 in Prien – Beginn 15 Uhr).

Die Auflagen der Genehmigungsbehörde sind klar: Es darf nur unter freiem Himmel gespielt werden und das gemeinsame Sitzen ohne Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m ist nur Personen gestattet, für die im Verhältnis zueinander die allgemeine Kontaktbeschränkungen nicht gelten (z. B. Personen eines Hausstands). Ansonsten wurden die Hygieneregeln übernommen, die z. B. in den Biergärten gelten.

Die einschneidendste Auflage ist aber wohl die Beschränkung auf 50 Zuschauer pro Vorstellung. Deshalb bittet das Chiemsee Kasperltheater um Nutzung des Kartenvorverkaufs auf der Homepage www.chiemsee-kasperl.de.

Hier können Karten online zum Preis von 7,32 Euro für Erwachsene, bzw. 5,23 Euro für Kinder im Vorverkauf erworben werden. An der Tageskasse gibt dann nur noch die Restkarten für 7 Euro pro Person (Erwachsene und Kinder zahlen hier denselben Preis), wobei bei großer Nachfrage auch eine Zusatz-Vorstellung nachgeschoben werden könnte. So sieht es zumindest die Genehmigungslage vor. Kinder brauchen auch die Begleitung mindestens eines Erwachsenen.

Stephan Mikat (im Foto r.), der das Chiemsee Kasperltheater betreibt, freut sich natürlich darauf, endlich wieder live vor großen und kleinen Kindern spielen zu dürfen und bedankt auch sich auch bei Christoph Osterhammer von der Tourist Info Bernau und Bürgermeisterin Irene Daiber für die Hilfsbereitschaft und die Möglichkeit auf der Freilichtbühne im Kurpark auftreten zu können. Ein besonderer Dank Mikats geht aber an Familie Fischer vom Regerlhof in Ernsdorf. Peter Fischer, selbst Gemeinderat in Prien, sprang sofort ein und stellte die Fläche auf seinem Bauernhof zur Verfügung.

Auch von Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin des Chiemsee-Alpenland Tourismusverbandes (CAT) kam Unterstützung für den Genehmigungsantrag des Chiemsee Kasperltheaters. Sie meinte in Hinblick auf viele Familien, die in den Pfingstferien Urlaub am Chiemsee machen werden: „Ein kindgerechtes Programm, das entsprechende Hygiene- und Abstandsstandards einhält, wird sicher den Aufenthalt für Kinder in unserer Region maßgeblich bereichern. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Kinder von einem Kasperltheater immer begeistert sind“




Corona: Gestern nur sieben neue Fälle

Am gestrigen Feiertag wurden dem Gesundheitsamt sieben neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2748 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1864 Personen eine Genesung dokumentiert. Zum Glück waren gestern keine neuen Todesopfer zu beklagen. 202 Personen sind mittlerweile im Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben.

Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 135 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 90 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz der übermittelten Fälle (pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand heute, 10 Uhr, für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 11,50 – also deutlich unter dem Grenzwert von 35.

 

Die Fälle in den Gemeinden: