Fit im Herzen der Stadt

War dieser Laden einst die Aiblinger Anlaufstelle Nummer Eins für Emmentaler, Obazda und Co., so ist er jetzt die erste Adresse in Sache Muskelschmalz: Ab Samstag, dem 11. Juli, eröffnet Personal-Trainer Hans-Jörg Schilcher hier im ehemaligen Käsehaus sein Studio „Schilcher Training”.

Dabei ist das Domizil im Herzen Bad Aiblings kein Fitness-Studio wie jedes andere. Hans-Jörg Schilcher setzt vielmehr auf individuelles Training oder Kurse mit bis zu sieben Teilnehmern – betreut und angeleitet von ihm persönlich. Schilchers Angebot richtet sich sowohl an Anfänger, als auch Fortgeschrittene und Könner. „Nach der ersten Kursstunde weiß ich dann schon die Leute entsprechend einzuschätzen und kann das auf sie genau passende Training individuell anbieten”, sagt der studierte Sportwissenschaftler, der in den vergangenen Jahren schon viele Kurse, unter anderem auch für die AIB-Kur geleitet hat.

In seinem Angebot finden sich Trainings wie „Rückenfit”, „Abnehmen durch Krafttraining” und „Funktionelles Krafttraining”, diese Kurse werden von allen gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Das gilt übrigens auch für die Online-Trainings, die der Aiblinger Fitnesstrainer während des strengen Corona-Lockdowns entwickelt hat. „Die werde ich beibehalten”, erzählt er. „Gerade für Leute, die zur Risikogruppe gehören oder die Angst haben, unter Menschen zu gehen, sind diese Kurse gedacht.” Dazu braucht man lediglich eine Internet-Verbindung und eine entsprechende App. Hans-Jörg Schilcher: „Interessenten können sich am 12.7. zwischen 10 und 16 Uhr telefonisch informieren und einen Termin für ein kostenloses Online-Training ausmachen.“ Die Kassen bezuschussen das noch bis einschließlich September, eine langfristige Kassenzulassung wird aber angestrebt.

Selbstverständlich gibt es auch in Schilchers neuem Studio weiterhin das individuelle Einzeltraining, das er als Personal-Trainer schon seit 9 Jahren anbietet. Hier, wie auch in den Kursen achtet er darauf, dass das Training so viel Alltagsnähe wie möglich hat. Viele Übungen werden also durch das eigene Körpergewicht bestimmt. Dadurch kann man sie auch zuhause durchführen, ohne dass man sich teure Fitnessgeräte zulegen muss. „Ein paar Kurz- und Langhanteln, Kabelzug, Gymnastikball und andere diverse Kleingeräte – das ist die ganze Studioausrüstung”, sagt er. Nicht viele Geräte, dafür umso mehr Know How, langfristige Konzepte und vor allem Spaß. So steht dem Erfolg nichts mehr im Weg.

„Es bringt ja nichts, wenn ich mich mal ein halbes Jahr im Training voll auspowere und mir an diversen Kraftmaschinen Muskeln antrainiere, die ich dann in einer längeren Pause wieder verliere”, sagt Hans-Jörg Schilcher. „Ich verfolge deshalb bei meinem Training einen ganzheitlichen und langfristigen Ansatz, der individuell die Lebensqualität bis ins hohe Alter verbessert – mein ältester Kunde ist 93 – indem Schmerzen und ein zu hoher Körperfettanteil reduziert werden. Ziel sollte sein, dass sich jeder wieder wohl fühlt in seinem Körper.”

Wer sich einen ersten Eindruck von „Schilcher-Training” verschaffen will, schaut am Samstag, den 11. Juli zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr beim Eröffnungstag vorbei.

 

Ort: Ehemaliges Käsehaus, Marienplatz 8 in Bad Aibling – Eingang gegenüber „Mamajuana”

Kontakt:
0176 226 291 75
www.schilcher-training.com

 




„Führungskraft mit hoher Kompetenz”

Heiko Heinrich (46) übernimmt zum heutigen 1. Juli die Position des Geschäftsführers der M-Back GmbH am Standort Gebesee (Thüringen). Gemeinsam mit MEGGLE-CEO Matthias Oettel zeichnet er verantwortlich für die auf Backwaren spezialisierte Unternehmenstochter von MEGGLLE.


Mit Heinrich verstärkt ein weiterer Branchen-Experte das Management. Von 2008 an war er für die Ospelt food GmbH tätig. Heiko Heinrich verantwortete als Geschäftsführer den Ein- und Verkauf, zuletzt war er Divisionsgeschäftsführer Backwaren. Vorherige Stationen des Diplom-Betriebswirts (BA) waren die Plus Warenhandelsgesellschaft und der Foodservice von Dr. Oetker.

„Heiko Heinrich ist eine ganzheitlich denkende und vorbildlich handelnde Führungskraft mit hoher Kompetenz im Bereich der Backwaren. Wir freuen uns, dass er unser Backwerk in Gebesee in die Zukunft führen wird“, erklärt Matthias Oettel, CEO der MEGGLE GmbH & Co. KG, der gemeinsam mit Heiko Heinrich die Geschäftsführung der Backwaren-Sparte bildet.

Ende März 2020 übernahm die MEGGLE-Gruppe alle Unternehmensanteile des Backspezialisten in Gebesee. Zuvor war das Traditionsunternehmen, das am Standort gefüllte, gekühlte Baguettes herstellt, mit 66,7 Prozent an der M-Back GmbH beteiligt.




Mit gutem Beispiel voran

Der optimistische Blick in die Zukunft: Zu einem ersten Austausch hat sich jetzt der Vorstand des IHK-Regional-Ausschusses Rosenheim mit dem neu gewählten Landrat Otto Lederer und dem neuen Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März getroffen. Dem Vorsitzenden Andreas Bensegger und seinen Stellvertretern Petra Prechtl-Mareth und Simon Zoßeder war es ein wichtiges Anliegen, umgehend den Dialog mit der neuen Politikspitze aufzunehmen. Im Mittelpunkt des Treffens im Landratsamt standen die zentralen Forderungen der Wirtschaft an die Kommunalpolitik …

… die der Ausschuss im Vorfeld der Wahlen in einem Positionspapier formuliert hatte.

Aber auch die Folgen der Corona-Krise – insbesondere auf die Wirtschaft in Stadt und Landkreis Rosenheim – wurden intensiv diskutiert.

„Die Betriebe aus Stadt und Landkreis Rosenheim wünschen Otto Lederer
und Andreas März einen guten Start in ihre neuen Ämter. Vor ihnen liegen
herausfordernde Monate, wenn nicht Jahre. Die Corona-Krise hat vieles
auf den Kopf gestellt. Umso wichtiger ist es uns, dass wir den vertrauensvollen Dialog aus der Vergangenheit fortführen und uns auch künftig regelmäßig über Zukunfts- und Wirtschaftsthemen austauschen.
Der Weg aus der Krise kann nur gelingen, wenn die gesamte Gesellschaft eng beieinander steht“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des Ausschusses. „Gehen wir mit gutem Beispiel voran!”




„Corona-Folgen holen uns im Winter ein”

Geschäfte, Restaurants und Hotels sind nach dem Lockdown wieder offen und auch auf dem Chiemsee fahren die Dampfer nun wieder regelmäßig. Doch auch wenn Gäste kommen – die Auswirkungen der Corona-Krise werden viele Unternehmen erst im Winter richtig einholen. Davon ist unter anderem die Chiemsee-Schifffahrt betroffen, erfuhr die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einem Besuch des Unternehmens in Prien.

Unser Foto zeigt von links: MdB Daniela Ludwig sowie Michael und Birgit Feßler.

„Normalerweise erarbeiten wir ins im Sommer das finanzielle Polster für den Winter“, so der Chef der Chiemsee-Schifffahrt Michael Feßler. „Dieses Mal sind wegen Corona schon vor dem Sommer die Reserven aufgebraucht. Jetzt haben wir zwar unseren regulären Fahrplan, doch es fehlen noch Gäste aus dem Ausland, die Tagungsgäste und die Busgruppen. Da können wir keine großen Reserven aufbauen. Die Krise ist bei uns noch längst nicht ausgestanden.“

Für viele Unternehmen dürfte der Winter hart werden, befürchtet auch Daniela Ludwig. „Auch der Einzelhandel schiebt einen Bug vor sich her. Da ist Ware in den Geschäften, die längst verkauft sein sollte. Und die Unternehmer haben kaum Geld, um in die Winterware zu investieren. Und für die Schifffahrt auf dem Chiemsee wird es noch eine Zeit dauern, bis die Schiffe wieder voll sind. Als Privatunternehmen hat sie es hier schwerer als die Schifffahrt auf anderen Seen, die in staatlicher Hand ist.“

Bewährt hat sich nach Ansicht der heimischen Wahlkreisabgeordneten und von Michael Feßler das Instrument der Kurzarbeit. „Sie hat uns vor einer großen Entlassungswelle bewahrt“, so Feßler.

Michael Feßler hat nur noch wenige Mitarbeiter in Kurzarbeit. „Wir mussten auch keine Finanzhilfen beantragen, obwohl uns das Ganze einen erheblichen finanziellen Verlust eingebracht hat.  Jetzt fehlt uns noch ein Großteil des Umsatzes. Wir müssen bis auf weiteres auf alle Veranstaltungen und Sonderfahrten verzichten, und auch die Busgruppen fehlen. “ Solange das anhält,  ist die Schifffahrt stärker vom Wetter abhängig als bisher. „Busse kommen bei jedem Wetter, die Tagesgäste nur, wenn es einigermaßen schön ist. Auch die Hochzeitsgruppen gehen uns ab.“

Trotzdem ist Feßler mit dem Start nach dem Lockdown einigermaßen zufrieden. „Die Leute sind sehr diszipliniert. Sie müssen auf dem Schiff den Mund-Nase-Schutz tragen, darauf achten auch unsere Mitarbeiter.“ Die Schiffe dürfen nur zu 60 Prozent gefüllt sein, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Die Innenräume auf den Dampfern werden stärker gelüftet.

Auch wenn das Unternehmen finanziell getroffen wurde – Michael Feßler und seine Schwester und Mitglied der Geschäftsleitung Birgit sind dankbar für die staatliche Unterstützung in der Krise. „Die Politik hat sich sehr gut um alles gekümmert. Die Kurzarbeit hilft uns sehr“, so Michael Feßler. „Ohne dieses Instrument hätten wir uns die Bewältigung dieser Krise nicht vorstellen können. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Politik müsse aber auch Lehren aus Corona ziehen, wünscht sich Birgit Feßler. „Wir brauchen in Deutschland Schutzausrüstung auf Reserve, und die Schulen sollten die Digitalisierung vorantreiben. Toll fand ich, dass viele Firmen ihre Produktion umstellten und Masken produzierten. Insgesamt müssen wir sagen: Wir hätten in dieser Zeit nirgendwo anders leben wollen. Wir sind froh, dass wir in Deutschland sind.“

 

 




„Strenge, gesetzliche Vorgaben”

Nun stehen sie da. Oder hängen an der Wand. Überall. Sogar der Bauhof der Stadt Bad Aibling hat welche gebaut und verteilt diese an Geschäfte. Desinfektionsmittelspender. Aufgrund der Coronasituation stellen viele Kommunen, Gaststätten, aber auch Betriebe als „Serviceleistung“ für ihre Besucher Spender für Desinfektionsmittel auf. „An sich eine gute Idee, denn die Hände sind der häufigste Keimüberträger. Eine gute Händehygiene zählt daher zu den wichtigsten Maßnahmen zur Verhütung von Infektionen. Dabei gilt es aber zu beachten, dass der Umgang mit Hände-Desinfektionsmittel an strenge, gesetzliche Vorgaben gebunden ist”, sagt Manfred Gebert von „Blaulicht.de”. Er ist nicht nur Experte für Feuerwehr- und Rettungstechnik, sondern auch für Covid-Schutzprodukte.

„Ich habe schon viele unbeschriftete Flaschen oder einfach umfunktionierte Seifenspender gesehen. Besonders in der jetzt öffnenden Gastronomie“, sagt Gebert. Besonders im beruflichen und unternehmerischen Umfeld seien dabei aber einige Fallstricke zu beachten, denn Desinfektionsmittel dürften zur Abgabe an Dritte nicht einfach so umgefüllt werden.

„Viele wissen gar nicht, dass sie sich damit strafbar machen.“

Der Experte: „Durch das Umfüllen wird der Abfüller nämlich zum Hersteller und übernimmt damit nicht nur die Produkthaftung, sondern macht sich sogar unter Umständen strafbar, weil das Umfüllen aus einem Großgebinde in einen kleineren Spenderbehälter rein rechtlich als Herstellungsprozess gewertet wird. Außerdem müssen auch die Verpackung und deren Kennzeichnung einigen Anforderungen stand halten.”

„Natürlich darf man für den Eigenbedarf umfüllen.“

Eine Herstellung liege rein rechtlich nicht vor, wenn die Person, die das Desinfektionsmittel umfüllt, mit dem Verwender identisch sei. Das Gleiche gelte im Wesentlichen auch für Betriebe, Arztpraxen oder auch für Vereine zur Abgabe an ihre Mitglieder. „Aber sobald externe Personen Zugriff auf das Händedesinfektionsmittel haben, ist man fällig. Außerdem muss man unterscheiden: Es gibt Händedesinfektionsmittel nach Arzneimittelrecht und welche nach Biozid-Verordnung“, so Gebert.

Je nachdem, welche Zulassung zu Grunde liege, sei ein Umfüllen teilweise sogar zulässig, „da zum Beispiel ein Arzt die ausschließliche Verfügungsgewalt über ein Arzneimittel hat und sein Personal das umgefüllte Produkt unter dessen Verantwortung anwendet. Grundsätzlich muss jedoch beim Umfüllen beachtet werden, dass dies unter saubersten Bedingungen zu erfolgen hat und dass die neu verwendeten Behältnisse entsprechend aufbereitet und gekennzeichnet sind – Bezeichnung des Präparats, Chargen-Nummer, Verfalldatum, Warnhinweise, Anwendungshinweise und so weiter.”

Der Experte weiter: „Aber die Produkthaftung bleibt in jedem Fall, das heißt, jeder Gast, der ein umgefülltes Händedesinfektionsmittel benützt, könnte den Wirt wegen einer möglichen Hautirritation belangen. Durch das Umfüllen erlischt die Produkthaftung des Herstellers und geht auf den Abfüller – das heißt auf den Mitarbeiter und letzten Endes damit auf den Unternehmer – über. Daher wird von Gesundheitsämtern, Fachgesellschaften und auch von den Herstellern empfohlen, für Hände-Desinfektionsmittel auf Einmalgebinde zurückzugreifen.”

Das Robert-Koch-Institut empfehle sogar für Gesundheitseinrichtungen die Verwendung von Einmalflaschen zur Händehygiene. Hände-Desinfektionsmittel dürften zwar aufgrund des Arzneimittelgesetzes unter aseptischen Bedingungen in einer Apotheke nachgefüllt werden, „aber selbst da kann die einwandfreie Qualität und Unbedenklichkeit des Desinfektionsmittels nicht immer gewährleistet werden. Die beste Lösung ist daher, nur Desinfektionsmittel aus Originalgebinden zu verwenden.”

Gebert:  „Die beste und hygienischste Lösung sind wechselbare Kartuschen, bei denen die komplette Pumpeneinheit mit ausgetauscht wird. Auch die Spendersysteme selbst müssen vor der Wiederbefüllung gereinigt werden, weil sich in den Pumpen zum Beispiel Pilzsporen sammeln können und somit das beste Desinfektionsmittel unbrauchbar wird.”

Die Industrie biete für den Verbraucher einfache, hygienische Lösungen an, die einerseits die Handhygiene fördern und andererseits den Anbieter rechtlich nicht im Regen stehen lassen.

In den meisten Fällen genüge zwar schon eine gründliche Handreinigung mit Seife und Wasser, „aber wenn Händedesinfektionsmittel zur Abgabe an Dritte angeboten werden, dann muss dies den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen. Um dafür die richtigen Produkte zu erhalten, hilft eine fundierte Beratung durch den Fachhandel.”

 




Prost, Petrus: Möge das Wetter schön werden!

Wie mehrfach berichtet, sehnt die Gastronomie auch im Altlandkreis den kommenden Montag, 18. Mai, herbei: Biergärten, Terrassen, im Außenbereich darf begonnen werden mit den Öffnungen! Ein Abstandsgebot von 1,5 Metern muss dabei gelten – sowohl für die Gäste, als auch für die Mitarbeiter. Familien oder zwei Hausstände können aber an einem Tisch sitzen, auch mit weniger Abstand. Beim Herumlaufen in Biergärten und Restaurants gilt eine Mundschutz-Pflicht, nicht aber am Tisch. Auch die Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen …

Das gelte auch für die Küche, außer, wenn dort der 1,5-Meter-Mindestabstand eingehalten werden könne. Gesundheitsministerin Melanie Huml sprach von einem guten Konzept. Sie appellierte an alle, sich auch wirklich an die Vorgaben zu halten. Es werde kontrolliert.

Eine Woche später – am Montag, 25. Mai – wird auch der Innenbereich der Gastronomie wieder geöffnet.

Wie bereits bekannt, sollen die Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Jugendherbergen im Freistaat dann ab dem Pfingst-Wochenende und Ferienbeginn – 30. Mai – wieder öffnen können. Laut Staatskanzlei soll es auch für diesen Bereich zeitnah ein entsprechendes Rahmenkonzept geben. Hier sollen auch die Erfahrungen aus der wieder geöffneten Gastronomie von nächster Woche mit einfließen. Zuständig für das Konzept sind das Gesundheits- und das Wirtschaftsministerium.

 

 

 




Verkaufsoffene Sonntage gefordert

Der Bayerische Einzelhandel fordert mehr verkaufsoffene Sonntage, um den Konsum wieder anzukurbeln. Es müsse das Ziel sein, die Geschäfte wieder zu beleben. Bayerische Gemeinden können dem Handel eigentlich erlauben, an maximal vier Sonn- oder Feiertagen im Jahr zu öffnen – beschränkt auf konkrete Anlässe wie Märkte, Messen oder Stadtfeste. 

Quelle BR




Zu wenige Arbeiter beim Hopfenanleiten in der Hallertau

Seit mehreren Jahren bezieht die Schlossbrauerei Maxlrain ihren Hopfen exklusiv von ihrem Hopfenpflanzer Toni Wittmann in der Hallertau. Die Zusammenarbeit ist sehr eng, schließlich ist der Hopfen ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für die Maxlrainer Biere. Jetzt sprangen junge Brauer aus Maxlrain beim Hopfenanleiten in der Hallertau ein und konnten so dir dringend benötigte Hilfe leisten.

Foto: Toni Wittmann (l.) mit Jungbrauer Andreas Höhensteiger, der aus Aschau im Chiemgau stammt

Die Corona-Krise: Existenzängste auch bei den Hopfenbauern

Auch bei den Landwirten hat die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen, denn durch die geschlossenen Grenzen, stehen die qualifizierten Arbeiter aus dem benachbarten Ausland plötzlich nicht mehr zur Verfügung. 15 Arbeiter braucht Toni Wittmann, um Ende April/Anfang Mai die noch kleinen Hopfenpflanzen anzuleiten, d.h. an den Drahtseilen anzubinden. „Zehn meiner bewährten Helfer konnten kurzfristig nicht kommen. Vor allem aus Angst, sich mit Corona anzustecken, oder nach der Rückkehr erstmal in Zwangsquarantäne zu kommen.“

 

Die Jungbrauer von der Schlossbrauerei Maxlrain helfen beim Hopfenanleiten

Nachdem Maxlrains Braumeister, Josef Kronast, von der misslichen Lage erfahren hatte, sprach er mit seinen Jungbrauern Lukas Stecker und Andreas Höhensteiger, ob diese nicht Toni Wittmann für zwei Wochen auf dem Feld unterstützen könnten. „Wir sind voneinander abhängig und Partner, da muss man sich helfen. Wir benötigen den guten Hopfen von Toni Wittmann und sind froh, dass wir mit ihm einen Landwirt haben, der uns die von uns gewünschte Qualität liefern kann. Da ist es doch selbstverständlich, dass wir versuchen zu helfen,“ sagt Josef Kronast. Die beiden Burschen waren auch gleich dabei und packten ihre Sachen. Auf seinem Hof hat Toni Wittmann für seine Arbeiter extra ein Nebenhaus gebaut und schöne Zimmer eingerichtet, so dass sich diese auch wohlfühlen und abends von der anstrengenden Arbeit erholen können.

 

Foto: Lukas Stecker arbeitet ebenfalls als Brauer Maxlrain und kommt aus Mietraching

 

Ein Wettlauf gegen die Zeit und deutlich höhere Kosten

Toni Wittmann war dankbar für die Unterstützung aus Maxlrain. „Ich habe mich sehr gefreut, dass mich die Brauerei unterstützt. Es dürfte einmalig sein, dass eine Brauerei zwei Burschen ihrer Braumannschaft für die Feldarbeit schickt!“

Toni Wittmann ist Optimist, muss aber doch eingestehen: „Das Anleiten des Hopfens ist gar nicht so einfach und sehr anstrengend. Wir fangen morgens um 7 Uhr an. Die ersten zwei oder drei Tage geht das so richtig ins Kreuz und man bekommt einen elendigen Muskelkater. Aber danach gewöhnt sich der Körper daran. Die meisten Helfer auf meinem Feld sind Neulinge und die schaffen am Anfang maximal 50% im Vergleich zu geübten Kräften. Das heißt, es wird dieses Jahr länger dauern und natürlich damit auch deutlich teurer werden. Für ein Feld wie dieses mit 1,3 ha brauchen wir jetzt 2 bis 3 Tage, normalerweise geht das in einem Tag.“

Und wie geht das mit der Abstandsregelung wegen Corona?

„Das Corona-Thema kommt erschwerend hinzu. Das ist zwar auf dem Feld kein Thema, weil die Arbeiter sowieso drei Meter Abstand zueinander haben. Normalerweise ist aber das Mittagessen eine gesellige und schöne Zeit. Mit den Abstandsregeln ist alles anders. Ein Nachbar von mir hat einen Partyservice, der uns täglich beliefert. Gegessen wird dann mit Abstand und in Schichten.“

 

„Hopfen-Anleiten“ – da weiß man am Abend, was man gemacht hat

Das Anleiten der noch kleinen Hopfenpflanzen an die 10 Meter langen Drähte ist der entscheidende Arbeitsschritt für deren Entwicklung. Ende April/Anfang Mai sprießt der Hopfen aus dem Boden. Jede Pflanze hat etwa 50 Triebe. Von diesen werden die drei Kräftigsten und Längsten herausgesucht und am Draht festgebunden. Die übrigen Triebe werden abgeschnitten. Nach 10 Tagen muss man kontrollieren, ob die Triebe noch fest an den Drähten sind, denn jetzt kann es sehr schnell mit dem Wachstum gehen. „Je nach Wetter wachsen die Triebe in drei Tagen bis zu 20cm in die Höhe. Da müssen wir genau kontrollieren, ob die Pflanzen noch an den Seilen sind.“

 

Foto: Tatkräftige Hilfe durch Maxlrains Jungbrauer in der Hallertau

Wie sind die Erwartungen der Ernte für 2020?

„Wie die Ernte wird, können wir jetzt noch nicht absehen. Für Hopfen ist Wärme entscheidend, wie beim Spargel. Aber der Hopfen braucht auch Wasser. Da die Sommer immer trockener werden, habe ich schon vor 10 Jahren eine künstliche Bewässerung angelegt. Sonst hätte ich die letzten Jahre ein großes Problem gehabt,“ erklärt Toni Wittmann. Der Johannistag gilt nach einer alten Bauernregel als entscheidend, um den Ernteerfolg beurteilen zu können. „Juchhe!“ schreit dann der Hopfen „droben“, sollte er die Gerüsthöhe von 10 Meter erreicht haben.

Alle Mitarbeiter aus Maxlrain wünschen Toni Wittmann alles Gute und hoffen, dass sich bis zur Erntezeit das Thema Corona entspannt hat. Denn dann werden wieder viele tatkräftige Hände gebraucht werden, um die Ernte einzufahren und den Hopfen zu verarbeiten.

Foto: Ein Zwickl nach getaner Arbeit als Belohnung




Mit den Firmen auf Du und Du

Altbackene Printwerbung und eine belanglose Alibi-Internetseite – das war gestern. Moderne Betriebe haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und setzen heute auf digitale Power und Präsenz, um auch morgen noch erfolgreich am Markt bestehen zu können. Für diese Vorwärtsdenker ist der Wirtschaftsverbund deshalb die perfekte Spielwiese. Mit einem ausgeklügelten Konzept und vielen Tools für Unternehmer schreibt das Portal, das vor zwei Jahren im Landkreis Rosenheim an den Start ging, inzwischen eine echte Erfolgsgeschichte.

Doch nicht nur regionalen Betrieben bieten Geschäftsführer Joachim Schaupp und sein Team ein optimales Umfeld für wirtschaftliches Wachstum und dauerhaften Erfolg – auch für alle Menschen, die in ihrer beruflichen Karriere die nächste Stufe zünden wollen, ist der Wirtschaftsverbund jetzt der ideale Partner.

Denn für alle Macher und Vertriebsbegeisterte gibt es das Erfolgskonzept inzwischen als vielversprechendes Franchise-System. Dabei ist die Geschäftsidee einfach, klar und trotzdem erstaunlich vielfältig. Franchisenehmer bieten in neu erschlossenen Landkreisen den Kunden vor Ort die Leistungen des Wirtschaftsverbundes maßgeschneidert an, pflegen den direkten Kontakt zu den Inhabern und führen sie in die Welt des digitalen Marketings. Und das lohnt sich: 95 Prozent Kundenzufriedenheit garantieren ein kontinuierliches, jährlich wachsendes Einkommen. Jeder Franchisepartner betreut seinen eigenen Landkreis, Gebiets-Exklusivität ist obligatorisch.

Gut zu wissen: Im Gegensatz zu vielen anderen Franchise-Unternehmen gibt es beim Wirtschaftsverbund keine Eintrittsgebühr, als Startkapital werden lediglich ein paar kleine technische Gimmicks benötigt, die nur ein paar hundert Euro kosten. Dazu gibt’s den technischen Support und das BackUp aus dem Büro gratis mit dazu, in diesem Team ziehen alle an einem Strang.

Auch eine gründliche Einarbeitung gehört zum Konzept, ebenso wie die Philosophie, dass Franchise-partner durch ihre Erfahrungen vor Ort an der ständigen Weiterentwicklung der Online-Plattform aktiv mitarbeiten können. „Wir sind der Meinung, dass viele Dinge erst durch echtes Teamwork zu großen Erfolgen führen können“, sagt Joachim Schaupp. „Und davon profitieren wir am Ende alle.“ Interessant für Quereinsteiger: Als Franchisepartner im Wirtschaftsverbund braucht man nicht zwingend das große technische KnowHow – verkäuferisches Geschick und Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden zählen hier viel mehr.

Informationen zum Wirtschaftsverbund gibt’s unter www.wirtschaftsverbund-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031 908824 oder 0170 2930046




Für über 1000 gibt es einen Gutschein

Die Geschäftsführung der MEGGLE Group dankt der Wasserburger Belegschaft. Jeder Beschäftigte erhält in diesen Tagen einen Einkaufsgutschein. Von dem Oster-Geschenk profitieren auch die Unternehmen aus der Wasserburger Region.


Jeder MEGGLE-Mitarbeiter bekam kurz vor Ostern einen Wasserburg-Gutschein in Höhe von 20 Euro überreicht. Die Geschäftsführung bedankt sich mit dieser Aktion für das große Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Firmensitz. So kamen für die gesamte Belegschaft über 1000 Gutscheine zusammen.

Die Gutscheine werden vom Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV) Wasserburg angeboten. Einzulösen sind die Coupons bei allen Mitgliedern des WFV – also bei Geschäften oder Dienstleistern aus der Region. Insgesamt werden 112 Akzeptanzstellen ausgewiesen.

„MEGGLE ist als Hersteller von Nahrungsmitteln oder Laktose für die pharmazeutische Industrie systemrelevant. Unsere Produkte sind sehr wichtig für die Bevölkerung. Wir bedanken uns für den großen Einsatz und die Verantwortung, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der aktuellen Situation übernehmen. Wasserburger Unternehmern, die von den Beschränkungen betroffen sind, können wir mit den Gutscheinen unter die Arme greifen“, erklärt Matthias Oettel, Vorsitzender der Geschäftsführung bei MEGGLE (Foto).

Die Mitarbeiter am Standort Gebesee (Thüringen) freuen sich ebenso über einen Dank aus Wasserburg. Über 350 Beschäftigte im Tochter-Unternehmen M-Back erhalten einen Erfurt-Gutschein. Damit können die Mitarbeiter die regionale Wirtschaft vor Ort unterstützen.